Erlebnistag – Konzert 6

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Maria Schneider | Solisten

Schneider

So, 21.08.20.30 UhrNr. 16423

KKL Luzern, Luzerner Saal

Vergangenes Konzert


Den Bestellschein zum Spezialangebot ERLEBNISTAG-PAKET finden Sie untenstehend.

Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

12.08.-11.09. 2016

 

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    Erlebnistag – Konzert 6

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Maria Schneider | Solisten

    Maria Schneider  Dirigentin
    Kelly Newberry  Mezzosopran
    André Pousaz  Kontrabass
    Claudio Puntin  Klarinette
    Maria Schneider (*1960)
    Carlos Drummond de Andrade Stories
    Winter Morning Walks
    Zum grossen Finale des Luzerner «Erlebnistages» wird das Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY um mehrere Sängerinnen und ein Jazz-Trio erweitert. Warum? Weil die Akademisten auf die Amerikanerin Maria Schneider treffen, die First Lady des orchestralen Jazz. Wer nun allerdings an traditionellen Bigband-Sound denkt, liegt falsch. Denn Maria Schneider, die wichtige Erfahrungen als Assistentin von Gil Evans sammelte, bevor sie 1992 ihr eigenes Orchester gründete, erweitert das Klangfarbenspektrum des Jazz durch eine expressive Harmonik und kammermusikalisch filigrane Arrangements. Das zeigen auch die beiden mehrteiligen Werke, die sie in Luzern präsentiert. Inspiriert von Gedichten Ted Koosers und Carlos Drummond de Andrades, wurden sie 2014 mit gleich drei «Grammys» ausgezeichnet – bezeichnenderweise auch in der Kategorie «Best Contemporary Classical Composition».

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    Seit 2003 gibt es die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen hat: ein Ausbildungscampus, der exklusiv der Neuen Musik gewidmet ist. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, das ganz auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Neben dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra, in dem sich alle Studierenden vereinigen, finden sich auch verschiedene Ensembles zusammen – wie in dieser Late Night mit der Hyperstring Trilogy von «composer-in-residence» Tod Machover. Geleitet wird die Aufführung von dem britischen Dirigenten Clement Power, der 1980 in London geboren wurde, am Gonville and Caius College in Cambridge studierte und schliesslich die Dirigentenklasse am Londoner Royal College of Music absolvierte. Er begann seine Laufbahn als «Assistant Conductor» beim Pariser Ensemble intercontemporain, wo er mit Pierre Boulez, Susanna Mälkki und Peter Eötvös zusammenarbeitete. Mittlerweile hat er auch das Philharmonia Orchestra und das London Philharmonic, das Klangforum Wien und das Ensemble Musikfabrik geleitet. 2012 gab er mit de Fallas Meister Pedros Puppenspiel seinen Einstand bei LUCERNE FESTIVAL und leitete überdies, als Einspringer für den erkrankten Boulez, das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra bei einem Konzert in der Pariser Salle Pleyel. Ben Bloomberg ist seit 2007 als Sounddesigner am MIT Media Lab in Boston tätig und entwickelt gemeinsam mit Tod Machover neue Spielarten der Live-Elektronik.

    August 2015

    Weitere Termine

    Maria Schneider

    Die amerikanische Komponistin und Bandleaderin Maria Schneider, geboren 1960 in Windom/Minnesota, sammelte wichtige Erfahrungen als Assistentin u. a. von Gil Evans, bevor sie ihr eigenes Maria Schneider Orchestra gründete, mit dem sie 1994als erstes Album Evanescence vorlegte. Seither tritt sie mit diesem handverlesenen Ensemble rund um den Globus auf, arbeitet aber auch regelmässig mit anderen Formationen zusammen. Ihre Musik verbindet die Stile und Genres – zu ihren Auftraggebern zählen deshalb so unterschiedliche Institutionen wie das Carnegie Hall Jazz Orchestra, das American Dance Festival, das Los Angeles Philharmonic oder das Kronos Quartet. Ihre CDs wurden mit zahlreichen Preisen bedacht, darunter fünf «Grammys» (bezeichnenderweise in beiden Kategorien, «Jazz» wie «Klassik»). Zuletzt brachte Maria Scheider, die sich auch im Bereich Urheberrechtsschutz und digitale Rechte engagiert, im Frühjahr 2016 The Thompson Fields heraus.

