Budapest Festival Orchestra 1

Budapest Festival Orchestra | Iván Fischer | Yuja Wang

Liszt

Sa, 11.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211337

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft

Preise (CHF)

CHF 240 150 100 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Budapest Festival Orchestra 1

    Budapest Festival Orchestra | Iván Fischer | Yuja Wang

    Iván Fischer  Dirigent
    Yuja Wang  Klavier
    Franz Liszt (1811–1886)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur S 124
    Eine Faust-Symphonie in drei Charakterbildern S 108

    Hypervirtuose und visionärer Komponist, Frauenheld und Franziskaner, Patriot und Weltbürger: Franz Liszt, der vielleicht erste Popstar in der Geschichte der klassischen Musik, vereint die kuriosesten Widersprüche in sich – und ist auch deshalb eine so faszinierende Gestalt. Im verrückten Sommer 2021 darf er, von dem man glaubte, er müsse wohl mit höheren Mächten im Bunde stehen, mit göttlichen oder teuflischen, auf keinen Fall fehlen. «Artiste étoile» Yuja Wang wird das gefürchtete Erste Klavierkonzert aufführen, das Liszt auf seine eigenen manuellen Fähigkeiten zuschnitt, auf seine atemberaubende Fingerfertigkeit. Und dabei wird sie zeigen, dass die pianistische «Pranke» keinesfalls nur eine Männerdomäne ist. Liszts Lust an dämonischen Klängen greifen Iván Fischer und das Budapest Festival Orchestra aber auch danach auf: mit der Faust-Sinfonie, deren dritter Satz Mephistopheles gewidmet ist, der Inkarnation des Leibhaftigen. Das Werk, das in der Urfassung erklingt, ist Liszts orchestrales Opus magnum und zeigt ihn als Pionier auf dem Feld der Tondichtung.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Budapest Festival Orchestra

    Das Budapest Festival Orchestra wurde 1983 von Iván Fischer und dem Pianisten Zoltán Kocsis gegründet. Schon früh arbeiteten zahlreiche renommierte Dirigenten mit dem Orchester zusammen, voran Sir Georg Solti, der bis zu seinem Tod im Herbst 1997 als Principal Guest Conductor amtierte, aber auch Solisten wie die Geiger Yehudi Menuhin, Pinchas Zukerman und Gidon Kremer oder die Pianisten András Schiff, Radu Lupu und Richard Goode. In Budapest gestalten die Musikerinnen und Musiker pro Saison rund vierzig Aufführungen in der Konzerthalle MüPa und in der Franz-Liszt-Akademie. Dazu gastieren sie regelmässig bei wichtigen Festivals und in den grossen Musikmetropolen. So traten sie bei den Salzburger Festspielen auf, im Wiener Konzerthaus und im Musikverein, in der New Yorker Carnegie Hall und in der Hollywood Bowl in Los Angeles, bei den BBC Proms in London, beim Maggio Musicale in Florenz und beim Prager Frühling. Seit 2018 ist das Budapest Festival Orchestra Residenzorchester beim Vicenza Opera Festival. Regelmässig vergibt es Kompositionsaufträge und präsentiert Uraufführungen. Mit Projekten wie dem «Midnight Music»-Zyklus spricht es gezielt ein junges Publikum an. Alljährlich im Juni lädt es rund 500 ungarische Kinder und Jugendliche — Roma und Nicht-Roma — auf den Heldenplatz in Budapest, wo sie zu live gespielter Musik tanzen können. Ausserdem gestaltet es das Festival «Bridging Europe», bei dem jährlich eine andere europäische Kulturnation im Zentrum steht. Das Budapest Festival Orchestra wird seit 1992 als unabhängige Stiftung geführt und vom Staat Ungarn, der Stadt Budapest sowie nationalen und internationalen Freundeskreisen unterstützt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1986 mit Werken von Franz Liszt und Franz Schubert.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Iván Fischer

