Sinfoniekonzert 7

Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Sir András Schiff

Beethoven

Do, 23.08.19.30 UhrNr. 18313

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    23.

    Aug

    Donnerstag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 7

    Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Sir András Schiff

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Ouvertüre Nr. 2 zur Oper Leonore op. 72a
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
    Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale

    Der grosse Beethoven-Zyklus, den Bernard Haitink und das Chamber Orchestra of Europe 2008/09 bei LUCERNE FESTIVAL aufführten, zählt zu den Sternstunden in der jüngeren Festspielgeschichte. Haitink zog darin nicht nur die Summe eines halben Jahrhunderts von Erfahrungen mit diesem Komponisten – er brach vielmehr zu neuen Ufern auf, mit den jüngsten Erkenntnissen der Forschung, etwa den flotten Tempovorgaben Beethovens. «Haitink versteht es, jedes Detail zu beleben und feinste Differenzierungen vorzunehmen», urteilte die Neue Zürcher Zeitung. «Man hat den Eindruck, dass alles, was in dieser Musik steckt, zu hören und zu erleben ist. Wie sehr prallen die Energien aufeinander, was wird hier mit fabelhafter Durchhörbarkeit freigesetzt! Mit einer Transparenz, die auch dem virtuosen, hellwach mithörenden und intelligent mitdenkenden Chamber Orchestra of Europe zu verdanken ist.» Jetzt, im Sommer 2018, gibt es ein «Encore», mit der beglückenden Pastorale als Hauptwerk. Und vorher demonstriert Sir András Schiff mit dem Ersten Klavierkonzert, wie der wahre Beethoven zu klingen hat.

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    Chamber Orchestra of Europe

    Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni; hinzu kamen zahlreiche Konzerte insbesondere mit Werken von Schubert und Brahms. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. In der Saison 2016/17 arbeitete das COE u. a. mit Piotr Anderszewski, Renaud Capuçon, Vladimir Jurowski und Sir András Schiff zusammen. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Seguin musizierte es im Juli 2017 in Baden-Baden Mozarts La clemenza di Tito. Ein Stammgast am Pult des COE ist Bernard Haitink, mit dem das Orchester bei LUCERNE FESTIVAL die Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann interpretiert hat; im Januar 2017 gastierte es mit Haitink im Amsterdamer Concertgebouw. Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurden mit mehr als 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschienen Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit Carolin Widmann; dieses Jahr kommen dann sämtliche Sinfonien Mendelssohns unter Leitung von Nézet-Séguin heraus.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. August 1986 mit Werken von Prokofjew, Mendelssohn und Brahms unter Claudio Abbado. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.coeurope.org.

    April 2017

     

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink wurde 1929 in Amsterdam geboren. 1954 stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 zum Chefdirigenten berief: 27 Jahre sollte er dort die Verantwortung tragen. Weitere Chefpositionen führten Haitink zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitete Bernard Haitink u. a. die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2016/17 arbeitete er auch mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestra Mozart sowie dem Orchester der Mailänder Scala zusammen. Das 19. und das frühe 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt seines Repertoires – insbesondere seine Bruckner-, Mahler- und Schostakowitsch-Deutungen setzten Massstäbe; doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen sämtlicher Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge ist er dem Festival verbunden, führt er doch seit 2011 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten durch. Bernard Haitink ist Ehrendirigent des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 empfing er die höchste zivile Ehrung seines Heimatlands und wurde zum Commander im «Orden vom Niederländischen Löwen» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    April 2017

    Weitere Termine

    Sir András Schiff

    Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász, später setzte er sein Studium bei Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados in seiner Heimatstadt sowie bei George Malcolm in London fort. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen die Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat András Schiff den kompletten Zyklus aller Klaviersonaten Beethovens in mehr als zwanzig Städten aufgeführt und auf CD eingespielt. Regelmässig tritt er mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf; einen Schwerpunkt setzt er indes auf die Interpretation der Klavierkonzerte von Bach, Beethoven und Mozart unter eigener Leitung. Zu diesem Zweck gründete er 1999 die Cappella Andrea Barca, doch auch mit dem Chamber Orchestra of Europe arbeitet er eng zusammen. Seit früher Jugendzeit ist András Schiff überdies ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, von 1995 bis 2013 die Ittinger Pfingstkonzerte (gemeinsam mit Heinz Holliger), und seit 1998 führt er in Vicenza die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» durch. András Schiff, seit 2006 Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn, wurde mit dem Robert-Schumann-Preis (2011), der Goldenen Mozart-Medaille (2012) und der Goldmedaille der Londoner Royal Philharmonic Society (2013) ausgezeichnet. Im Juni 2014 erhob ihn Queen Elizabeth II. in den Adelsstand, seit Dezember 2014 ist er Ehrenbürger von Vicenza. 2017 erschien sein Buch Musik kommt aus der Stille, das Essays und Gespräche mit Martin Meyer enthält. Sir András Schiff hat gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezogen. Nach beleidigenden Angriffen von Seiten ungarischer Nationalisten zog er die Konsequenz, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) mit einem Rezital am 21. August 1990 und Werken von Janáček, Bartók, Schubert und Haydn.

    Februar 2018

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