18.08.2018 Edith Mathis | Rafael Fingerlos | Sascha El Mouissi - Schumann | Heine - Sommer-Festival - Lucerne Festival

Kammermusik 1

Edith Mathis | Rafael Fingerlos | Sascha El Mouissi

Schumann | Heine

Sa, 18.08.16.00 UhrNr. 18303

Lukaskirche

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Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Kammermusik 1

    Edith Mathis | Rafael Fingerlos | Sascha El Mouissi

    Edith Mathis  Rezitation
    Robert Schumann (1810–1856)
    Dichterliebe op. 48
    und weitere ausgewählte Lieder
    Heinrich Heine
    Gedichte aus dem Lyrischen Intermezzo

    Zu Luzerns berühmtesten «Töchtern» gehört Edith Mathis, die Mitte der 1960er Jahre zur weltweit gefeierten Mozart-Sopranistin aufstieg. Sie arbeitete mit allen Grössen der Zeit, von Karl Böhm bis Herbert von Karajan, und begeisterte das Publikum in New York und London, in München, Wien und Paris, in Glyndebourne und Salzburg. Aber auch wer sie nicht mehr live erlebt hat, sondern nur noch von ihren Aufnahmen her kennt, kann sich dem Charme dieser lyrischen, warmen Stimme mit silbriger Höhe kaum entziehen. Edith Mathis besass die hohe Kunst der Natürlichkeit, und da sie auch noch äusserst textverständlich zu singen verstand, war sie prädestiniert für die Liedgestaltung, die sie von 1992 bis 2006 an der Wiener Musikuniversität lehrte. Am 11. Februar hat Edith Mathis ihren 80. Geburtstag gefeiert – und LUCERNE FESTIVAL ehrt sie nun mit einem Kammerkonzert. Dabei wird Rafael Fingerlos, der 1986 geborene österreichische Bariton, Schumanns Dichterliebe nach Heinrich Heine singen, und Edith Mathis rezitiert zwischen den einzelnen Liedern weitere Verse des Dichters.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Edith Mathis

    Im Februar 2018 feierte die Sopranistin Edith Mathis, eine gebürtige Luzernerin, ihren 80. Geburtstag. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt, wo sie 1957 auch als Zweiter Knabe in Mozarts Zauberflöte ihren Bühneneinstand gab. Ihr erstes Festengagement führte sie 1959 ans Opernhaus Köln, 1963 wechselte sie für einige Jahre ins Ensemble der Deutschen Oper Berlin, ehe sie sich für die freischaffende Tätigkeit entschied. Bald schon gastierte sie an der Hamburgischen Staatsoper, beim Glyndebourne Festival und vor allem bei den Salzburger Festspielen: Dort avancierte sie bei Opernproduktionen unter der Leitung von Karl Böhm und Herbert von Karajan zu einem Publikumsliebling. Edith Mathis war Stammgast der grossen internationalen Bühnen: am Londoner Royal Opera House, an der New Yorker Metropolitan Opera, der Opéra national de Paris, der Bayerischen und der Wiener Staatsoper. Lange Zeit galt sie als der lyrische Sopran schlechthin und ideale Interpretin der Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro, der Zerlina in Don Giovanni oder der Sophie im Strauss’schen Rosenkavalier. Sie wirkte an den Uraufführungen von Gottfried von Einems Der Zerrissene, Hans Werner Henzes Der junge Lord oder Gian Carlo Menottis Hilfe, Hilfe, die Globolinks mit. Ab den 1980er Jahren erweiterte sie ihr Repertoire erfolgreich um dramatischere Partien wie die Agathe in Webers Freischütz, die Figaro-Gräfin und die Rosenkavalier-Marschallin. Im Konzertsaal arbeitete Edith Mathis mit den berühmtesten Dirigenten zusammen, als Liedinterpretin gastierte sie in aller Welt und legte zahlreiche Aufnahmen vor. Von 1992 bis 2006 lehrte sie als Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien; danach gab sie Meisterkurse u. a. an der Sommerakademie des Salzburger Mozarteums, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei Ticino Musica in Lugano und an der Savonlinna Music Academy in Finnland. Seit 1979 trägt sie den Titel einer Bayerischen Kammersängerin.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 22. August 1965 mit zwei Mozart-Arien, begleitet vom Collegium Musicum unter Paul Sacher.

