Chorkonzert 2

Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks | Mariss Jansons | Solisten

Strawinsky | Hummel | Beethoven

Sa, 24.03.18.30 UhrNr. 18109

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

17.03.-25.03. 2018

 

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    Chorkonzert 2

    Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks | Mariss Jansons | Solisten

    (Howard Arman Einstudierung)

    Mariss Jansons  Dirigent
    Martin Angerer  Trompete
    Florian Boesch  Bassbariton
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Sinfonie in drei Sätzen
    Johann Nepomuk Hummel (1778–1837)
    Trompetenkonzert E-Dur
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Messe C-Dur op. 86

    «Aber lieber Beethoven, was haben Sie da denn wieder gemacht?» Nikolaus II. von Esterházy war indigniert. Als Beethoven am 13. September 1807 in Eisenstadt seine C-Dur-Messe zur Uraufführung brachte, stellte der Fürst diese denkwürdige Frage. Und wurde in einem Brief noch deutlicher: «Die Messe von Beethoven ist lächerlich und abscheulich», schrieb er wutentbrannt, «ich bin zornig und beschämt.» Adel verpflichtet – aber offenbar nicht zum Musikverständnis. Beethoven selbst wusste es besser: Die C-Dur-Messe lag ihm «vorzüglich am Herzen», als Werk des Friedens in einer kriegerischen Epoche. Anders als in der späten Missa solemnis setzt er hier weniger auf Überwältigung, sondern auf die sanfte Macht der Musik, die unmittelbar berührt, mit beschwingten, schlichten, reinen Klängen. Mariss Jansons koppelt diese selten gespielte Messkomposition mit dem E-Dur-Trompetenkonzert des Beethoven-Freundes Johann Nepomuk Hummel. Und mit der Sinfonie in drei Sätzen des grossen Beethoven-Verehrers Igor Strawinsky.

    Angebot: Mit dem Nachwuchs ins Konzert
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte für dieses Konzert erhalten Sie eine gleichwertige Freikarte für Ihre jugendliche Begleitung dazu. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis einschliesslich 17 Jahre – solange der Vorrat reicht. Ihre Konzertkarten können Sie telefonisch unter der Nummer +41(0)41 226 44 80 bestellen: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr sind wir für Sie da.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Das 1949 gegründete Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Als erster Chefdirigent leistete Eugen Jochum die Aufbauarbeit und führte das Orchester nicht zuletzt durch seine Bruckner-Interpretationen zu internationalem Renommee. Ihm folgte Rafael Kubelík (1961–79), der das Repertoire um Werke slawischer Komponisten erweiterte, einen ersten Mahler-Zyklus dirigierte und sich auch für die Musik des 20. Jahrhunderts einsetzte. Mit Sir Colin Davis wirkte von 1983 bis 1992 ein ausgewiesener Berlioz-Spezialist an der Spitze des Orchesters, der sich auch intensiv dem Mozart-Repertoire und dem Schaffen britischer Komponisten widmete. Lorin Maazel hatte von 1993 bis 2002 die Chefposition inne und präsentierte Zyklen der sinfonischen Werke von Beethoven, Brahms, Bruckner, Schubert und Mahler. Seit Oktober 2003 amtiert Mariss Jansons als Chefdirigent und erarbeitet ein breites Repertoire von Haydn bis zu Schostakowitsch und Komponisten der Gegenwart. Viele renommierte Gastdirigenten haben das Orchester geleitet: von Otto Klemperer und Karl Böhm über Sir Georg Solti, Carlo Maria Giulini und Leonard Bernstein bis zu heutigen Stars wie Herbert Blom-stedt, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Daniel Harding, Sir Simon Rattle oder Franz Welser-Möst, die in der Saison 2018/19 am Pult stehen. Mit seinem Konzertzyklus im Rahmen der «musica viva» bringt das Orchester regelmässig neue Werke zur Uraufführung. Tourneen führen das BR-Symphonieorchester rund um die Welt: Zuletzt konzertierten sie im November 2018 unter Zubin Mehta in Taiwan, Japan (der Auftritt wurde von führenden japanischen Musikkritikern auf Platz 1 der «Besten Konzerte 2018» gewählt) sowie Korea und gingen im März 2019 mit Mariss Jansons auf Europareise. Seit 2004 ist das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks alljährlich «in residence» beim Luzerner Oster-Festival.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 28. August 1965 mit Werken von Bartók und Bruckner unter Rafael Kubelík.

