Sinfoniekonzert 4 – «räsonanz» Stifterkonzert

Chamber Orchestra of Europe | LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Heinz Holliger | Solisten

Schönberg | Beethoven | Kurtág | Holliger

Mo, 20.08.19.30 UhrNr. 18309

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 70 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 4 – «räsonanz» Stifterkonzert

    Chamber Orchestra of Europe | LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Heinz Holliger | Solisten

    Heinz Holliger  Dirigent
    Miklós Perényi  Violoncello
    Arnold Schönberg (1874–1951)
    Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur für fünfzehn Soloinstrumente op. 9
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate Es-Dur op. 27 Nr. 1 Sonata quasi una fantasia
    György Kurtág (*1926)
    quasi una fantasia … für Klavier und im Raum verteilte Instrumentalgruppen op. 27 Nr. 1
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate cis-Moll op. 27 Nr. 2 Sonata quasi una fantasia
    György Kurtág (*1926)
    Doppelkonzert für Klavier, Violoncello und zwei im Raum verteilte Kammerensembles op. 27 Nr. 2
    Heinz Holliger (*1939)
    COncErto? Certo! cOn soli pEr tutti (… perduti? …)! für Orchester

    räsonanz Stifterkonzert. Eine Initiative der Ernst von Siemens Musikstiftung, in Kooperation mit LUCERNE FESTIVAL und musica viva des Bayerischen Rundfunks.

    Mehr zur räsonanz Initiative lesen sie hier.

    Mit der neuen Reihe räsonanz hat es sich die Ernst von Siemens Musikstiftung zur Aufgabe gemacht, die zeitgenössische Orchestermusik zu fördern: so auch durch ein jährliches Konzert bei LUCERNE FESTIVAL. Den Auftakt bildeten Wolfgang Rihms Requiem-Strophen, die 2017 beim Oster-Festival erklangen. Die Fortsetzung folgt nun mit György Kurtág und zwei Werken, die als «Raummusiken» konzipiert sind. Einzelne Instrumentengruppen werden dabei im Saal verteilt – die Hörer befinden sich also mitten im musikalischen Geschehen. Da sich Kurtág mit einer dieser Kompositionen, mit … quasi una fantasia …, ganz konkret auf Ludwig van Beethoven und seine ebenfalls so benannten Klaviersonaten op. 27 bezieht, wird Sir András Schiff, ohnehin Solist bei Kurtág, auch diese beiden Werke interpretieren. Und Dirigent Heinz Holliger ist ebenfalls mit einer eigenen Partitur zu erleben: COncErto? Certo! cOn soli pEr tutti (… perduti? …)! schrieb er für das Chamber Orchestra of Europe (COE), das – wie könnte es anders sein? – natürlich an diesem Abend im Einsatz ist.

    Podcast «Kinderszenen»: Ludwig van Beethoven
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr (Link).

    Chamber Orchestra of Europe

    Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni; hinzu kamen zahlreiche Konzerte insbesondere mit Werken von Schubert und Brahms. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. In der Saison 2016/17 arbeitete das COE u. a. mit Piotr Anderszewski, Renaud Capuçon, Vladimir Jurowski und Sir András Schiff zusammen. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Seguin musizierte es im Juli 2017 in Baden-Baden Mozarts La clemenza di Tito. Ein Stammgast am Pult des COE ist Bernard Haitink, mit dem das Orchester bei LUCERNE FESTIVAL die Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann interpretiert hat; im Januar 2017 gastierte es mit Haitink im Amsterdamer Concertgebouw. Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurden mit mehr als 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschienen Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit Carolin Widmann; dieses Jahr kommen dann sämtliche Sinfonien Mendelssohns unter Leitung von Nézet-Séguin heraus.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. August 1986 mit Werken von Prokofjew, Mendelssohn und Brahms unter Claudio Abbado. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.coeurope.org.