    Der 1951 in eine Budapester Musikerfamilie geborene Iván Fischer studierte Klavier, Violine, Violoncello und Komposition in seiner Heimatstadt, bevor er bei Hans Swarowsky und Nikolaus Harnoncourt seine Dirigierausbildung absolvierte. Nach ersten Berufsjahren in Grossbritannien gründete er 1983 das Budapest Festival Orchestra, das er zu Weltruhm führte und dem er bis heute als Künstlerischer Leiter vorsteht. Überdies war er Generalmusikdirektor der Opéra de Lyon und Principal Conductor des National Symphony Orchestra in Washington. Von 2012 bis 2018 stand er an der Spitze des Berliner Konzerthausorchesters, das ihn anschliessend zu seinem Ehrendirigenten ernannte. Als Gast ist Iván Fischer vor allem den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Royal Concertgebouworkest verbunden, aber auch dem New York Philharmonic und dem Cleveland Orchestra. Die Wiener Staatsoper, das Londoner Royal Opera House, die Opéra national de Paris und zahlreiche andere renommierte Bühnen luden ihn für Operndirigate ein. Ausserdem führt Fischer selbst Regie und präsentierte Inszenierungen von Mozart-Opern, Verdis Falstaff sowie szenische Konzerte. 2018 rief er das Vicenza Opera Festival ins Leben; dort leitet er im Herbst 2021 Monteverdis Poppea. Auch bei der Entwicklung neuer Konzertformate zeigte sich Iván Fischer äusserst kreativ und erfand Kakao-Konzerte für Kleinkinder, Mitternachtskonzerte für Studierende, Überraschungskonzerte ohne angekündigtes Programm und die Reihe «Mittendrin», bei der das Publikum im Orchester Platz nimmt. Als Komponist legte er Kammermusik, Chorwerke, das Musiktheater Die rote Färse und die Kinderoper Der Grüffelo vor. 2006 wurde Iván Fischer mit dem Kossuth-Preis geehrt, der wichtigsten kulturellen Auszeichnung Ungarns, 2011 wurde ihm der Royal Philharmonic Society Award verliehen. Fischer ist Chevalier des Arts et des Lettres, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und Ehrenbürger von Budapest.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1986 mit dem Budapest Festival Orchestra und Werken von Liszt sowie Schubert.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Yuja Wang

    Als «artiste étoile» prägt Yuja Wang den Luzerner Festspielsommer 2021. Die 1987 in Peking geborene Pianistin begann ihre Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren. Sie studierte zunächst am Zentralen Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt, ging dann als 14-Jährige nach Kanada an das Mount Royal College in Calgary und ein Jahr später zu Gary Graffman an das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie 2008 ihr Konzertdiplom erhielt. Schon 2003 konnte Yuja Wang beim Tonhalle-Orchester Zürich debutieren. Danach schlossen sich Auftritte in den USA an: beim Boston, Chicago und San Francisco Symphony, beim New York und Los Angeles Philharmonic sowie beim Philadelphia Orchestra. In Europa wiederum arbeitete Yuja Wang mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin, mit dem Royal Concertgebouworkest, dem Orchestre de Paris, der Filarmonica della Scala oder den St. Petersburger Philharmonikern zusammen. Im Frühsommer 2021 interpretierte sie mit dem London Symphony Orchestra und Michael Tilson Thomas Rachmaninows Zweites Klavierkonzert sowie Strauss’ Burleske mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons. Mozarts d-Moll-Konzert interpretierte sie im Juli mit Sir John Eliot Gardiner und dem Mariss Jansons Festival Orchestra beim Riga Jurmala Music Festival sowie anschliessend auf einer Tournee mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Yuja Wang mit dem Geiger Leonidas Kavakos; auf CD haben die beiden die Brahms-Sonaten herausgebracht. Zuletzt, im Frühling 2020, veröffentlichte sie John Adams’ neues Klavierkonzert Must the Devil Have All the Good Tunes?, das sie ein Jahr zuvor mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel aus der Taufe gehoben hatte. Das Magazin Musical America wählte Yuja Wang zur «Künstlerin des Jahres» 2017.

    Debut bei Lucerne Festival im August 2009 mit Prokofjews Drittem Klavierkonzert, begleitet vom Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado.

    Juli 2021

     


     

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium
    mit Susanne Stähr