    Februar 2019

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    Chor des Bayerischen Rundfunks

    Der Chor des Bayerischen Rundfunks wurde 1946 gegründet und bringt seither die grosse chorsinfonische Literatur und Oratorien vom Barock bis zur Gegenwart vor allem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zur Aufführung. Dessen Chefdirigenten verantworteten auch stets die künstlerischen Geschicke des Chors: von Eugen Jochum über Ra-
    fael Kubelík, Sir Colin Davis und Lorin Maazel bis zu Mariss Jansons. Gerühmt werden die Flexibilität des Chors und die stilistische Vielfalt seines Repertoires. Binnen kürzester Zeit ist das Ensemble in der Lage, von der Klang-askese eines Renaissance-Madrigals zu einem romantischen Chorwerk oder den vokaltechnischen Herausforderungen zeitgenössischer Musik zu wechseln und dabei immer seine besondere Homogenität im Klangbild zu bewahren. Bei seiner eigenen Abonnementsreihe im Münchner Prinzregententheater widmet sich der Chor neben dem klassischen Werkkanon auch Crossover-Projekten oder dem Jazz. Seit Beginn der Saison 2016/17 ist der 1954 geborene Brite Howard Arman als Künstlerischer Leiter tätig. Arman stand zuvor, von 1998 bis 2013, an der Spitze des MDR Rundfunkchors in Leipzig und amtierte von 2011 bis 2016 als Musikdirektor am Luzerner Theater. Regelmässige Gastspiele und Einladungen zu den renommierten europäischen Musikfestivals prägen das Profil des Chors; dabei arbeitet er auch mit anderen europäischen Spitzenorchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam oder der Sächsischen Staatskapelle Dresden zusammen. Hinzu kommen Konzerte mit Originalklangensem-bles wie Concerto Köln, B’Rock oder der Akademie für Alte Musik Berlin. Für seine Einspielungen wurde der Chor des Bayerischen Rundfunks schon wiederholt mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet; 2015 wurde ihm der Bayerische Staatspreis für Musik zuerkannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1965 mit Janáčeks Aus einem Totenhaus unter Leitung von Rafael Kubelík.

    Februar 2018

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    Mariss Jansons

    Mariss Jansons wurde 1943 in Riga als Sohn des Dirigenten Arvīds Jansons geboren. Er studierte am Leningrader Konservatorium die Fächer Violine, Klavier und Dirigieren und vervollständigte seine Ausbildung als Schüler von Hans Swarowsky in Wien und bei Herbert von Karajan in Salzburg. 1971 war Jansons Preisträger beim Dirigentenwettbewerb der Karajan-Stif-
    tung in Berlin, im selben Jahr ernannte ihn Evgeny Mravinsky zu seinem Assistenten bei den Leningrader Philharmonikern. Von 1979 bis 2000 amtierte Jansons als Musikdirektor beim Philharmonischen Orchester Oslo, von 1997 bis 2004 war er Chefdirigent des Pittsburgh Symphony Orchestra. Seit 2003 hat Mariss Jansons die Leitung beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks inne. Ab 2004 stand er ausserdem für elf Jahre dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam vor, das ihn 2015 zu seinem Ehrendirigenten ernannte. Als Gast arbeitet Mariss Jansons mit den besten Orchestern in den USA und Europa, darunter die Berliner und die Wiener Philharmoniker, deren Neujahrskonzert er schon dreimal, in den Jahren 2006, 2012 und 2016, dirigierte. Seine Diskographie umfasst viele preisgekrönte Aufnahmen, darunter die mit einem «Grammy» ausgezeichnete Dreizehnte Sinfonie von Schostakowitsch. Mariss Jansons ist Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, der Royal Academy of Music in London und der Berliner Philharmoniker, die ihn auch mit der Bülow-Medaille würdigten. Die Stadt Wien überreichte ihm das Goldene Ehrenzeichen, der Staat Österreich das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, die Bundesrepublik Deutschland das Grosse Verdienstkreuz mit Stern. 2013 wurde Jansons, der auch Träger des Bayerischen Maximiliansordens, des Ordens vom Niederländischen Löwen und «Commandeur des Arts et des Lettres» ist, der «Ernst von Siemens Musikpreis» verliehen; 2017 erhielt er die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society London, vor zwei Wochen den Léonie-Sonning-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. April 1992 mit dem London Symphony Orchestra: Auf dem Programm standen Werke von Weber, Strauss und Mahler.

