Sinfoniekonzert 2

Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Solisten

Mozart | Mahler

So, 13.08.18.30 UhrNo. 17305

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    13.

    Aug

    Sonntag
    18.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 2

    Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Solisten

    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonie C-Dur KV 425 Linzer Sinfonie
    Gustav Mahler (1860–1911)
    Ausgewählte Lieder aus Des Knaben Wunderhorn

    Gustav Mahler war zeitlebens ein passionierter Leser, der sich auf dem Olymp der Literatur ganz zuhause fühlte. Wenn er aber Lieder komponierte, dann vertonte er nicht etwa Goethe, Eichendorff oder Heine, sondern griff lieber zu den Volksdichtungen aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn. Warum? Weil Mahler glaubte, dass diese Gedichte die menschlichen Gefühle und Stimmungen unverfälscht und authentisch zum Ausdruck bringen, weil er sie also für «Lyrik aus erster Hand» hielt. In seinen beiden Konzerten mit dem Chamber Orchestra of Europe stellt Bernard Haitink das Liedschaffen Mahlers in den Mittelpunkt. Für die grandiosen Wunderhorn-Lieder, die zwischen abgrundtiefer Trauer, Rebellion und Humoreske pendeln, hat er mit Christian Gerhaher, dem ingeniösen Mahler-Interpreten, und der jungen Sopranistin Anna Lucia Richter, die bereits mit Mahlers Vierter und Achter Sinfonie das Luzerner Publikum begeisterte, zwei begnadete Liedsänger für das Projekt gewinnen können. Und koppeln wird er Mahler mit Mozart: zum Auftakt mit der Linzer Sinfonie.

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    Chamber Orchestra of Europe

    Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni; hinzu kamen zahlreiche Konzerte insbesondere mit Werken von Schubert und Brahms. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. In der Saison 2016/17 arbeitete das COE u. a. mit Piotr Anderszewski, Renaud Capuçon, Vladimir Jurowski und Sir András Schiff zusammen. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Seguin musizierte es im Juli 2017 in Baden-Baden Mozarts La clemenza di Tito. Ein Stammgast am Pult des COE ist Bernard Haitink, mit dem das Orchester bei LUCERNE FESTIVAL die Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann interpretiert hat; im Januar 2017 gastierte es mit Haitink im Amsterdamer Concertgebouw. Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurden mit mehr als 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschienen Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit Carolin Widmann; dieses Jahr kommen dann sämtliche Sinfonien Mendelssohns unter Leitung von Nézet-Séguin heraus.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. August 1986 mit Werken von Prokofjew, Mendelssohn und Brahms unter Claudio Abbado. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.coeurope.org.

    April 2017

     

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink wurde 1929 in Amsterdam geboren. 1954 stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 zum Chefdirigenten berief: 27 Jahre sollte er dort die Verantwortung tragen. Weitere Chefpositionen führten Haitink zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitete Bernard Haitink u. a. die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2016/17 arbeitete er auch mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestra Mozart sowie dem Orchester der Mailänder Scala zusammen. Das 19. und das frühe 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt seines Repertoires – insbesondere seine Bruckner-, Mahler- und Schostakowitsch-Deutungen setzten Massstäbe; doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen sämtlicher Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge ist er dem Festival verbunden, führt er doch seit 2011 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten durch. Bernard Haitink ist Ehrendirigent des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 empfing er die höchste zivile Ehrung seines Heimatlands und wurde zum Commander im «Orden vom Niederländischen Löwen» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    April 2017

