Rezital 1

Dame Mitsuko Uchida

Schubert

Mo, 18.11. | 19.30 Uhr | Nr. 19505

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

16.11.-24.11. 2019

 

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    Franz Schubert (1797–1828)
    Klaviersonate a-Moll D 537
    Klaviersonate C-Dur D 840
    Klaviersonate B-Dur D 960

    «Vielleicht gibt es den lieben Gott, weil Schubert existiert», hat Mitsuko Uchida einmal gemutmasst – und dieses Bonmot bringt den Stellenwert, den der Wiener Komponist für sie einnimmt, wunderbar auf einen Nenner. Schubert sei so menschlich, glaubt die 1948 in Japan geborene Pianistin, die seit langem britische Staatsbürgerin ist und 2009 als «Dame Commander» geadelt wurde. Denn Schubert nehme jeden an die Hand, mit ihm könne man lieben, träumen und leiden. Kein Wunder also, dass Uchida ihr Rezital ganz ihrem liebsten «Hausgott» widmet, mit drei Sonaten aus drei Schaffensphasen. Wie man Schubert ideal spielt, das hat sie seit Jugendtagen verinnerlicht. Als 12-Jährige kam Mitsuko Uchida in die Donaumetropole, weil ihr Vater als Botschafter nach Österreich berufen wurde. Die weiche Wiener Sprache oder der schleifende Dreivierteltakt fliessen bei ihren Schubert-Interpretationen mit ein in die Klangidentität. Genau wie die Lust auf die Nuance. Dass ein Klavierbauer einmal über sie staunte: «Endlich eine Pianistin! Die anderen sind doch nur Fortisten!», das empfand sie als besonderes Kompliment.

    Dame Mitsuko Uchida

    Die Pianistin Mitsuko Uchida, geboren 1948 in Tokio, begann als Sechsjährige mit dem Klavierspiel. Nachdem ihr Vater als Botschafter Japans nach Wien berufen worden war, setzte sie ihre Ausbildung an der dortigen Musikhochschule bei Richard Hauser fort. Preise beim ARD-Wettbewerb in München 1966, beim Wiener Beethoven-Wettbewerb 1970 und bei der «Pianoforte Competition» in Leeds 1975 eröffneten ihre internationale Karriere. Im Zentrum ihres Repertoires steht das Klavierschaffen von Mozart, Beethoven, Schubert und der Zweiten Wiener Schule. Mitsuko Uchida konzertiert mit dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony, den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouworkest, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem London Symphony und dem London Philharmonic Orchestra; zu ihren Partnern am Pult zählen Gustavo Dudamel, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Vladimir Jurowski, Riccardo Muti, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle und Esa-Pekka Salonen. Seit 2016 ist Mitsuko Uchida «Artistic Partner» des Mahler Chamber Orchestra, mit dem sie vor allem Mozarts Klavierkonzerte zur Aufführung bringt. Rezitale führen sie regelmässig nach Wien, Berlin, Paris, Amsterdam, London, New York und Tokio sowie zu den Salzburger Festspielen und zur Salzburger Mozartwoche. Bei LUCERNE FESTIVAL war sie 2013 als «artiste étoile» zu erleben. Zweimal gewann Uchida den begehrten «Grammy»: 2011 für ihre Einspielung der Mozart-Konzerte mit dem Cleveland Orchestra, 2017 für ein Liedalbum mit Dorothea Röschmann. 2009 wurde Mitsuko Uchida zur «Dame Commander of the Order of the British Empire» ernannt, 2015 erhielt sie die Goldmedaille der Stiftung Mozarteum und den japanischen «Praemium Imperiale». Die Londoner Royal Philharmonic Society verlieh ihr die «Gold Medal», die University of Cambridge die Ehrendoktorwürde.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1990 mit dem Klavierkonzert von Schönberg; es musizierte das Cleveland Orchestra unter Leitung von Christoph von Dohnányi.

    Oktober 2019
     

     

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