    Februar 2018

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    Martin Angerer

    Der Trompeter Martin Angerer, geboren 1977 in Graz, wurde 1992 an die Universität für Musik und Darstellende Kunst in seiner Heimatstadt aufgenommen und absolvierte dort die Klasse von Stanko Arnold. Nach seinem Examen als Magister artium, das er mit Auszeichnung ablegte, entschied er sich für ein ergänzendes Auslandsstudium in Schweden bei Bo Nilsson und Håkan Hardenberger. Seine Ausbildung beschloss Martin Angerer dann bei Hans Gansch am Salzburger Mozarteum. In zahlreichen Meisterkursen, so u. a. bei Maurice André, Pierre Thibaud und Adolph «Bud» Herseth, erhielt er weitere wichtige Anregungen. Seit 1996 ist der mehrfache Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe Mitglied im Ensemble Wiener Collage, das unter dem Patronat der Wiener Philharmoniker steht und regelmässig mit bekannten zeitgenössischen Komponisten zusammenarbeitet; überdies gehört er der Formation The Art of Trumpet Vienna an. Sein erstes Fest-engagement erhielt Martin Angerer im Jahr 2000, als er zum Ersten Trompeter des Grazer Symphonischen Orchesters berufen wurde. 2007 verpflichtete ihn Daniel Barenboim als Solo-Trompeter zur Staatskapelle Berlin; dort unterrichtete er als Mentor auch in der Orchesterakademie. Seit 2011 bekleidet er dieselbe Position im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Gast spielte Angerer u. a. im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Münchner Philharmonikern, in der Filarmonica della Scala, im Gewandhausorchester Leipzig, im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Er trat bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen auf und bereiste auf Tourneen viele europäische Länder sowie die USA und Japan.

