Late Night

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Solisten

Ligeti | van der Aa

Sa, 26.08.22.00 UhrNr. 17329

KKL Luzern, Luzerner Saal

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Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    26.

    Aug

    Samstag
    22.00

    KKL Luzern, Luzerner Saal

    Late Night

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Matthias Pintscher | Solisten

    David Kadouch  Klavier
    Martin Adámek  Klarinette
    György Ligeti (1923–2006)
    Konzert für Klavier und Orchester
    Michel van der Aa
    Hysteresis für Klarinette, Ensemble und Tonspur
    György Ligeti (1923–2006)
    Konzert für Violine und Orchester

    Fliegen lernen mit Patricia Kopatchinskaja: «Ligetis Violinkonzert ist für mich wie ein phantastisches Mosaik», erklärt die Geigerin, «es besteht aus unzähligen kleinen Teilchen. Wenn man die alle richtig zusammensetzt, dann wird es zu einem Ufo, beginnt plötzlich zu fliegen – ein wahnsinniges Gefühl!» Die «Teilchen», die es zusammenzufügen gilt, sind unter anderem: volksliedhafte Kantilenen, hypervirtuose Anforderungen und ein breites Spektrum an exotischen Klangfarben, erzeugt durch Okarinas, Naturhörner und mikrotonal «verstimmte» Instrumente. Hinzu kommen jene vertrackten polyrhythmischen Überlagerungen, mit denen Ligeti auch sein Klavierkonzert ordentlich grooven lässt. Michel van der Aa wiederum erweitert in Hysteresis den Instrumentalklang mithilfe elektronischer Mittel: Er konfrontiert den Solo-Klarinettisten mit seinem digitalen Alter Ego – mit verzerrten und verfremdeten Klängen seiner selbst. Drei meisterhafte Konzerte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts in einer einzigen Late Night – die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY macht’s möglich.

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    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    Seit 2003 gibt es die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen hat: ein Ausbildungscampus, der exklusiv der Neuen Musik gewidmet ist. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, das ganz auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Neben dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra, in dem sich alle Studierenden vereinigen, finden sich auch verschiedene Ensembles zusammen – wie in dieser Late Night mit der Hyperstring Trilogy von «composer-in-residence» Tod Machover. Geleitet wird die Aufführung von dem britischen Dirigenten Clement Power, der 1980 in London geboren wurde, am Gonville and Caius College in Cambridge studierte und schliesslich die Dirigentenklasse am Londoner Royal College of Music absolvierte. Er begann seine Laufbahn als «Assistant Conductor» beim Pariser Ensemble intercontemporain, wo er mit Pierre Boulez, Susanna Mälkki und Peter Eötvös zusammenarbeitete. Mittlerweile hat er auch das Philharmonia Orchestra und das London Philharmonic, das Klangforum Wien und das Ensemble Musikfabrik geleitet. 2012 gab er mit de Fallas Meister Pedros Puppenspiel seinen Einstand bei LUCERNE FESTIVAL und leitete überdies, als Einspringer für den erkrankten Boulez, das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra bei einem Konzert in der Pariser Salle Pleyel. Ben Bloomberg ist seit 2007 als Sounddesigner am MIT Media Lab in Boston tätig und entwickelt gemeinsam mit Tod Machover neue Spielarten der Live-Elektronik.

    August 2015

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    Matthias Pintscher

    Matthias Pintscher ist der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY seit Beginn dieses Jahres als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra Na-tional de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent hat sich Pintscher ein breites Repertoire vor allem mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erarbeitet. Er dirigierte u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orchestra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; als «artist-in-association» ist er dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden. 2013 trat Pintscher das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, mit dem er 2016/17 eine Asientournee bestreitet. 2014 begann er eine dreijährige Zusammenarbeit als «artist-in-residence» mit dem Danish National Symphony und dem Danish National Chamber Orchestra. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» der Hamburger Elbphilharmonie wird er im September mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY dort die neue Saison eröffnen.  Pintscher lehrt Komposition an der New Yorker Juilliard School.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel. 

    August 2016

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    David Kadouch

    Martin Adámek

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die 1977 im moldawischen Chişinău geboren wurde, stammt aus einer Musikerfamilie – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 16-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Interna-tionalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zuhause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. In der laufenden Saison ist sie «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus und in der Londoner Wigmore Hall, im Sommer 2017 wird sie dann als «artiste étoile» wichtige Programmakzente beim Luzerner Sommer-Festival setzen. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 musizierte sie Ligetis Violinkonzert mit der Filarmonica della Scala, den Berliner Philharmonikern sowie dem Helsinki Philharmonic und Prokofjews Zweites mit dem London Philharmonic; Tschaikowskys Violinkonzert präsentierte sie auf einer Tournee mit den Wiener Symphonikern und Teodor Currentzis. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja mit dem «Echo Klassik» (2009 und 2013), dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ihre Interpretationen der Violinkonzerte von Schumann (Leitung: Heinz Holliger) und Tschaikowsky (mit Currentzis) sowie das Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Februar 2017

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    Das «Ligeti-Paket»

    Besuchen Sie neben dieser Veranstaltung auch Ligetis Le Grand Macabre am Luzerner Theater und erhalten Sie  20% Kombi-Rabatt. 
    Dieses Angebot ist ausschliesslich telefonisch, ab dem 1. April, buchbar unter
    +41 (0)41 228 14 14 (Luzerner Theater) oder +41 (0)41 226 44 80 (LUCERNE FESTIVAL)