Erlebnistag – Museumskonzert 2

Brass Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Jeffrey Means

Boulez | Rihm | Poppe

So, 27.08.12.00 UhrNr. 17451

Kunstmuseum Luzern

Vergangenes Konzert


20% Ermässigung ab drei Konzerten am Erlebnistag – nur schriftlich und telefonisch buchbar.



Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    Erlebnistag – Museumskonzert 2

    Brass Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Jeffrey Means

    Brass Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY  
    Jeffrey Means  Dirigent
    Pierre Boulez (1925–2016)
    Initiale für sieben Bläser
    Wolfgang Rihm (*1952)
    Sine Nomine I für fünf Blechbläser
    Enno Poppe (*1969)
    Zug für sieben Bläser

    1905 machten sich Béla Bartók und Zoltán Kodály gemeinsam auf den Weg, um die südosteuropäische Volksmusik systematisch zu erforschen. Sie gelangten in entlegene Landstriche, liessen sich Lieder von alten Bäuerinnen vorsingen, die schon deren Grossmütter gesungen hatten, oder von Ziegenhirten auf der Flöte und Dorfmusikanten auf der Fiedel vorspielen. Die archaische, unverfälschte Bauernmusik, die sie dabei zu hören bekamen und aufzeichneten, diente ihnen als Ansatz für eine Erneuerung der Klangsprache und Entwicklung einer spezifischen Identität: «aus musikalischen Kräften, die der Erde entsprossen sind», wie Bartók es formulierte. 
    Die Museumskonzerte des Erlebnistags erkunden Bartóks und Kodálys Revolution – und stellen die Frage, wie die Zeitgenossen und die nachfolgende Generation damit umgingen. Der Rumäne George Enescu und der Franzose Maurice Ravel etwa griffen die Neuerungen auf, Sándor Veress (übrigens der Lehrer von Heinz Holliger), György Ligeti und György Kurtág entwickelten sie zunächst fort und befreiten sich schliesslich vom übermächtigen Einfluss ihrer frühen Vorbilder. Verschiedenste Ensembles der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY – vom Duo über das Streichquartett und das Bläserquintett bis zum Brass Ensemble und zum Streichorchester – präsentieren diese musikalische Exkursion über den Balkan. Herzstück aber ist ein längeres Konzert mit den beiden «artistes étoiles» dieses Sommers, der Geigerin Patricia Kopatchinskaja und dem Cellisten Jay Campbell, die sich bei ihrem Programm mit der russischen Pianistin Polina Leschenko zusammentun. Wer schliesslich wissen will, ob all das für die junge Komponistengeneration noch von Belang ist, der erhält Antworten beim eröffnenden Werkstattkonzert des «Composer Seminar».

    Jeffrey Means

    Der amerikanische Dirigent Jeffrey Means studierte Schlagzeug und Dirigieren am New England Conservatory in Boston, das ihn mit dem John Cage Award und dem Tourjee Alumni Award sowie bei seinem Abschluss mit der Gunther Schuller Medal auszeichnete. 2005 war er Stipendiat des Tanglewood Music Center. Wichtige Erfahrungen sammelte er zudem im vergangenen Jahr als Assistenzdirigent beim Spoleto Festival USA und in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, wo er mit Dirigenten wie Alan Gilbert, John Kennedy, Susanna Mälkki und Matthias Pintscher zusammenarbeiten konnte. Jeffrey Means hat sich auf die zeitgenössische Musik spezialisiert: Er ist Dirigent und Künstlerischer Leiter des Ensembles Sound Icon; seine Aufführung von Georg Friedrich Haas’ in vain wurde vom Boston Globe 2012 zur «best contemporary music performance» gekürt. Daneben hat er viele andere Ensembles in Boston und New York dirigiert, darunter das Firebird, das Ludovico und das East Coast Contemporary Ensemble, das Callithumpian Consort und Dinosaur Annex, das Talea und das Mimesis Ensemble oder die Da Capo Chamber Players. Einladungen führten ihn nach Finnland (Piano Espoo Festival) und Frankreich (Etchings Festival), zum Composit-Festival ins italienische Rieti, zur Fundación Música AntiquaNova nach Buenos Aires sowie zu zahlreichen amerikanischen Festivals. Jeffrey Means hat mit Komponisten wie Pierluigi Billone, Pierre Boulez, Jonathan Harvey, Helmut Lachenmann, Tristan Murail, Steve Reich oder Salvatore Sciarrino zusammengearbeitet und mehrfach amerikanische Erstaufführungen ihrer Werke geleitet. Er ist Mitglied des Fachbereichs Dirigieren am Berklee College of Music und unterrichtete im vergangenen Studienjahr auch am New England Conservatory und am Boston Conservatory.

    August 2017

    Weitere Termine

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