Sinfoniekonzert 30

City of Birmingham Symphony Orchestra | Omer Meir Wellber | Gidon Kremer

Dvořák | Bartók

Sa, 15.09.16.30 UhrNr. 18356

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 30

    City of Birmingham Symphony Orchestra | Omer Meir Wellber | Gidon Kremer

    Gidon Kremer  Violine
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Konzertouvertüre Othello op. 93
    Béla Bartók (1881–1945)
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 Sz 36
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt

    Anfang der 1890er Jahre wurde Antonín Dvořák zum Geburtshelfer. Ausgerechnet er, der Tscheche, sollte herausfinden, wie eine originär amerikanische Musiksprache klingen könnte. Zu diesem Zweck hatte man ihn an das National Conservatory of Music in New York verpflichtet, wo er Komposition unterrichtete und mit dem Orchester der Hochschule arbeitete. Aber Dvořák vertiefte sich auch in das volksmusikalische Erbe, das er in den USA vorfand: Er liess sich Negro Spirituals vorsingen und studierte die Melodien der Indianer. Seine Erkenntnisse flossen in seine berühmteste Sinfonie ein, die Neunte, die den einamen Aus der Neuen Welt trägt. Dass sie zuweilen eher böhmisch wirkt – wen stört das schon? Die Musik ist eben eine Weltsprache. Das beweist auch dieses Konzert eines britischen Orchesters mit dem lettischen Stargeiger Gidon Kremer und dem israelischen Dirigenten Omer Meir Wellber.

    Radio SRF2 Kultur zeichnet das Konzert auf und sendet es am 24. Januar 2019, ab 20 Uhr in der Sendung «Im Konzertsaal».

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    City of Birmingham Symphony Orchestra

    Das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) wurde im Jahr 1920 gegründet und stellte sich mit einem Konzert unter Leitung des Komponisten Edward Elgar der Öffentlichkeit vor. Chefdirigenten wie Adrian Boult, George Weldon, Andrzej Panufnik und Louis Frémaux sorgten für die Profilierung des Orchesters; vor allem aber war es Simon Rattle, der das CBSO während seiner 18-jährigen Amtszeit (1980–98) in die internationale Spitzenklasse führen und die weltweite Reputation stärken konnte. Im Amt des Musikdirektors folgten ihm der Finne Sakari Oramo (1998–2008) und der Lette Andris Nelsons (2008–15); seit 2016 steht mit der jungen litauischen Maestra Mirga Gra-žinytė-Tyla erstmals eine Frau an der Spitze des CBSO. In der Saison 2018/19 wird sie mit dem Orchester unter dem Motto «The Baltic Way» 23 Konzerte mit baltischer Musik durchführen, zur Hundertjahrfeier der Gründung der baltischen Staaten. Als neuer Principal Guest Conductor stellt sich Kazuki Yamada vor, als «artist-in-residence» wird Gidon Kremer zu erleben sein. Das CBSO gestaltet jährlich rund 150 Konzerte: Neben klassischen Programmen präsentiert es die populären «Friday Night Classics» mit Ausflügen in die Film- und U-Musik, dazu ein umfangreiches Bildungs- und Erlebnisprogramm, das die Musiker auch in sozial benachteiligte Gebiete führt. Zur CBSO-Familie gehören sechs Chöre, das CBSO Jugendorchester, das die besten Nachwuchsmusiker der East und West Midlands versammelt, und eine grosse Anzahl von Kammerensembles. Regelmässig ist das CBSO bei den BBC Proms in London und beim Aldeburgh Festival zu Gast; im Rahmen der aktuellen Europatournee tritt es auch beim Edinburgh Festival und in Dortmund auf. Das Orchester, das 2011 den «Royal Philharmonic Society Music Award» erhielt, hat mehr als 200 CDs veröffentlicht, viele davon wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn unter der Leitung von Simon Rattle.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.cbso.co.uk.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Omer Meir Wellber