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    Anna Lucia Richter

    Die deutsche Sopranistin Anna Lucia Richter, Jahrgang 1990, entstammt einer grossen Musikerfamilie. Nach erstem Gesangsunterricht bei ihrer Mutter Regina Dohmen wurde sie von Kurt Widmer und Klesie Kelly-Moog ausgebildet. 2011 gewann sie den Mendelssohn-Preis, 2012 den Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau. Anna Lucia Richter ist eine passionierte Liedinterpretin und stellte sich mit Rezitalen beim Heidelberger Frühling, bei der Schubertiade in Schwarzenberg und der Ruhrtriennale, in der Londoner Wigmore Hall, im Amsterdamer Concertgebouw und in der New Yorker Park Avenue Armory vor. Dabei arbeitete sie mit Pianisten wie Hartmut Höll, Gerold Huber, Michael Gees und Igor Levit zusammen. Wolfgang Rihm komponierte für sie den Liedzyklus Ophelia Sings. Auf der Opernbühne war Anna Lucia Richter als Zerlina im Don Giovanni an der Deutschen Oper am Rhein und als Pamina in der Zauberflöte am Aalto-Theater in Essen zu erleben. Als Eurydice und La Musica wirkte sie in einer Produktion von Monteverdis L’Orfeo mit, die Sasha Waltz inszenierte und Pablo Heras-Casado dirigierte. Im Frühjahr 2017 gastierte sie mit Henzes Elegie für junge Liebende am Theater an der Wien; zum Auftakt der Saison 2017/18 wird sie als Servilia in Mozarts La clemenza di Tito unter der Leitung von Teodor Currentzis in Bremen, Genf, Dortmund und Paris auftreten. Anna Lucia Richter war als Konzertsängerin mit dem London Symphony, dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Orchestre de Paris, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu hören. Auf CD veröffentlichte sie ein Album mit Eichendorff-Liedern, Brahms’ Requiem und Schumanns Der Rose Pilgerfahrt. 2016 wurde Anna Lucia Richter mit dem «Borletti Buitoni Trust Award» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL zur Eröffnung des Sommer-Festivals 2015 als sie Mahlers Vierte Sinfonie mit dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA unter Bernard Haitink interpretierte.

    Juni 2017

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    Christian Gerhaher

    Parallel zu seinem Medizinstudium liess der 1969 in Straubing geborene Bariton Christian Gerhaher seine Stimme an der Münchner Musikhochschule ausbilden, wo er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gerold Huber die Liedklasse von Friedemann Berger absolvierte. Ausserdem besuchte er Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh. Im Mittelpunkt von Gerhahers künstlerischer Arbeit steht der Liedgesang, wobei er sich nicht nur dem grossen Repertoire der Romantik widmet, sondern auch neue Werke zur Uraufführung bringt, so etwa Zyklen von Heinz Holliger, Jörg Widmann und Wolfgang Rihm. 2016/17 war er mit Liederabenden in Salzburg, München Berlin, Paris, Mailand, London und auf einer grossen USA-Tournee zu hören; dabei interpretierte er u. a. Brahms’ Die schöne Magelone, die er im Frühjahr 2017 auch auf CD vorlegte. Neben seinen Auftritten im Konzertsaal widmet sich Gerhaher ausgewählten Opernprojekten: So gestaltete er die Partie des Papageno in der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen und die Titelrolle in Henzes Der Prinz von Homburg am Theater an der Wien. Als Monteverdis Orfeo, Mozarts Don Giovanni und Debussys Pelléas trat er an der Oper Frankfurt auf, als Bergs Wozzeck am Opernhaus Zürich und als Posa in Verdis Don Carlo an der Bayerischen Staatsoper. Seine Paradepartie aber ist der Wolfram in Wagners Tannhäuser; 2011 wurde ihm für sein Rollenportrait der «Laurence Olivier Award» verliehen. Eine enge Zusammenarbeit pflegt Gerhaher mit den Berliner Philharmonikern, die ihn 2013/14 als «artist-in-residence» verpflichtet hatten. In der vergangenen Saison brachte er dort Mahlers Lied von der Erde unter Bernard Haitink zur Aufführung. Christian Gerhahers CD-Einspielungen wurden vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem «International Opera Award»; 2016 wurde ihm der Musikpreis des Heidelberger Frühlings verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 5. April 2003 mit Haydns Oratorium Die Schöpfung unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

    April 2017

    Weitere Termine

    17:30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium