Identitäten 3

Camerata Zürich | Thomas Demenga | Thomas Sarbacher

Suk | Dvořák | Janáček

So, 20.08.16.00 UhrNr. 17316

Kirchensaal MaiHof

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Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    20.

    Aug

    Sonntag
    16.00

    Kirchensaal MaiHof

    Identitäten 3

    Camerata Zürich | Thomas Demenga | Thomas Sarbacher

    Camerata Zürich  (Igor Karsko Musikalische Leitung)
    Thomas Demenga  Violoncello
    Josef Suk (1874–1935)
    Meditation über den altböhmischen St.-Wenzels-Choral op. 35a
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Waldesruhe op. 68 Nr. 5
    Rondo g-Moll für Violoncello und Orchester op. 94
    Slawischer Tanz g-Moll op. 46 Nr. 8 (bearbeitet für Violoncello und Orchester)
    Leošs Janáček (1854–1928)
    Auf verwachsenem Pfade
    bearbeitet für Streichorchester von Daniel Rumler
    Texte von Maïa Brami 

    «Aus Böhmen kommt die Musik», heisst es. Tatsächlich aber mussten die böhmischen und mährischen Komponisten lange darum kämpfen, bis sie ihrer ureigenen Klangsprache und Identität Gehör verleihen durften. Der Cellist Thomas Demenga und die Camerata Zürich folgen der Fährte dieser Selbstfindung: Antonín Dvořák gehörte zur Generation der Pioniere und sorgte mit seinen Slawischen Tänzen für die Emanzipation der «couleur locale». Sein Schwiegersohn Josef Suk wählte eine tschechische Hymne aus dem Mittelalter, den St.-Wenzels-Choral, als Thema einer musikalischen Meditation, mit der er zugleich für die tschechische Unabhängigkeit eintrat. Und Leoš Janáček legte seinen Werken die Metrik und Sprachmelodien des Tschechischen zugrunde, um ein unverwechselbares Klangbild zu schaffen. Zu seinem autobiographisch inspirierten Klavierzyklus Auf verwachsenem Pfade, der in einer neuen Bearbeitung für Streicher erklingt, hat die französische Autorin Maïa Brami ein Märchen verfasst, das assoziative Räume öffnet.

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    Camerata Zürich

    Die Camerata Zürich wurde 1957 von Räto Tschupp gegründet. Mit insgesamt über hundert Ur- und Erstaufführungen, die sie in den sechzig Jahren ihre Bestehens gestaltete, spielt sie eine wichtige Rolle für die zeitgenössische Musik in der Schweiz. Neben Neuer Musik bilden aber auch selten gespielte oder erst wiederentdeckte Werke der Klassik und Romantik einen Schwerpunkt des Repertoires. Das Orchester hat Pionierarbeit im Bereich der Musikvermittlung geleistet und mehrere innovative Projekte ins Leben gerufen. Dazu gehören der landesweit einzigartige Kompositionswettbewerb für Kinder und Jugendliche, das Schulprojekt Camerata@School sowie der Camerata Club, ein musikpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche. Mit regelmässigen Gastkonzerten ist die Camerata Zürich im In- und Ausland zu erleben. Das Orchester pflegt künstlerische Partnerschaften mit international renommierten Solisten wie dem Fagottisten Sergio Azzolini, dem Klarinettisten Reto Bieri, dem Oboisten Maurice Bourgue, dem Cellisten Patrick Demenga, den Bratschistinnen Kim Kashkashian und Tabea Zimmermann, den Geigern Ilya Gringolts, Patricia Kopatchinskaja und Thomas Zehetmair sowie dem Hilliard Ensemble. Nach dem Tod Räto Tschupps wirkte Marc Kissóczy neun Jahre als Chefdirigent. Seit der Saison 2011/12 ist Thomas Demenga künstlerischer Leiter des Orchesters. Als Konzertmeister spielt der slowakische Geiger Igor Karsko eine führende Rolle: Er studierte am Konservatorium Košice und an der Musikakademie Prag, war Mitglied der Camerata Lysy und des Gustav Mahler Jugendorchesters unter Claudio Abbado. Seit 1991 gehört er dem Serenade String Trio an; von 1993 bis 2012 war Konzertmeister des Luzerner Sinfonieorchesters. Ausserdem unterrichtet er als Dozent an der Hochschule Luzern – Musik.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 6. September 2006 mit Werken von Hindemith, Martin und Mozart unter der Leitung von Christoph Mueller.