    Omer Meir Wellber, der 1981 in Israel geboren wurde, begann im Alter von fünf Jahren, Akkordeon und Klavier zu spielen. Ab seinem zehnten Lebensjahr erhielt er Kompositionsunterricht und stu­dierte diese Disziplin später bei Michael Wolpe. Von 2000 bis 2008 bildete er sich mit einem Stipendium der American-Israel Cultural Founda-
    tion an der Musikakademie Jerusalem fort und erhielt dort auch sein Rüstzeug zum Dirigieren. Schon in dieser Zeit leitete er die Israeli Sinfonietta, das Israel Chamber Orchestra sowie das Jerusalem und das Haifa Symphony Orchestra. 2005 gab er sein Debut an der New Israeli Opera in Tel Aviv, 2007 beim Israel Philharmonic Orchestra. 2008 wurde Omer Meir Wellber zum Assistenten von Daniel Baren­boim an der Staatsoper Berlin und der Mailänder Scala ernannt. Er dirigierte daraufhin auch bald selbst die Orchester beider Häuser und erhielt Einladungen an weitere renommierte Bühnen wie die Semperoper in Dresden oder das Teatro La Fenice in Venedig. Von 2010 bis 2014 war Wellber Musikdirektor am Palau de les Arts in Valencia, ab der Saison 2018/19 wird er der Dresdner Semperoper als Erster Gastdirigent verbunden sein. Die Wiener Festwochen betrauten ihn in den Jahren 2011 bis 2013 mit einer Verdi-Trilogie (Rigoletto, Il trovatore und La traviata), die Arena di Vero­na verpflichtete ihn für eine Neuproduktion der Aida. 2015 gab Omer Meir Wellber mit Boitos Mefistofele seinen Einstand an der Bayerischen Staatsoper, die ihn danach auch für Giordanos Andrea Chenier (2017) und Verdis Les Vêpres siciliennes (2018) verpflichtete. Als Konzertdirigent arbeitete Omer Meir Wellber bisher mit Orchestern wie dem London Philharmonic, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Sächsi­schen Staatskapelle Dresden, dem Bayerischen Staatsorchester und dem City of Birmingham Symphony Orchestra zusammen.

    Juli 2018

    Gidon Kremer

    Gidon Kremer, 1947 im lettischen Riga geboren, begann seine Violin­ausbildung im Alter von vier Jahren und wurde 1965 Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium. Bereits in jungen Jahren gewann er wichtige Auszeichnungen wie den «Premio Paganini» in Genua (1969) und den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau (1970). Gidon Kremer musizierte mit den renommiertesten Orchestern Europas und der USA und setzte mit seinen Aufführungen und Aufnahmen interpretatorische Mass­stäbe. Das Repertoire des Geigers umfasst neben den grossen Werken der Klassik und Romantik eine Reihe von Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei widmet er sich intensiv Komponisten wie Arvo Pärt, Alfred Schnittke, Sofia Gubaidulina, Valentin Silvestrov, Edison Denisow, Mieczysław Weinberg, Luigi Nono und Aribert Reimann. 1981 rief Gidon Kremer im österreichischen Lockenhaus ein Kammermusikfestival ins Leben, das er dreissig Jahre lang, bis 2011, leitete. Im Jahr 1996 gründete er die Kremerata Baltica, ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen baltischen Musikern besteht und mit dem er regelmässig auf interna­tio­nalen Bühnen und bei den grossen Festspielen gastiert. Kremer hat mehr als 120 CDs herausgebracht, die mit dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik», dem «Grand Prix du Disque» und dem «Grammy» ausgezeichnet wur­den. Ausserdem veröffentlichte er mehrere Bücher über die Musik und sein Leben; zuletzt erschienen 2013 seine Briefe an eine junge Pianistin. Für seine Verdienste wurde er mit zahlreichen Ehrungen bedacht, so mit dem Unesco-Preis, dem Ernst von Siemens Musikpreis, dem Frankfurter Musikpreis, dem «Premio dell’Accademia Musicale Chigiana» und dem Saeculum Musikpreis. 2016 erhielt er in Japan den mit 130.000 Euro dotierten «Praemium Imperiale». Gidon Kremer spielt auf einer Violine von Nicola Amati aus dem Jahre 1641.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. August 1999 mit Kanchelis Lament und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev.

    Juli 2018

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