Composer Seminar — Abschlusskonzert

Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) | Teilnehmer*innen des Conducting Fellowship

Sa, 03.09. | 14.30 Uhr

KKL Luzern, Luzerner Saal

Karten ab 29.3. | 12 Uhr

Preise (CHF)

CHF 50


Sommer-Festival

09.08.-11.09. 2022

 

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    Composer Seminar — Abschlusskonzert

    Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) | Teilnehmer*innen des Conducting Fellowship

    Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA)

    Teilnehmer*innen des Conducting Fellowship

    Weitere Termine

    Wolfgang Rihm

    Der deutsche Komponist Wolfgang Rihm, seit Sommer 2016 der Künstlerische Leiter der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, wurde 1952 in Karlsruhe geboren und begann schon früh mit dem Komponieren. Noch während er das humanistische Gymnasium besuchte, wurde er 1968 in die Kompositionsklasse von Eugen Werner Velte an der Musikhochschule in Karlsruhe aufgenommen. Später setzte er seine Ausbildung bei Karlheinz Stockhausen in Köln (1972/73) und schliesslich bei Klaus Huber in Freiburg (1973–1976) fort. An der Universität Freiburg besuchte er ausserdem musikwissenschaftliche Seminare bei Hans Heinrich Eggebrecht. Durch eine Reihe grosser Orchesterwerke gelang Wolfgang Rihm in den späten siebziger Jahren der internationale Durchbruch. Er zählt heute zu den fruchtbarsten und vielseitigsten Komponisten der Gegenwart und hat ein facettenreiches Œuvre geschaffen, das mittlerweile mehr als 400 Werke umfasst, darunter allein neun Musiktheaterwerke: Faust und Yorick (1976), Jakob Lenz (1977/78), Die Hamletmaschine (1983/86), Oedipus (1987), Die Eroberung von Mexico (1987/91), Séraphin (1994), Das Gehege (2006), Proserpina (2009) sowie Dionysos, der 2010 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Seit 1985 lehrt Rihm als Professor für Komposition an die Musikhochschule Karlsruhe. LUCERNE FESTIVAL ist er seit langem eng verbunden: 1997 prägte er als «composer-in-residence» das Programm, im Folgejahr erklang zur Eröffnung des KKL Luzern sein Orchesterwerk IN-SCHRIFT; weitere Werkaufträge folgten, so die Sinfonie Nähe fern (2011/12), das Hornkonzert (2014) und sein Gruss-Moment zum 90. Geburtstag von Pierre Boulez. Wolfgang Rihm, der auch mehrere Bände mit Essays und Gesprächen veröffentlicht hat, gehört zahlreichen Akademien an und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis (2003), der Robert-Schumann-Preis (2014), der «Grawemeyer Award» (2015) und der Preis der Europäischen Kirchenmusik (2017). Er ist «Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres», Träger des Grossen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Mitglied des Ordens «Pour le Mérite».

     

    Februar 2017

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    Dieter Ammann

    Dieter Ammann, geboren 1962 in Aarau, musizierte zusammen mit Vater und Bruder von klein auf. Nach der Matura absolvierte er neben dem Schulmusikstudium in Luzern auch die Swiss Jazz School in Bern und war anschliessend im Bereich improvisierte Musik/Jazz tätig. Als Trompeter, Pianist und Bassist arbeitete er mit vielen nationalen Jazzgrössen, aber auch mit Künstlern wie Eddie Harris oder Udo Lindenberg zusammen. Von 1988 bis 1992 studierte er Musiktheorie und Komposition bei Roland Moser und Detlev Müller-Siemens an der Musik-Akademie Basel, besuchte Kurse von Wolfgang Rihm, Witold Lutosławski, Dieter Schnebel und Niccolò Castiglioni und konzentrierte sich zunehmend auf sein kompositorisches Schaffen, für das er vielfach ausgezeichnet wurde: so mit Werkbeiträgen des Aargauer Kuratoriums und des Kantons Luzern, dem Ersten Preis beim Leipziger «Young Composers in Europe»-Wettbewerb (1995), dem Hauptpreis beim internationalen Kompositionswettbewerb der New Yorker IBLA-Foundation «In honor of Luciano Berio» (1996), dem Förderpreis für Komposition der Ernst von Siemens Musikstiftung (2008), dem Kulturpreis der AZ Medien (2014) oder dem Schweizer Musikpreis (2018). 2010 präsentierte sich Dieter Ammann als composer-in-residence bei Lucerne Festival. In gleicher Funktion wurde er auch zum Davos Festival «Young Artists in Concert» (2003), zu «les muséiques» in Basel (2009), zu den Wittener Tagen für neue Kammermusik (2013), den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker (2014) und zum St. Petersburger ReMusica-Festival (2015) eingeladen. Dirigent*innen wie Pierre Boulez, Sylvain Cambreling, James Gaffigan, Valery Gergiev, Pablo Heras-Casado, Susanna Mälkki, Jonathan Nott oder Matthias Pintscher haben Ammanns Werke, die vom Bärenreiter-Verlag und von der Schweizer Musikedition (SME/musinfo) verlegt werden, zur Aufführung gebracht. Neben seiner Lehrtätigkeit als Professor für Komposition und Theorie an der Hochschule Luzern – Musik unterrichtet Dieter Ammann auch an der Hochschule der Künste in Bern, gibt regelmässig Meisterkurse in aller Welt und bietet im Rahmen der Lucerne Festival Academy gemeinsam mit Wolfgang Rihm ein Composer Seminar an.

    Juni 2021

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    Mit freundlicher Unterstützung durch die Aventis Foundation