    Juni 2017

    Thomas Demenga

    Der 1954 in Bern geborene Cellist und Komponist Thomas Demenga studierte Violoncello bei Walter Grimmer, Antonio Janigro, Leonard Rose und Mstislaw Rostropowitsch. Als Kammermusiker erhielt er wichtige Impulse an der New Yorker Juilliard School von Claus Adam, Felix Galimir und Robert Mann. Demenga tritt als Solist bei den grossen Festivals und in den wichtigen Musikzentren weltweit auf. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Charles Dutoit, Heinz Holliger, Armin Jordan, Okko Kamu, Mstislaw Rostropotisch, Wolfgang Sawallisch und Sándor Végh zusammen. Als Kammermusiker konzertierte er mit Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Paul Meyer, Aurèle Nicolet, Hansheinz Schneeberger, Thomas Zehetmair und Tabea Zimmermann. Thomas Demengas Repertoire erstreckt sich quer durch die Epochen und Stile. Intensiv widmet er sich der Neuen Musik und setzt sich auch mit Improvisation auseinander. In seiner künstlerischen Arbeit koppelt er seine eigene musikalische Sprache als Komponist und Interpret von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts (darunter namhafte Uraufführungen) mit den Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis aus der Zeit des Barocks, der Klassik und der Romantik. Bei LUCERNE FESTIVAL trat Demenga im Sommer 2003 prägend als «artiste étoile» hervor; damals gestaltete er hier fünf Konzerte und brachte u. a. Cellokonzerte von Elliott Carter und Robert Schumann zu Gehör. Seine umfangreiche Diskographie reicht von den Solosuiten Bachs bis zur Werken von Holliger, Carter, Veress, Zimmermann, Yun und Hosokawa. Thomas Demenga leitet seit mehr als 25 Jahren eine Ausbildungs- und Solistenklasse an der Hochschule für Musik in Basel. Seit 2011 amtiert er als künstlerischer Leiter der Camerata Zürich.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1984 mit Zelenkas Concerto a otto concertanti in einem Konzert der Camerata Bern.

    Juni 2017

    Thomas Sarbacher

    Thomas Sarbacher, der aus Hamburg stammt, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. Seine Karriere begann er 1990 mit einem Engagement bei der Bremer Shakespeare Company, deren Ensemble er fünf Jahre lang angehörte. Als Theaterschauspieler ist er seither vornehmlich an Zürcher Bühnen tätig, vor allem am Sogar Theater, wo er in Hochwälders Der Flüchtling, in der Detektivgeschichte nach Imre Kertész und in einer Bühnenadaption von Gaito Gasdanows Das Phantom des Alexander Wolf mitwirkte. Breite Bekanntheit erlangte Thomas Sarbacher seit 1997 durch seine Film- und Fernsehtätigkeit. Er war in Niki Steins Fernsehfilm Pest – Die Rückkehr zu sehen und gestaltete die Titelrolle in zwei Staffeln der Serie Der Elefant, die 2004 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Für seinen Auftritt im Bella-Block-Krimi Weisse Nächte erhielt er 2008 eine Nominierung für die «Beste Nebenrolle». Mit den Kinofilmen Underdogs (2006) und Die Welle (2008) war Thomas Sarbacher erstmalig auf der grossen Leinwand zu erleben. Der Kurzfilm Stiller See, für den ihn die Regisseurin Lena Libertà verpflichtet hatte, gewann 2010 den «International Student Shorts Award» beim Film-Festival in Shanghai. Sarbacher spielte in Krimiserien wie dem Polizeiruf 110, in Märchenfilmen wie Der Teufel mit den drei goldenen Haaren oder im ZDF-Thriller Verhängnisvolle Nähe (Regie Thorsten Näter) mit. 2015 übernahm er die Titelrolle des Solness in einem Kinofilm nach Motiven des Theaterstücks Baumeister Solness von Henrik Ibsen. 2016 wirkte er im Pilotfilm für die neue ARD-Reihe Über die Grenze mit, deren zweite Folge im Frühjahr 2017 gedreht wurde. Im März feierte Sarbacher mit Mercè Rodoredas Auf der Place del Diamant seinen Einstand als Regisseur am Sogar Theater.

    Juni 2017

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