    Februar 2018

    Julia Kleiter

    Die Sopranistin Julia Kleiter, die aus dem hessischen Limburg stammt und in Hamburg bei William Workman sowie in Köln bei Klesie Kelly-Moog Gesang studierte, begann ihre interna-
    tionale Karriere 2004 als Pamina in einer Inszenierung der Zauberflöte von Robert Wilson an der Opéra national de Paris; Claudio Abbado verpflichtete sie daraufhin in der derselben Rolle für Aufführungen in Reggio Emilia, Ferrara, Baden-Baden und Edinburgh. Auch Nikolaus Harnoncourt zählte schon früh zu den Mentoren der Sängerin: 2006 gestaltete sie unter seiner Leitung die Serpetta in Mozarts La finta giardiniera am Opernhaus Zürich und 2008 die Ilia in Idomeneo bei der styriarte in Graz. Seit 2006 tritt Julia Kleiter regelmässig bei den Salzburger Festspielen auf: Sie debutierte dort als Celia in Mozarts Lucio Silla und kehrte später als Pamina (2012 unter Harnoncourt), als Emma in Schuberts Fierabras (2014) und als Fiordiligi in Così fan tutte (2016) zurück. Auch an der Dresdner Semperoper, der New Yorker Metropolitan Opera, der Chicago Lyric Opera und der Bayerischen Staatsoper war Julia Kleiter zu Gast. Mit der Partie der Eva aus den Meistersingern, die sie erstmals 2015 an der Berliner Staatsoper sang, erweiterte sie ihr Repertoire ins Wagner-Fach. Im Herbst 2017 gab sie an der Mailänder Scala ihr Rollendebut als Agathe in Webers Freischütz, für 2019 ist ihr Einstand am Londoner Royal Opera House geplant, den sie mit Mozarts Figaro-Gräfin feiern wird. Julia Kleiter ist eine gefragte Liedinterpretin, wobei sie zuweilen auch in der Duokonstellation mit ihrem Onkel, dem Tenor Christoph Prégardien, konzertiert; mit ihm hat sie das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf auf CD eingespielt. Als Konzertsängerin arbeitet sie mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Daniel Harding, René Jacobs, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Marc Minkowski und Riccardo Muti zusammen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2006 mit Liedern von Haydn, Wolf und Strauss, begleitet von Hilko Dumno.

    Februar 2018

    Gerhild Romberger

    Die deutsche Mezzosopranistin Gerhild Romberger, die aus dem Emsland stammt, studierte zunächst Schulmusik an der Musikhochschule in Detmold; dort schloss sie auch ihre Gesangsausbildung bei Heiner Eckels mit dem Konzertexamen ab. Darüber hinaus absolvierte sie Kurse für Liedgestaltung bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. Von Beginn ihrer Kar-riere an hat sich Gerhild Romberger ganz auf den Konzertgesang konzentriert. Dabei spannt sich ihr Repertoire von barocken Oratorien, Kantaten und Passionsmusiken über die Klassik und Romantik bis hin zur Vokalmusik des 20. Jahrhunderts. Regelmässig hat Gerhild Romberger mit Manfred Honeck zusammengearbeitet, der sie für die Mezzo- und Altpartien in den Mahlerschen Sinfonien, für Mozarts Requiem, Beethovens Missa solemnis und für die Grosse Messe von Walter Braunfels verpflichtete. Beim Gewandhausorchester Leipzig war sie unter Riccardo Chailly zu hören, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Hai-
    tink. Ausserdem konzertierte sie mit den Berliner Philharmonikern und Gustavo Dudamel, dem Los Angeles Philharmonic und Herbert Blomstedt sowie den Bamberger Symphonikern unter Daniel Harding und trat mit Franz Welser-Möst an der Mailänder Scala auf. In der Spielzeit 2017/18 war Gerhild Romberger bereits mit Mahlers Lied von der Erde in Helsinki, Stockholm und Berlin zu hören; in Madrid und Mailand sang sie in Mahlers Dritter, mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle wird sie Schumanns Paradies und die Peri interpretieren. Ausserdem widmete sie sich im Januar 2018 beim NDR Elbphilharmonie Orchester Hindemiths When Lilacs Last in the Dooryard Bloom’d. Für ihre Einspielung des Lieds von der Erde in der Fassung für Kammerorchester erhielt sie 2015 den «Echo Klassik». Seit 2003 lehrt Gerhild Romberger als Professorin für Gesang in Detmold.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 2013 mit Mahlers Zweiter, der Auferstehungssinfonie, unter der Leitung von Mariss Jansons.

