Sinfoniekonzert 1

Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Alina Ibragimova

Mendelssohn | Schubert

Sa, 18.08.18.30 UhrNr. 18306

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 240 200 150 100 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

|

 
     

    18.

    Aug

    Samstag
    18.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 1

    Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Alina Ibragimova

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
    Ouvertüre Zum Märchen von der schönen Melusine op. 32
    Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
    Franz Schubert (1797–1828)
    Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 Grosse C-Dur-Sinfonie

    Franz Schuberts Weltruhm als Sinfoniker ist nicht zuletzt Felix Mendelssohn zu verdanken. Denn Mendelssohn war es, der Schuberts Grosse C-Dur-Sinfonie 1839 zur Uraufführung brachte, elf Jahre nach dem frühen Tod seines österreichischen Kollegen. Mit dieser Pioniertat widerlegte er das gängige Vorurteil, Schubert sei allein ein Meister der Liedkunst. «Heute war ich selig», schrieb Robert Schumann, der das Werk in Schuberts Nachlass aufgestöbert hatte, nach der Premiere: «Das sind Menschenstimmen, alle Instrumente, und geistreich über die Massen, und diese Länge, diese himmlische Länge, wie ein Roman in vier Bänden.» Bernard Haitink und das Chamber Orchestra of Europe, die seit 2008 ein Dream-Team bilden, stellen bei ihrem ersten Auftritt in diesem Sommer die ehemaligen Wunderkinder Schubert und Mendelssohn einander gegenüber – es ist der Seelenton, der beide verbindet. Solistin ist die russische Geigerin Alina Ibragimova, über deren Interpretation des Mendelssohn-Konzerts der Guardian schrieb: «Man glaubt, es zum ersten Mal zu hören.»

    Teilen (Datenschutz)

    Chamber Orchestra of Europe

    Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten. Heute umfasst die Stammbesetzung rund 60 Mitglieder: Sie vereint Solisten und Stimmführer internationaler Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren. Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni; hinzu kamen zahlreiche Konzerte insbesondere mit Werken von Schubert und Brahms. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt Akzente. In der Saison 2016/17 arbeitete das COE u. a. mit Piotr Anderszewski, Renaud Capuçon, Vladimir Jurowski und Sir András Schiff zusammen. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Seguin musizierte es im Juli 2017 in Baden-Baden Mozarts La clemenza di Tito. Ein Stammgast am Pult des COE ist Bernard Haitink, mit dem das Orchester bei LUCERNE FESTIVAL die Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann interpretiert hat; im Januar 2017 gastierte es mit Haitink im Amsterdamer Concertgebouw. Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurden mit mehr als 60 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Grammy», der «Record of the Year»-Award von Gramophone und der MIDEM «Classical Download Award». Zuletzt erschienen Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit Carolin Widmann; dieses Jahr kommen dann sämtliche Sinfonien Mendelssohns unter Leitung von Nézet-Séguin heraus.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. August 1986 mit Werken von Prokofjew, Mendelssohn und Brahms unter Claudio Abbado. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.coeurope.org.

    April 2017

     

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink wurde 1929 in Amsterdam geboren. 1954 stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 zum Chefdirigenten berief: 27 Jahre sollte er dort die Verantwortung tragen. Weitere Chefpositionen führten Haitink zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitete Bernard Haitink u. a. die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2016/17 arbeitete er auch mit dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestra Mozart sowie dem Orchester der Mailänder Scala zusammen. Das 19. und das frühe 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt seines Repertoires – insbesondere seine Bruckner-, Mahler- und Schostakowitsch-Deutungen setzten Massstäbe; doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen sämtlicher Sinfonien und Konzerte von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge ist er dem Festival verbunden, führt er doch seit 2011 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten durch. Bernard Haitink ist Ehrendirigent des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 empfing er die höchste zivile Ehrung seines Heimatlands und wurde zum Commander im «Orden vom Niederländischen Löwen» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    April 2017

    Weitere Termine

    Alina Ibragimova

    Die Geigerin Alina Ibragimova wurde 1985 im russischen Polewskoi (Ural) als Tochter eines tatarischen Musikerehepaars geboren. Als Fünfjährige nahm sie ihre Violinausbildung an der Gnessin-Musikakademie in Moskau auf. Nachdem die Familie 1995 nach London gezogen war, setzte Alina Ibragimova ihr Studium bei Natalya Boyarskaya an der Yehudi Menuhin School und bei Gordan Nikolitch am Royal College of Music fort; ausserdem wurde sie von Christian Tetzlaff im Rahmen der Kronberg Academy unterrichtet. Von 2005 bis 2007 war sie Stipendiatin im «BBC New Generation Artists Scheme», 2008 erhielt sie den «Borletti-Buitoni Trust Award» und 2010 den «Royal Philharmonic Society Young Artist Award». Alina Ibragimova interpretiert Musik aus fünf Jahrhunderten: Auf der Barockvioline gestaltet sie Werke von Biber, Bach oder Vivaldi, wobei sie die Erkenntnisse der historisch informierten Aufführungspraxis berücksichtigt; doch auch die grossen Violinkonzerte der klassischen und romantischen Epochen zählen zu ihrem Repertoire, ebenso die Gattungsbeiträge von Prokofjew, Berg und Britten oder neue Partituren von Peteris Vasks und Huw Watkins. Zu den Dirigenten, mit denen Alina Ibragimova zusammenarbeitet, gehören Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Yannick Nézet-Séguin, Tugan Sokhiev und John Eliot Gardiner, unter dessen Leitung sie im Frühjahr 2014 das Schumann-Konzert aufführte. Ihr fester Klavierpartner bei Rezitalen ist der Franzose Cédric Tiberghien: Mit ihm wird sie in den nächsten beiden Jahren Beethovens sämtliche Violinsonaten in Nagoya, Tokio, San Francisco, New York, London und Paris zu Gehör bringen. Alina Ibragimova spielt auf einer Violine von Anselmo Bellosio (um 1775).

    August 2014

    None
    Hauptsponsor