Chorkonzert 2

Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern | Ulrike Grosch | Solisten

Brahms | Rheinberger | Dvořák

So, 07.04.17.00 UhrNr. 19102

Franziskanerkirche

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Preise (CHF)

CHF 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

06.04.-14.04. 2019

 

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    Chorkonzert 2

    Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern | Ulrike Grosch | Solisten

    Ulrike Grosch  Dirigentin
    Sophie Luise Hage  Violoncello
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Motette Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen? op. 74 Nr. 1
    Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901)
    Tribulationes aus den Fünf Hymnen op. 140
    Dextera Domini aus den Fünf Hymnen op. 140
    Elegie für Violoncello und Orgel op. 150 Nr. 5
    Präludium aus der Orgelsonate Nr. 7 f-Moll op. 127
    Cantus Missae. Messe Es-Dur op. 109
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Auszüge aus den Biblischen Liedern op. 99

    Eine «kleine Abhandlung über das grosse ‹Warum›» nannte Johannes Brahms die erste seiner beiden Motetten op. 74. Immer wieder behandelte er in seinen Chorwerken Fragen nach dem Glauben, dem Schicksal, dem Tod. Fragen, die ihn ein Leben lang umtrieben, weil er – bibelfest, aber freisinnig – keine einfachen Antworten parat hatte. Das Collegium Vocale zu Franziskanern stellt dem norddeutschen Protestanten, der in Wien seine Wahlheimat fand, nicht nur die Biblischen Lieder des Tschechen Antonín Dvořák, sondern auch Werke des Liechtensteiner Katholiken Josef Rheinberger gegenüber, der zeitgleich in München wirkte. Wie Brahms wahrte auch Rheinberger Distanz zur «neudeutschen» Schule um Franz Liszt und Richard Wagner. Und doch war er kein verstockter Traditionalist, wie seine Gegner glauben machen wollten. Der doppelchörige Cantus Missae etwa, neben den Orgelsonaten Rheinbergers bekanntestes Werk, wendet sich in seiner harmonischen Expressivität gegen die konservativ-puristische Strömung des Cäcilianismus, die der Kirchenmusik Experiment und Individualität austreiben wollte. 

    Mit freundlicher Unterstützung der Gedächtnisstiftung Peter Kaiser (1793-1864)

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

     

    Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern

    Das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern ging 2005 aus einem Interpretationsworkshop mit Ton Koopman hervor. Beheimatet an der Luzerner Franziskanerkirche, setzt sich das von Ulrike Grosch geleitete Ensemble vorwiegend aus Studierenden und Absolventen der Schweizer Musikhochschulen zusammen. Bei den Konzerten erhalten seine Mitglieder immer wieder die Gelegenheit, auch Solopartien zu übernehmen. Das Collegium profiliert sich mit anspruchsvollen und dramaturgisch ambitionierten Konzertprogrammen, bei denen A-cappella-Werke der klassischen Moderne in ein Wechselspiel mit anderen Epochen treten. Hinzu kommen thematisch angelegte Projekte, so zuletzt der Abend «Mémoire – Renouveau», der im Herbst 2018 zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg in Luzern und Zürich zu Gehör gelangte. Mit Monteverdis Marienvesper sowie Kompositionen von Bach und Schütz profilierten sich die Sängerinnen und Sänger auch im Bereich der Alten Musik, mit Mozarts Requiem traten sie im KKL Luzern auf. Einladungen führten das Ensemble zur Chorbiennale Aachen, zum Kirchenmusikfestival Oslo und zu den Internationalen Chortagen nach Berlin. Bei LUCERNE FESTIVAL interpretierte der Chor zuletzt im Frühjahr 2017 Werke von Bach, Poulenc und Messiaen.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Ulrike Grosch

