Debut 6

Bomsori Kim | Michail Lifits

Schumann | Sibelius | Prokofjew | Waxman

Di, 10.09.12.15 UhrNr. 19349

Lukaskirche

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Bomsori Kim  Violine
    Robert Schumann (1810–1856)
    Violinsonate a-Moll op. 105 
    Jean Sibelius (1865–1957)
    Auswahl aus den Stücken op. 79
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Violinsonate Nr. 2 D-Dur op. 94b
    Franz Waxman (1906–1967)
    Carmen-Fantasie

    Kim, zu Deutsch: «Gold», ist in Korea der häufigste Nachname überhaupt, etwa 22% der Bevölkerung tragen ihn. Bomsori Kim aber ist ein echtes Unikat, und bei ihr ist die Bedeutung des Namens auch durchaus angebracht. Denn die 1989 geborene Geigerin, die in Seoul und an der New Yorker Juilliard School ausgebildet wurde, bringt mit ihrem Spiel die Musik zum Funkeln. Die Preisträgerin beim Moskauer Tschaikowsky- und beim ARD-Musikwettbewerb, beim Concours Reine Elisabeth und bei der Sibelius-Konkurrenz in Helsinki war mittlerweile schon im Wiener Musikverein und im Münchner Prinzregententheater zu Gast, in der Berliner Philharmonie und in der New Yorker Carnegie Hall. Und gerade erst, im Februar 2019, konnte sie sogar beim berühmten New York Philharmonic debutieren. Bei ihrem Luzerner Einstand lässt sich Bomsori Kim auch vom Festspielmotto «Macht» leiten – etwa mit Prokofjews Zweiter Violinsonate, die den Bedrängnissen von Krieg und stalinistischer Repression das Ideal schwereloser Schönheit entgegensetzt. Und am Ende schlüpft die Geigerin auch noch in die Rolle der Carmen, der machtvollen Verführerin schlechthin.

    Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe


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    Bomsori Kim

    Die südkoreanische Geigerin Bomsori Kim, Jahrgang 1989, studierte an der Seoul National University bei Yong Uck Kim. Ihr Master’s Degree erhielt sie an der New Yorker Juilliard School, wo sie ihre künstlerische Ausbildung gegenwärtig bei Sylvia Rosenberg und Ronald Copes abschliesst. Schon 2010 gewann sie den Publikumspreis bei der «Sendai International Music Competition»; 2013 folgte der Zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München, und auch aus dem «Concours Reine Elisabeth» in Brüssel, dem Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb, dem Sibelius-Wettbewerb in Helsinki und der Wieniawski-Konkurrenz in Posen ging sie als Preisträgerin hervor. Bomsori Kim trat bereits im Wiener Musikverein, im Münchner Prinzregententheater, in der Berliner Philharmonie, im Prager Rudolfinum und in der Suntory Hall in Tokio auf. Sie konzertierte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Moskauer Sinfonieorchester, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester und der Warschauer Nationalphilharmonie. In der Saison 2018/19 war sie «artist-in-residence» bei der Filharmonia Poznańska und gab ihr Debut beim New York Philharmonic, beim Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchester und beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. Einladungen führten sie zum Heidelberger Frühling, zum Rheingau Musik Festival und zum Gstaad Festival. 2017 veröffentlichte Bomsori Kim ihre erste CD mit Violinkonzerten von Wieniawski und Schostakowitsch. Im Januar 2019 erschien ein Album mit Sonaten von Fauré, Debussy und Szymanowski, das sie mit dem polnischen Pianisten Rafał Blechacz aufgenommen hat. Sie spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1774, die ihr von der Kumho Asiana Cultural Foundation zur Verfügung gestellt wird.

    August 2019

    Michail Lifits

    Der Pianist Michail Lifits wurde 1982 im usbekischen Taschkent geboren, wo er im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel begann. Als Sechzehnjähriger übersiedelte er nach Deutschland und setzte dort seine Ausbildung an der Musikhochschule in Hannover fort, in den Klassen von Karl-Heinz Kämmerling und Bernd Goetzke. Ausserdem absolvierte er Kurse bei Boris Petrushansky an der Akademie «Incontri col Maestro» im italienischen Imola. 2009 gewann Lifits den Ersten Preis, den Publikumspreis und einen Sonderpreis für die beste Mozart-Interpretation beim «Concorso Pianistico Ferruccio Busoni». Danach konnte er seine internationale Karriere aufnehmen, die ihn in die Carnegie Hall und ins Lincoln Center nach New York, in die Berliner Philharmonie, in den Münchner Herkulessaal und den Gasteig, in die Sala Verdi nach Mailand, die Zürcher Tonhalle, das Amsterdamer Concertgebouw und den Brüsseler Palais des Beaux-Arts führte. Michail Lifits trat als Solist mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Moskauer Solisten, dem The Hague Philharmonic, den Münchner Symphonikern und dem Orchestra Haydn di Bolzano auf. Vor allem ist er ein gefragter Kammermusiker und arbeitet regelmässig mit den Geigerinnen Alexandra Conunova, Veronika Eberle und Vilde Frang, dem Bratschisten Nils Mönkemeyer und den Cellisten Nicolas Altstaedt, Marie-Elisabeth Hecker und Steven Isserlis zusammen. Er war zu Gast bei den Festspielen in Schwetzingen, Bad Kissingen, Mecklenburg-Vorpommern und im Rheingau, beim Klavier-Festival Ruhr, beim Bergen Interna-tional Festival und bei den BBC Proms. 2012 erschien seine Debut-CD mit Werken Mozarts, 2015 ein Album mit Schubert-Sonaten. Zuletzt veröffentlichte er 2017 Schostakowitschs 24 Präludien op. 34 sowie das Klavierquintett des Komponisten mit dem Szymanowski Quartet.

    Juli 2019

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