    April 2017

     

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    LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

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    Heinz Holliger

    Heinz Holliger wurde 1939 in Langenthal im Kanton Bern geboren. Er studierte in Bern, Paris und Basel die Fächer Oboe (bei Émile Cassagnaud und Pierre Pierlot), Klavier (bei Sava Savoff und Yvonne Lefébure) sowie Komposition (bei Sándor Veress und Pierre Boulez). Seine internationale Karriere als Oboist, die ihn in die grossen Musikzentren aller fünf Kontinente geführt hat, begann 1959, als er den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf gewann; 1961 siegte er überdies beim ARD-Musikwettbewerb in München – und feierte seinen Einstand bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem heutigen LUCERNE FESTIVAL. Heinz Holliger hat die spieltechnischen Möglichkeiten seines Instruments erweitert und setzt sich bis heute mit Nachdruck für die zeitgenössische Musik wie auch für weniger bekannte Werke ein. Zahlreiche Komponisten, unter ihnen Henze, Ligeti und Lutosławski, widmeten ihm neue Partituren. 1977 nahm Heinz Holliger seine Dirigentenlaufbahn auf, die ihn bald zu den renommiertesten Orchestern brachte, zu den Berliner und den Wiener Philharmonikern etwa, zum Cleveland Orchestra, zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam oder zum Philharmonia Orchestra. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Chamber Orchestra of Europe. Mit seinem eigenen Schaffen präsentierte sich Heinz Holliger 1998 als «composer-in-residence» bei den IMF Luzern. 2002 wurde seine Oper Schneewittchen in Zürich uraufgeführt, und dort kommen 2018 auch seine Lenau-Szenen Lunea heraus. Holliger wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, darunter der Sonning-Musikpreis (1987), der Frankfurter Musikpreis (1988), der Siemens-Musikpreis (1991), der Premio Abbiati der Biennale di Venezia (1995), der Zürcher Festspielpreis (2007) und zuletzt der Robert-Schumann-Preis (2017). Seit 2016 ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 31. August 1961 als Oboist mit Veress’ Passacaglia concertante.

    April 2017

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    Sir András Schiff

    Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász, später setzte er sein Studium bei Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados in seiner Heimatstadt sowie bei George Malcolm in London fort. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen die Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat András Schiff den kompletten Zyklus aller Klaviersonaten Beethovens in mehr als zwanzig Städten aufgeführt und auf CD eingespielt. Regelmässig tritt er mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf; einen Schwerpunkt setzt er indes auf die Interpretation der Klavierkonzerte von Bach, Beethoven und Mozart unter eigener Leitung. Zu diesem Zweck gründete er 1999 die Cappella Andrea Barca, doch auch mit dem Chamber Orchestra of Europe arbeitet er eng zusammen. Seit früher Jugendzeit ist András Schiff überdies ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, von 1995 bis 2013 die Ittinger Pfingstkonzerte (gemeinsam mit Heinz Holliger), und seit 1998 führt er in Vicenza die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» durch. András Schiff, seit 2006 Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn, wurde mit dem Robert-Schumann-Preis (2011), der Goldenen Mozart-Medaille (2012) und der Goldmedaille der Londoner Royal Philharmonic Society (2013) ausgezeichnet. Im Juni 2014 erhob ihn Queen Elizabeth II. in den Adelsstand, seit Dezember 2014 ist er Ehrenbürger von Vicenza. 2017 erschien sein Buch Musik kommt aus der Stille, das Essays und Gespräche mit Martin Meyer enthält. Sir András Schiff hat gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezogen. Nach beleidigenden Angriffen von Seiten ungarischer Nationalisten zog er die Konsequenz, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) mit einem Rezital am 21. August 1990 und Werken von Janáček, Bartók, Schubert und Haydn.

    Februar 2018

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    Miklós Perényi

    18.30 Uhr | Konzerteinführung | KKL Luzern, Auditorium
    Heinz Holliger im Gespräch mit Mark Sattler