    Ulrike Grosch ist Gründerin und musikalische Leiterin des Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern. Sie studierte zunächst Schulmusik in Frankfurt am Main und anschliessend Chorleitung bei Uwe Gronostay in Berlin. Seither war sie u. a. für den Rundfunkchor Berlin, den Niederländischen Rundfunkchor und für den Philharmonischen Chor Berlin tätig, mit dem sie 1997 in der Berliner Philharmonie debutierte. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie zudem mit Ton Koopman, für dessen Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten sie den Amsterdam Baroque Choir einstudierte. Ulrike Grosch koppelt ihre künstlerische mit der pädagogischen Arbeit: nach einer Dozentur an der Universität der Künste in Berlin folgte sie 2003 einem Ruf an die Hochschule Luzern – Musik und übernahm dort als Professorin eine Klasse für Chorleitung. Überdies ist sie Chorleiterin an der Luzerner Franziskanerkirche und gestaltet sowohl das chormusikalische Leben der Pfarrei als auch gesamtstädtische Musikprojekte mit überregionaler Ausstrahlung. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Alten Musik bis zur Chormusik des 20. Jahrhunderts. Bei LUCERNE FESTIVAL trat sie erstmals 2016 auf und dirigierte auch beim letzten Oster-Festival ein Konzert mit Werken von Anton Bruckner und Henri Tomasi.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Marián Krejčík

    Der tschechische Bariton Marián Krejčík, Jahrgang 1978, studierte zunächst Jura und Semiologie in Prag, sang aber damals schon in der Schola Gregoriana Pragensis, mit der er mehrere CDs aufnahm. Sein Gesangsstudium, das er bei Elisabeth Glauser und Björn Waag an der Musik-Akademie Basel absolvierte, schloss er 2009 ab. Regelmässig arbeitet Krejčík mit dem Collegium 1704, mit La Cetra, Le Parlement de Musique, dem Capriccio Basel oder der Holland Baroque Society zusammen. Als Operninterpret stellte er sich 2008 mit Händels Alcina am Hans-Otto-Theater in Potsdam vor. Er gastierte aber auch am Theater Basel in Purcells The Fairy Queen und am Theater Biel-Solothurn in Rossinis Il turco in Italia. Seit 2013 ist Marián Krejčík fest am Staatstheater Meiningen engagiert, wo er seither als Mozart-Interpret mit dem Papageno und dem Guglielmo, als Olivier in Strauss’ Capriccio und in Werken von Offenbach, Wagner und Lortzing zu erleben war.

    Februar 2019

    Sophie Luise Hage

    Die Cellistin Sophie Luise Hage, geboren 1986 in Berlin, wurde bereits im Alter von elf Jahren als Jungstudentin an die dortige Universität der Künste aufgenommen, wo sie bei Catalin Ilea und Markus Nyikos studierte. Ihr künstlerisches Diplom erhielt sie 2015 bei Peter Hörr in Leipzig; bis 2017 spezialisierte sie sich dann bei Christophe Coin und Petr Skalka an der Schola Cantorum Basiliensis auf das Spiel des Barockcellos und schloss diesen Studiengang mit Auszeichnung ab. Berufserfahrungen sammelte sie von 2011 bis 2013 als Akademistin am Staatstheater Wiesbaden; zudem musizierte sie mit dem Frankfurter Museumsorchester, dem Kammerorchester Mannheim und dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Heute konzertiert Sophie Luise Hage mit zahlreichen Barockensembles, so in Basel, Freiburg, Zürich, Hamburg und Berlin. Konzertreisen führten sie dabei durch ganz Europa, aber auch nach China, Korea, Kolumbien und in die USA.

    Februar 2019

     

    Tobias Willi

    Der 1976 geborene Organist Tobias Willi absolvierte sein Studium bei Guy Bovet an der Basler Musikhochschule sowie bei Olivier Latry und Michel Bouvard am Pariser Conservatoire. Seit 2015 ist er Hauptorganist an der Johanneskirche in Zürich. Daneben konzertiert er im In- und Ausland: Bereits im Sommer 2004 debutierte er mit einem Rezital bei LUCERNE FESTIVAL, später gastierte er bei «Toulouse-les-Orgues», in Paris beim Festival Présences sowie in Notre-Dame, beim Festival di Treviso, im Freiburger Münster, in den Kathedralen von Bourges und Monaco, in der Mariinsky Concert Hall St. Petersburg, in Haifa, Jerusalem, Bordeaux und Riga. Im Zentrum seines Repertoires steht die Musik vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart mit zahlreichen Uraufführungen. Gemeinsam mit dem Saxophonisten Lars Mlekusch bildet er das Duo Iridolon. Seit 2010 lehrt Tobias Willi als Professor für Orgel und Improvisation an der Zürcher Hochschule der Künste.

    Februar 2019

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