Moderne 2

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher

«Genesis»

Sa, 25.08.11.00 UhrNr. 18365

KKL Luzern, Luzerner Saal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Moderne 2

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher

    «Genesis». Sieben Ensemblestücke zum Buch Genesis
    Schweizer Erstaufführung

    Chaya Czernowin (*1957)
    On the Face of the Deep
    Marko Nikodijevic (*1980)
    dies secundus
    Franck Bedrossian (*1971)
    Vayehi erev vayehi boker
    Anna Thorwaldsdottir (*1977)
    Illumine
    Joan Magrané Figuera (*1988)
    Marines i boscatges
    Stefano Gervasoni (*1962)
    Eufaunique
    Mark Andre (*1964)
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    Es werde Licht! Die biblische Schöpfungsgeschichte, die gewissermassen Geburt und Kindheit unseres Planeten schildert, hat seit jeher die Komponisten inspiriert. Man denke nur an Haydns Oratorium Die Schöpfung. Matthias Pintscher und die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY präsentieren eine zeitgenössische Vertonung des Buchs Genesis, die 2016/17 zum 40. Geburtstag des Pariser Ensemble intercontemporain entstand: Sieben Komponistinnen und Komponisten aus ebenso vielen Ländern haben sich in neuen, rund zehnminütigen Werken mit je einem der sieben Schöpfungstage auseinandergesetzt – vom uranfänglichen Chaos bis zum abschliessenden Ruhetag Gottes. Sie reflektieren aber nicht nur den alttestamentarischen Bericht von der Entstehung der Welt, sondern auch ihr eigenes schöpferisches Tun: den Prozess der musikalischen Kreativität. Ein ungewöhnliches Gemeinschaftsprojekt und zugleich ein schillerndes Panorama gegenwärtigen Komponierens.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    Seit 2003 gibt es die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen hat: ein Ausbildungscampus, der exklusiv der Neuen Musik gewidmet ist. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, das ganz auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Neben dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra, in dem sich alle Studierenden vereinigen, finden sich auch verschiedene Ensembles zusammen – wie in dieser Late Night mit der Hyperstring Trilogy von «composer-in-residence» Tod Machover. Geleitet wird die Aufführung von dem britischen Dirigenten Clement Power, der 1980 in London geboren wurde, am Gonville and Caius College in Cambridge studierte und schliesslich die Dirigentenklasse am Londoner Royal College of Music absolvierte. Er begann seine Laufbahn als «Assistant Conductor» beim Pariser Ensemble intercontemporain, wo er mit Pierre Boulez, Susanna Mälkki und Peter Eötvös zusammenarbeitete. Mittlerweile hat er auch das Philharmonia Orchestra und das London Philharmonic, das Klangforum Wien und das Ensemble Musikfabrik geleitet. 2012 gab er mit de Fallas Meister Pedros Puppenspiel seinen Einstand bei LUCERNE FESTIVAL und leitete überdies, als Einspringer für den erkrankten Boulez, das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra bei einem Konzert in der Pariser Salle Pleyel. Ben Bloomberg ist seit 2007 als Sounddesigner am MIT Media Lab in Boston tätig und entwickelt gemeinsam mit Tod Machover neue Spielarten der Live-Elektronik.

    August 2015

    Weitere Termine

    Matthias Pintscher

    Seit 2016 ist Matthias Pintscher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra national de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic, dem Chicago Symphony oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent leitete Pintscher u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Ber- lin, das Mahler Chamber Orchestra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; im Februar 2018 debutierte er beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, im Juni folgte sein Einstand beim London Symphony Orchestra. Als «artist-in-association» ist Pintscher seit 2010 dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden, 2013 trat er das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, 2020 übernimmt er die Leitung des amerikanischen Ojai Music Festival. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» präsentierte ihn die Hamburger Elbphilharmonie 2016/17 in ihrer Eröffnungssaison; in diesem Rahmen trat er dort auch mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACA-DEMY auf. Matthias Pintscher lehrt als Professor für Komposition an der New Yorker Juilliard School of Music.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel.

    Juli 2018

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