    Juli 2018

    Rafael Fingerlos

    Der Bariton Rafael Fingerlos, Jahrgang 1986, stammt aus Mariapfarr im österreichischen Bundesland Salzburg. Er studierte an der Privatuniversität Konservatorium Wien, wo er seine Gesangsausbildung 2013 als Master mit Auszeichnung abschloss. Schon früh gewann er zahlreiche Gesangskonkurrenzen, darunter «Musica Juventutis» im Wiener Konzerthaus, den Brahms-Wettbewerb und den Internationalen Franz-Schubert-Wettbewerb, bei dem ihm auch der Publikumspreis zugesprochen wurde. 2015 war Fingerlos Teilnehmer des «Young Singers Project» bei den Salzburger Festspielen. Schon im Jahr darauf, im Februar 2016, gab er seinen Einstand an der Dresdner Semperoper, wo er als Harlekin in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos auftrat und prompt als Papageno in Mozarts Zauberflöte sowie als Figaro in Rossinis Il barbiere di Siviglia wieder eingeladen wurde. Seit der Saison 2016/17 ist Rafael Fingerlos Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper: Dort stellte er sich als Dr. Falke in Johann Strauss’ Fledermaus vor. Als Moralès in Bizets Carmen debutierte er 2017 bei den Bregenzer Festspielen, als Haudy in Zimmermanns Soldaten folgte im Mai 2018 sein erster Auftritt am Teatro Real in Madrid. Eine wichtige Rolle in seiner künstlerischen Arbeit spielen der Konzert- und der Liedgesang. Beim Dresdner Kreuzchor etwa sang er die Bassarien in Bachs Matthäus-Passion, Liederabende führten ihn nach London, Mailand, Florenz und Nizza, ins Salzburger Mozarteum, ins Konzerthaus und in den Musikverein Wien, zu den Musiktagen Mondsee und zur Schubertiade nach Vorarlberg. Seine Aufnahme von Bachs Luther-Kantaten, die er mit Christoph Spering einspielte, wurde 2017 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet, sein Liedalbum Stille und Nacht erhielt den Pasticcio-Preis des Österreichischen Rundfunks.

    Juli 2018

    Sascha El Mouissi

    Der Pianist Sascha El Mouissi, geboren 1983 in Frankfurt am Main, studierte Klavier bei Heinz Zarbock und Burkhard Schaeffer an der Musikhochschule Mainz sowie Liedbegleitung an der Musikuniversität Wien bei Charles Spencer. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wurde er mit dem Johannes-Gutenberg-Preis der Universität Mainz, dem Liedpreis des Ministeriums für Kultur in Schleswig-Holstein und dem Theodor-Storm-Klavierpreis in Husum ausgezeichnet. Sascha El Mouissi kann bereits auf eine rege internationale Konzerttätigkeit zurückblicken: Gastspiele führten ihn nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und Tschechien, in die Schweiz und die Türkei, nach China und Nordafrika. Er gab mehrere Rezitale im Rahmen des LondonArtsFestival und trat in der britischen Metropole auch in St Martin in the Fields, in der Reihe «Young Masters» sowie bei der Beethoven Society of Europe auf. Ausserdem war er am Arnold Schönberg Center in Wien, beim Istanbul Music Festival, beim Festival «Dialoge» der Salzburger Stiftung Mozarteum, bei den Salzburger Festspielen, bei der Schubertiade und beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu hören. Sascha El Mouissi konzertiert mit Sängern wie Wolfgang Brendel, Angelika Kirchschlager, Thomas Quasthoff, Ildikó Raimondi, Sophie Rennert und Wolfgang Resch. Gemeinsam mit dem Bassbariton Ulf Bästlein brachte er mehrere Lied-CDs heraus, mit Vertonungen verschiedener Komponisten auf Verse von Hebbel, Voss und Leitner. Mit Rafael Fingerlos legte er Lieder von Robert Fürstenthal und das Album Nacht und Stille vor; ausserdem spielte er den Klavierpart bei einer Aufnahme mit vokaler Kammermusik von Volker David Kirchner. Sascha El Mouissi unterrichtet mit Meisterkursen am Shanghai Music Conservatory.

    Juli 2018

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