Chorkonzert 1

Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern | Capricornus Consort Basel | Ulrike Grosch

Bach | Poulenc | Messiaen

So, 02.04.17.00 UhrNr. 17102

Franziskanerkirche

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Preise (CHF)

CHF 60 60 30 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

01.04.-09.04. 2017

 

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    02.

    Apr

    Sonntag
    17.00

    Franziskanerkirche

    Chorkonzert 1

    Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern | Capricornus Consort Basel | Ulrike Grosch

    Ulrike Grosch  Dirigentin
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Komm, Jesu, komm BWV 229
    Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225
    Instrumentalsätze aus verschiedenen Kantaten
    Francis Poulenc (1899–1963)
    Quatre motets pour un temps de pénitence
    («Vier Motetten für eine Zeit der Busse»)
    Olivier Messiaen (1908–1992)
    Cinq rechants pour douze voix mixtes a cappella

    Nicht jeder Liebhaber geistlicher Musik glaubt an Gott – aber wer glaubt nicht an Johann Sebastian Bach, den «fünften Evangelisten», wie Albert Schweitzer ihn nannte? Bach vollbringt mit seiner Kunst das Wunder, Menschen verschiedenster Konfessionen und Nationen, Fromme wie Renegaten, von der Existenz einer höheren Wahrheit zu überzeugen, von der Ewigkeit, die theoretisch nicht fassbar und empirisch nicht zu beweisen ist. Ulrike Grosch und das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern ermöglichen mit ihrem Oster-Programm ungeahnte metaphysische Erfahrungen, denn auch in Olivier Messiaens Cinq rechants, dem Schlussteil seiner Tristan-Trilogie, geht es um die Unendlichkeit, um Liebe und Tod – ganz ohne religiöse Textgrundlage übrigens. Francis Poulenc wiederum, in jungen Jahren ein Pariser Lebemann, fand 1938/39 mit seinen Quatre motets pour un temps de pénitence zurück zum Katholizismus. Ulrike Grosch verschränkt die vier Stücke mit Instrumentalsätzen von Bach – und stellt Poulenc damit in eine jahrhundertealte Traditionslinie.

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    Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern

    Das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern ging 2005 aus einem Interpretationsworkshop mit Ton Koopman hervor. Beheimatet an der Luzerner Franziskanerkirche, setzt sich das von Ulrike Grosch geleitete Ensemble vorwiegend aus Studierenden der Schweizer Musikhochschulen zusammen. Bei den Konzerten erhalten seine Mitglieder immer wieder die Gelegenheit, auch Solopartien zu übernehmen, als künstlerisch-praktische Ergänzung ihrer Hochschulausbildung. Das Collegium profiliert sich mit anspruchsvollen und dramaturgisch ambitionierten Konzertprogrammen, bei denen A-cappella-Werke der klassischen Moderne in ein Wechselspiel mit anderen Epochen treten. Hinzu kommen thematisch angelegte Projekte etwa mit englischer Chormusik (2013) oder mit Werken aus der Zeit um 1950 von Villa-Lobos, Daniel-Lesur und Petrassi (2016). Mit Monteverdis Marienvesper sowie Kompositionen von Bach und Schütz profilierten sich die Sängerinnen und Sänger auch im Bereich der Alten Musik. Einladungen führten das Collegium Vocale zur Chorbiennale Aachen (2011), zum Kirchenmusikfestival Oslo (2014) sowie zu den Internationalen Chormusiktagen Berlin (2014). Bei LUCERNE FESTIVAL wirkte das Ensemble unter anderem 2012 bei einer Aufführung von Ives’ Vierter Sinfonie unter Leitung von Peter Eötvös mit.

    Februar 2017
     

    Capricornus Consort Basel

    Das 2006 gegründete Capricornus Consort Basel, benannt nach dem Komponisten Samuel Capricornus (1628–1665), widmet sich vorzugsweise der Aufführung selten gespielter Werke aus der Barockzeit. Der Primgeiger und künstlerische Leiter Peter Barczi schart dabei eine Gruppe von Musikerinnen und Musikern um sich, die sich meistenteils schon aus ihrer gemeinsamen Studienzeit an der Schola Cantorum Basiliensis kennen. Besonderen Wert legen sie auf die stilsichere, improvisatorische Ausgestaltung der musikalischen Komponenten, die von den Komponisten älterer Epochen noch nicht im Notentext fixiert wurden. Das Capricornus Consort wurde von renommierten Festivals wie den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle, dem Festival International de Musiques Sacrées Fribourg, den Oude Muziek Concerten im niederländischen Baarn, der Musicadia Bremen oder den Ettlinger Schlosskonzerten des SWR eingeladen. Es arbeitet regelmässig mit bekannten Sängern wie dem Countertenor Franz Vitzthum, dem Bariton Christian Immler oder der Sopranistin Miriam Feuersinger zusammen. Für seine CD mit Barockkantaten von Graupner, Bach und Kuhnau wurde es 2014 mit dem «Echo Klassik» und dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» ausgezeichnet. Bei LUCERNE FESTIVAL ist das Ensemble heute erstmals zu Gast.

    Februar 2017

    Ulrike Grosch

    Ulrike Grosch ist Gründerin und musikalische Leiterin des Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern. Sie studierte zunächst Schulmusik in Frankfurt am Main und anschliessend Chorleitung bei Uwe Gronostay in Berlin. Seither war sie u. a. für den Rundfunkchor Berlin, den Niederländischen Rundfunkchor und für den Philharmonischen Chor Berlin tätig, mit dem sie 1997 in der Berliner Philharmonie debutierte. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie zudem mit Ton Koopman, für dessen Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten sie den Amsterdam Baroque Choir einstudierte. Ulrike Grosch koppelt ihre künstlerische mit der pädagogischen Arbeit: Nach einer Dozentur an der Universität der Künste in Berlin folgte sie 2003 einem Ruf an die  Hochschule Luzern – Musik und übernahm dort als Professorin eine Klasse für Chorleitung. Überdies ist sie Chorleiterin an der Luzerner Franziskanerkirche und gestaltet sowohl das chormusikalische Leben der Pfarrei als auch gesamtstädtische Musikprojekte mit überregionaler Ausstrahlung. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Alten Musik bis zur Chormusik des 20. Jahrhunderts. Bei LUCERNE FESTIVAL dirigierte sie bisher ein Konzert: am 14. März 2016 mit dem Akademiechor Luzern und Werken von Schütz und Strawinsky.

    Februar 2017

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