    August 2016

    Lucy Fitz Gibbon

    Die Sopranistin Lucy Fitz Gibbon, die aus dem kalifornischen Davis stammt, ist Absolventin der Yale University, der Glenn Gould School des Royal Conservatory in Toronto und des Bard College Conservatory. Dort traf sie auf Dawn Upshaw, die sie für das heutige Konzert mit Maria Schneider vorschlug. Lucy Fitz Gibbon interessiert sich einerseits für vernachlässigtes Repertoire der Alten Musik, darunter Werke von Barbara Strozzi, Francesco Sacrati oder Agostino Agazzari, die sie zur Aufführung gebracht hat. Andererseits arbeitet sie mit zeitgenössischen Komponisten wie John Harbison, Sheila Silver und Pauline Oliveros zusammen. Auf der Opernbühne war sie mit dem Saint Paul Chamber Orchestra als Miles in Brittens The Turn of the Screw zu erleben, im Konzertsaal trat sie mit dem Tanglewood Music Center Orchestra, dem American Classical Orchestra und dem American Symphony Orchestra auf. 2016 ist sie beim Marlboro Festival zu Gast.

    August 2016

    Kelly Newberry

    Die peruanisch-amerikanische Mezzosopranistin Kelly Newberry wurde in Simi Valley (Kalifornien) geboren und studierte bei Jane Randolph am San Francisco Conservatory of Music; am Bard College Conservatory absolvierte sie das Vocal Arts Program unter der Leitung von Dawn Upshaw, die sie auch für das heutige Debut bei LUCERNE FESTIVAL ausgewählt hat. Kelly Newberrys Repertoire umfasst Mozart-Partien wie die Zweite Dame aus der Zauberflöte oder den Cherubino aus Le nozze di Figaro und die Amastre aus Händels Serse. Im März 2016 gestaltete sie die Rolle der Jennie bei der New Yorker Erstaufführung von Oliver Knussens Higglety Pigglety Pop!. Unter Ragnar Bohlin, dem Chef des San Francisco Symphony Chorus, wirkte sie bei einer Aufführung von Duruflés Requiem mit. Als Trägerin des Colburn Fellowship war sie Teilnehmerin des SongFest und arbeitete dort mit Martin Katz, Jake Heggie, Susanne Mentzer und Graham Johnson zusammen.

    August 2016

    Diana Newman

    Die amerikanische Sopranistin Diana Newman absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Thornton School of Music der University of Southern California, wo sie von Elizabeth Hynes unterrichtet wurde. Ausserdem absolvierte sie Kurse am Steans Music Institute des Ravinia Festivals, an der Music Academy of the West in Santa Barbara, am Fall Island Vocal Arts Seminar und am Aspen Opera Theater Center. In New York nahm sie an einem Meisterkurs von Christa Ludwig teil. Seit der Saison 2015/16 ist Diana Newman Mitglied im Ryan Opera Center, dem Opernstudio der Chicago Lyric Opera. Dort wirkte sie bereits bei Aufführungen von Rossinis La Cenerentola und Strauss’ Rosenkavalier mit; in der kommenden Spielzeit wird sie in Wagners Rheingold, Massenets Don Quichotte, Mozarts Zauberflöte und Bizets Carmen zu erleben sein. Diana Newmans Repertoire umfasst überdies Partien wie Monteverdis Poppea, Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi, Miranda in Lee Hoibys The Tempest und Belisa in Conrad Susas The Love of Don Perlimplin. Bei einer konzertanten Aufführung von Verdis Rigoletto mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel übernahm sie den Part des Pagen. Im Konzertsaal interpretierte Diana Newman Bach-Kantaten, Mozarts Exsultate, jubilate, Barbers Knoxville: Summer of 1915, Mahlers Vierte Sinfonie, Brittens Les Illuminations und George Crumbs Madrigal Book IV. Ausserdem ist sie in mehreren Filmmusiken zu hören, so in The Sorcerer’s Apprentice, Sex and the City 2 sowie The Spirit

    August 2016

    Jean-Paul Brodbeck

    Der Pianist und Komponist Jean-Paul Brodbeck, Jahrgang 1974, wurde bereits als 15-Jähriger von Lionel Hampton zum «Jammen» auf die Bühne gebeten. Nach Jazz-Unterricht bei Hans Feigenwinter absolvierte er ein klassisches Klavierstudium bei Peter Efler am Konservatorium seiner Heimatstadt Basel und stellte anschliessend in den unterschiedlichsten Formationen seine stilistische Wandlungsfähigkeit unter Beweis. So gründete er gemeinsam mit Andy Scherrer die experimentelle Hip-Hop-Band Chapter 12, war Mitglied im Wolfgang Muthspiel Quartet und stand mit Billy Hart, David Liebman, Herbie Mann, Ben Street, Nat Su oder Nils Wogram auf der Bühne. Seit 2009 arbeitet er vermehrt mit Johannes Enders zusammen. Neben seiner Arbeit als Sideman musiziert Jean-Paul Brodbeck vor allem im Trio. Er lehrt an der Luzerner Musikhochschule und gewann 2011 das Atelierstipendium der Stadt Zürich für New York, wo die Trio-CD A Different Mind entstand.

