Debut Dmitry Smirnov

Dmitry Smirnov

Reich | Bach | Bartók

Do, 19.08. | 12.15 Uhr | Nr. 213306

Lukaskirche, Kirchensaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Debut Dmitry Smirnov

    Dmitry Smirnov

    Steve Reich (*1936)
    Violin Phase für Violine und Tonband, Part 1 & 2
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Partita d-Moll für Violine solo BWV 1004
    Béla Bartók (1881–1945)
    Sonate für Violine solo Sz 117

    Dmitry Smirnov liebt verrückte Herausforderungen. Bei seinem Debut koppelt er nicht nur zwei der anspruchsvollsten Kompositionen für Violine solo, nämlich Bachs d-Moll-Partita und Bartóks Solosonate. Nein, er verschachtelt sie auch noch ineinander, indem er zwischen beiden hin- und herpendelt, die Sätze abwechselnd spielt und so eine imaginäre, die Jahrhunderte übergreifende Werkeinheit stiftet. Dieses neue Konstrukt rahmt er zusätzlich mit Steve Reichs Violin Phase, einem Meisterwerk der Minimal Music aus dem Jahr 1967. Auf diese Weise entsteht das Tripelportrait dreier unsentimentaler Komponisten, das zugleich die Eigenarten herausstreicht: den rhetorisch geprägten Duktus von Bachs Klangsprache, die archaischen Floskeln Bartóks und die repetitiven Patterns bei Reich. Keine Frage: Der 1994 in St. Petersburg geborene Smirnov, der bei Rainer Schmidt in Basel studierte, den Tibor-Varga-Wettbewerb sowie den «Concours de Lausanne» gewann und heute mit Heinz Holliger und Giovanni Antonini zusammenarbeitet, ist einer der unkonventionellsten Köpfe unter den jungen Geigern.

    Strebi Stiftung Luzern – Partner Debut-Reihe

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    Dmitry Smirnov

    Dmitry Smirnov wurde 1994 in St. Petersburg in eine Musikerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht von den Eltern. Ab 2001 studierte er an der Spezialschule des Staatlichen Konservatoriums St. Petersburg, anschliessend an der Haute École de Musique in Lausanne bei Pavel Vernikov und an der Musik-Akademie Basel bei Rainer Schmidt. Überdies nahm er an Meisterkursen u. a. von Irvine Arditti, Vadim Gluzman und Gábor Takács-Nagy teil. Dmitry Smirnov wurde vielfach ausgezeichnet, so mit Ersten Preisen beim Moskauer Oistrach-Wettbewerb (2006), beim Tibor-Varga-Wettbewerb (2015) und beim Concours d’Interprétation Musicale de Lausanne (2017), mit dem Zweiten Preis beim Internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerb (2008) sowie 2018 gleich dreifach beim Concours international Long-Thibaud-Crespin, darunter der Kritikerpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik. Smirnov, seit 2011 Solist im St. Petersburger Haus der Musik, ist bereits in der New Yorker Carnegie Hall, in der Londoner Wigmore Hall, in der Nikkei Hall in Tokio, im Konzerthaus Berlin, bei den Salzburger Festspielen sowie im Mariinsky-Konzertsaal aufgetreten. Er gastierte mit Werken von Haydn und Mozart bis Bernstein und Lloyd Webber u. a. beim Philharmonischen Orchester Moskau unter Vladimir Fedoseyev, beim Moskauer Ensemble Questa Musica, bei den Festival Strings Lucerne und beim Sinfonieorchester Basel, hat mit Heinz Holliger und Giovanni Antonini zusammengearbeitet und wurde von Sol Gabetta zu ihrem «SOLsberg»-Festival eingeladen. 2018 gründete Dmitry Smirnov in Basel sein eigenes Ensemble Camerata Rhein. 2019 debutierte er mit einem Rezital beim Menuhin Festival in Gstaad, im Frühling 2021 gab er seinen Einstand bei LuganoMusica. Gerade ist seine erste CD mit Werken von Bach, Bartók und Schneeberger erschienen. Dmitry Smirnov spielt eine Violine von Philipp Bonhoeffer (2018).

    Juli 2021

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