Musiktheater 2

Ensemble ascolta

Smolka

Sa, 14.09.16.00 UhrNr. 19355

Südpol

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Preise (CHF)

CHF 50


Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Ivana Kanhauser  Licht
    Jiří Adámek  Bühne, Regie
    Martin Smolka
    Vor dem Gesetz
    für sprechende Musiker mit Nebeninstrumenten 
    Libretto von Jiří Adámek, basierend auf Texten Franz Kafkas
    Schweizer Erstaufführung

    Eine Produktion von Ensemble ascolta, LUCERNE FESTIVAL und WDR/Wittener Tage für Neue Kammermusik

    Keine Videos, keine zusätzlichen Schauspieler oder Sprecher: Nur die sieben ascolta-Musiker stehen auf der Bühne. Gemeinsam mit ihnen haben der tschechische Komponist Martin Smolka und sein Landsmann, der Librettist und Regisseur Jiří Adámek, ein Bühnenformat entwickelt, das zwischen Konzert, Theater und Instrumentaloper angesiedelt ist. Denn es geht ihnen darum, in  der Reduktion der äusseren Mittel eine «tiefere Begegnung von Sprache und Musik» herbeizuführen, «Musik als Rede» und «Rede als Musik» zu verstehen: Die Ensemblemitglieder musizieren in Vor dem Gesetz «nicht nur auf ihren Instrumenten, sondern sie sprechen, singen (sowie vieles dazwischen) und spielen verschiedene Nebeninstrumente», erklärt Smolka. «Einige der Texte werden zu hören sein, andere verbergen sich in der Konkretion musikalischer und theatralischer Elemente. Fragen wir mit John Cage: ‹Ist das Wort ‘Musik’ Musik?›» Um zu vermeiden, dass den Klängen durch die Sprache grosse, abstrakte Ideen übergestülpt werden, haben sich Smolka und Adámek für Texte von Franz Kafka entschieden, einem Meister der genauen Beobachtung und der konkreten Metapher.

    Mit freundlicher Unterstützung von:
    Arthur Waser Stiftung
    Landis & Gyr Stiftung

    Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Ernst von Siemens Musikstiftung

    Ensemble ascolta

    Das Stuttgarter Ensemble ascolta wurde 2003 von sieben Musikern mit dem Ziel gegründet, herausragende neue Partituren zu erarbeiten und aufzuführen. Die Stammbesetzung, die sich auf Blech- und Schlaginstrumente konzentriert, beschreitet schon mit dieser Zusammenstellung neue Wege in der Ensemblelandschaft: Über 250 Werke wurden für ascolta bereits komponiert. Das Ensemble ist regelmässiger Gast bei vielen europäischen Festivals für Neue Musik: etwa in Huddersfield und in Witten, bei Ultraschall und MaerzMusik in Berlin, bei den Darmstädter Ferienkursen und den Donaueschinger Musiktagen, bei der Biennale in Salzburg und bei Wien Modern. In Stuttgart arbeitet ascolta mit dem dortigen Festival «Éclat» und der Akademie Schloss Solitude, mit der Staatsoper, der Musikhochschule und den Neuen Vocalsolisten zusammen. Überdies unterhält das Ensemble in der baden-württembergischen Landeshauptstadt eine eigene Konzertreihe mit dem Titel «ascolta plays …» Das Repertoire, das die Musiker zur Aufführung bringen, reicht von der klassischen Moderne über theatralische Konzepte der Fluxus-Generation bis zum Grenzbereich zwischen Neuer Musik und Rock. In Zusammenarbeit mit dem ZDF und Arte entstand ein Projekt, das Stummfilme der 1920er und 1930er Jahre mit neuen Kompositionen von Carola Bauckholt, Martin Smolka, Olga Neuwirth und anderen kombiniert. Auf diese Weise konnten bereits Stummfilmklassiker wie René Clairs Entr’acte oder Luis Buñuels Un chien andalou neu gedeutet werden. Zuletzt kam in dieser Reihe Arthur Robisons Schatten. Eine nächtliche Halluzination mit Musik von Johannes Kalitzke bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik 2016 heraus. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes entstand in den letzten Jahren mit Gebrauchsanweisungen ein multimediales Programm, das acht Komponist(inn)en und Videokünstler(inn)en gemeinschaftlich gestalteten.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. September 2006 mit Werken von Michel Roth, Annette Schmucki und Mischa Käser.

    Mai 2017

    Konzerteinführung15.00 Uhr | Südpol
    Martin Smolka und Jiří Adámek im Gespräch mit Mark Sattler (in Englisch)