    August 2016

    André Pousaz

    André Pousaz, geboren 1983 in Visp, widmet sich seit seinem neunten Lebensjahr dem Kontrabass. Neben der klassischen Ausbildung begann er sich mit dem E-Bass zu beschäftigen, erhielt Unterricht bei Gilbert «Speedy» Jossen und nahm schliesslich ein Studium in der Jazz-Abteilung der Hochschule Luzern – Musik auf, das er mit dem Performance-Diplom mit Auszeichnung abschloss. Seine Lehrer waren Heiri Känzig, Wolfgang Zwiauer und Herbie Kopf. 2006 gewann er den Förderpreis der Friedl Wald Stiftung. Seine Konzerttätigkeit führte André Pousaz durch Europa, nach Russland, Bolivien und Kolumbien, China, Japan und Südkorea und brach-te ihn mit Jazz- und Pop-Grössen wie Christy Doran, Daniel Humair, Tobias Preisig, Kurt Rosenwinkel, Stefan Rusconi oder Julian Sartorius, mit Nils Althaus, Freda Goodlett oder Heidi Happy zusammen. Er ist Mitglied u. a. der Swiss Army Big Band und des Swiss Jazz Orchestra.

    August 2016

    Claudio Puntin

    Der 1965 in Zug geborene Klarinettist und Komponist Claudio Puntin absolvierte nach der Ausbildung zum Goldschmied sein Musikstudium in Köln und Rotterdam. Eine prägende Erfahrung war zudem der Unterricht bei Sergiu Celibidache. Er ist in mehr als 80 Ländern aufgetreten und hat mit so unterschiedlichen Künstlern wie Carla Bley, Fred Frith, Sidsel En-dresen, Hermeto Pascoal, Steve Reich, Steffen Schorn, Steve Swallow und Ricardo Villalobos, aber auch mit Formationen wie dem Ensemble Modern, dem Ensemble Musikfabrik oder dem Zürcher Tonhalle-Orchester zusammengearbeitet. Momentan beschäftigt ihn vor allem die Arbeit im Trio Ambiq. Als Komponist hat er u. a. Film- und Theatermusiken vorgelegt, so für den Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 1998, Sunset in Venice. Claudio Puntin wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Goldene Amadeus» beim Musik-Kreativ Wettbewerb Frankfurt (1993) und der WDR Jazzpreis (2004).

    August 2016

    Das «Erlebnistag-Paket»:
    Buchen Sie mindestens drei der sechs Konzerte des Erlebnistags und profitieren Sie von 20% Ermässigung auf jedes Ticket und Sie können Ihre Kinder gratis mitnehmen! Weitere Informationen finden Sie auf dem Bestellschein.

    Young Familienkonzert | 11.00 und 14.30 Uhr
    Vier gewinnt. Inszeniertes Konzert mit Musik von Mendelssohn, Schubert, Debussy u. a.

    Erlebnistag – Konzert 1 | 11.00 Uhr
    Chamber Orchestra of Europe
    Šerkšnytė De profundis | Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale

    Erlebnistag – Konzert 2 | 13.00 Uhr
    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Konstantia Gourzi
    Werke von Xenakis, Nørgård, Gourzi und Ligeti

    Erlebnistag – Konzert 3 | 14.30 Uhr
    Festival Strings Lucerne | Arabella Steinbacher
    Vivaldi Die vier Jahreszeiten | Dvořák Serenade für Streicher E-Dur op. 22

    Erlebnistag – Konzert 4 | 16.00 Uhr
    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Elena Schwarz | Della Miles
    Neuwirth … miramondo multiplo … (Klanginstallation) | Lost Highway Suite | Eleanor

    Erlebnistag – Panel | 17.30 Uhr
    Konstantia Gourzi | Michael Haefliger | Gabriela Kaegi
    «Frauen ans Pult! Das Ende einer Manner-Domäne?»

    Erlebnistag – Konzert 5 | 18.30 Uhr
    Chamber Orchestra of Europe | Anu Tali | Yulianna Avdeeva
    Werke von Tubin, Chopin und Prokofjew

    Erlebnistag – Konzert 6 | 20.00 Uhr
    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Maria Schneider
    Schneider Winter Morning Walks | Carlos Drummond de Andrade Stories