    Februar 2018

    Christian Elsner

    Der Tenor Christian Elsner, der aus Freiburg im Breisgau stammt, studierte bei Martin Gründler an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er auch die Liedklasse von Charles Spencer absolvierte; wichtige Anregungen empfing er überdies durch den Unterricht bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Von Anfang an bildete das Lied- und Konzertrepertoire den Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit, die ihn bis in die New Yorker Carnegie Hall, an die Mailänder Scala oder in die Suntory Hall nach Tokio geführt hat. Dabei arbeitete Christian Elsner mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Marek Janowski, Mariss Jansons, Lorin Maazel, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin oder Sir Simon Rattle zusammen. Mit Pianisten wie Hartmut Höll, Gerold Huber oder Burkhard Kehring gab er Liederabende in Frankfurt, Hamburg, Dresden, München, Brüssel und bei der Schubertiade in Feldkirch. Neben diesen Aktivitäten hat Elsner jedoch auch mehrfach Opernengagements angenommen und war u. a. als Siegmund in Wagners Walküre an der Sächsischen Staatsoper Dresden, als Parsifal an der Wiener Staatsoper und am Teatro Real in Madrid oder als Florestan in Beethovens Fidelio am Grand Théâtre de Genève zu Gast. In den letzten beiden Jahren sang Christian Elsner Mahlers Lied von der Erde mit den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink, Haydns Schöpfung mit der Staatskapelle Berlin unter Zubin Mehta und Dvořáks Requiem unter Hartmut Haenchen am Théâtre Royal de la Monnaie. Im April 2018 ist er mit Beethovens Missa solemnis unter Marek Janowski in Weimar zu hören, im Mai wirkt er an einer von Fabio Luisi dirigierten Aufführung von Mendelssohns Paulus beim Maggio Musicale in Florenz mit. Christian Elsner, der als Professor für Gesang an den Hochschulen von Karlsruhe und Würzburg lehrt, ist Autor mehrerer Kinderbücher; zuletzt erschien Lennie und Der Ring des Nibelungen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 31. August 2003 mit Liszts Faust-Sinfonie unter Leitung von Ingo Metzmacher.

    Februar 2018

     

    Florian Boesch

    Der österreichische Bariton Florian Boesch, der aus einer Wiener Sänger-
    familie stammt, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht von seiner Grossmutter Ruthilde Boesch, ehe er ab 1997 an der Wiener Universität für Musik studierte, wo er die Lied- und Oratorienklasse von Robert Holl absolvierte. Er begann seine internationale Karriere im Jahr 2003 als Papageno am Opernhaus Zürich. Seither ist Boesch Stammgast auf vielen führenden Bühnen. So sang er 2017 den Méphistophélès in Berlioz’ La Damnation de Faust an der Berliner Staatsoper, unter der Leitung von Sir Simon Rattle; in der laufenden Saison war er bereits als Titelheld in Bergs Wozzeck und Händels Saul am Theater an der Wien zu erleben. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verband Florian Boesch mit Nikolaus Harnoncourt: Gemeinsam interpretierten sie Werke von Monteverdi, Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven bei der styriarte, den Salzburger Festspielen und den Berliner Philharmonikern. Auch mit Ivor Bolton, Gustavo Dudamel, Iván Fischer, Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Sir Roger Norrington und Robin Ticciati hat Florian Boesch konzertiert. 2014/15 war er «artist-in-residence» in der Londoner Wigmore Hall, 2016/17 hatte er dieselbe Position am Wiener Konzerthaus inne. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist der Liedgesang: Mit Rezitalen stellte er sich bei der Schubertiade, beim Edinburgh Festival, im Amsterdamer Concertgebouw, im Konzerthaus Dortmund, in der Philharmonie Luxemburg und im Wiener Musikverein vor. Gemeinsam mit der Tiroler Musicbanda Franui entwickelte er das Projekt Alles wieder gut, das er im Frühjahr 2018 in Brüssel und in der Hamburger Elbphilharmonie präsentieren wird. Für seine Einspielung mit Loewe-Balladen erhielt Florian Boesch 2012 der «Edison Award». Seine jüngste CD, die im Herbst 2017 erschien, ist Schuberts Winterreise gewidmet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2006 als Poeta in Salieris Prima la musica, poi le parole unter der Leitung von David Stern.

    Februar 2018

     

    Weitere Termine

    Konzerteinführung mit Susanne Stähr | 17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium

    Patronatskonzert der Freunde LUCERNE FESTIVAL