Sinfoniekonzert 4

Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Christian Gerhaher

Mozart | Mahler

Di, 15.08.19.30 UhrNr. 17307

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 4

    Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Christian Gerhaher

    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonie D-Dur KV 385 Haffner
    Gustav Mahler (1860–1911)
    Rückert-Lieder
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonie D-Dur KV 504 Prager

    Die Konzerte, die Bernard Haitink seit 2008 mit dem Chamber Orchestra of Europe bei LUCERNE FESTIVAL gibt, sind ein besonderer Glücksfall für das Musikleben. Der niederländische Maestro, der seine Dirigierkunst in sechzig Berufsjahren unermüdlich verfeinert hat, findet mit dem polyglotten Ensemble einen frischen Zugang zu den Gipfelwerken des Repertoires. Gekennzeichnet ist ihr Musizieren durch Vitalität, Präzision und straffe Tempi, aber auch einen leuchtenden Klang und magische Ruhepunkte. Diese Qualitäten werden den beiden Mozart-Sinfonien und Gustav Mahlers beseligenden Rückert-Liedern fraglos zugutekommen. Die gemeinsame Leidenschaft für die Musik sei der Schlüssel zum Erfolg, gibt sich Haitink überzeugt und gerät über das Orchester ins Schwärmen: «Das sind Musiker, die aus allen Richtungen Europas zusammenkommen, wenn ein Projekt ansteht – aus purer Liebe, denn zu verdienen gibt es nicht viel. Man denkt immer noch, es seien da junge Leute am Werk, aber es sind keine jungen Leute mehr; dennoch strahlen sie einen jugendlichen Enthusiasmus aus. Das ist alles eine Riesenfreude.»

    Chamber Orchestra of Europe

    Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung des frei finanzierten Ensembles rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kam-mermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. Heute arbeitet das COE eng mit Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin und Sir András Schiff zusammen, die allesamt Ehrenmitglieder des Orchesters sind. In der Saison 2018/19 standen zudem Auftritte mit Robin Ticciati, Leonidas Kavakos, Nikolaj Szeps-Znaider und Pierre-Laurent Aimard auf dem Programm; mit Sir Antonio Pappano und Janine Jansen absolvierte das Ensemble im Mai und Juni 2019 eine Tour durch Deutschland, die Niederlande und Italien. Ab der Saison 2021/22 wird das COE als «orchestra-in-residence» im neuen Casals Forum der Kronberg Academy wirken. Mehr als 250 Werke hat das Orchester aufgenommen; seine CDs wurden mit über 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschienen im Januar 2019 Schumanns Klavier- und Cellokonzert mit Martha Argerich, Gautier Capuçon und Bernard Haitink sowie im Sommer Mozarts Zauberflöte, dirigiert von Yannick Nézet-Séguin.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. August 1986 mit Werken von Prokofjew, Mendelssohn und Brahms unter Claudio Abbado. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.coeurope.org.

    August 2019

     

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink, geboren in Amsterdam, feierte im März seinen 90. Geburtstag. Vor 65 Jahren, im Juli 1954, stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 an seine Spitze berief: 27 Jahre trug er dort die Verantwortung. Heute fungiert er als Ehrendirigent des Orchesters, mit dem er zuletzt im Dezember 2018 auftrat, als er Werke von Mozart und Bruckner dirigierte. Weitere Chefpositionen führten Haitink zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitet Bernard Haitink regelmässig die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Insbesondere seine Bruckner- und Mahler-Deutungen setzten Massstäbe, doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen der Werke von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge war er dem Festival eng verbunden und gab von 2011 bis 2018 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten. Haitink ist «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 wurde er zum Commander im «Orden vom Niederländischen Löwen» ernannt. Die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Chamber Orchestra of Europe beriefen ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Nach diesem Sommer wird Bernard Haitink seine Karriere beenden: Sein letztes Konzert gibt er am 6. September bei LUCERNE FESTIVAL.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Christian Gerhaher

    Parallel zu seinem Medizinstudium liess der 1969 in Straubing geborene Bariton Christian Gerhaher seine Stimme an der Münchner Musikhochschule ausbilden, wo er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gerold Huber die Liedklasse von Friedemann Berger absolvierte. Ausserdem besuchte er Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh. Im Mittelpunkt von Gerhahers künstlerischer Arbeit steht der Liedgesang, wobei er sich nicht nur dem grossen Repertoire der Romantik widmet, sondern auch neue Werke zur Uraufführung bringt, so etwa Zyklen von Heinz Holliger, Jörg Widmann und Wolfgang Rihm. 2016/17 war er mit Liederabenden in Salzburg, München Berlin, Paris, Mailand, London und auf einer grossen USA-Tournee zu hören; dabei interpretierte er u. a. Brahms’ Die schöne Magelone, die er im Frühjahr 2017 auch auf CD vorlegte. Neben seinen Auftritten im Konzertsaal widmet sich Gerhaher ausgewählten Opernprojekten: So gestaltete er die Partie des Papageno in der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen und die Titelrolle in Henzes Der Prinz von Homburg am Theater an der Wien. Als Monteverdis Orfeo, Mozarts Don Giovanni und Debussys Pelléas trat er an der Oper Frankfurt auf, als Bergs Wozzeck am Opernhaus Zürich und als Posa in Verdis Don Carlo an der Bayerischen Staatsoper. Seine Paradepartie aber ist der Wolfram in Wagners Tannhäuser; 2011 wurde ihm für sein Rollenportrait der «Laurence Olivier Award» verliehen. Eine enge Zusammenarbeit pflegt Gerhaher mit den Berliner Philharmonikern, die ihn 2013/14 als «artist-in-residence» verpflichtet hatten. In der vergangenen Saison brachte er dort Mahlers Lied von der Erde unter Bernard Haitink zur Aufführung. Christian Gerhahers CD-Einspielungen wurden vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem «International Opera Award»; 2016 wurde ihm der Musikpreis des Heidelberger Frühlings verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 5. April 2003 mit Haydns Oratorium Die Schöpfung unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

    April 2017

    Weitere Termine
    None
    Themensponsor