Sinfoniekonzert 18

Berliner Philharmoniker | Rundfunkchor Berlin | Sir Simon Rattle | Solisten

Haas | Haydn

Mi, 30.08.19.30 UhrNr. 17339

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    30.

    Aug

    Mittwoch
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 18

    Berliner Philharmoniker | Rundfunkchor Berlin | Sir Simon Rattle | Solisten

    Rundfunkchor Berlin  (Gijs Leenaars Einstudierung)
    Florian Boesch  Bassbariton
    Georg Friedrich Haas (*1953)
    ein kleines symphonisches Gedicht für Orchester
    (Schweizer Erstaufführung)
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Die Schöpfung. Oratorium in drei Teilen Hob. XXI:2

    Leider musste Genia Kühmeier krankheitsbedingt das Konzert mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle am Mittwoch, 30. August 2017, absagen. Wir freuen uns sehr, dass Elsa Dreisig den Sopranpart in Joseph Haydns Schöpfung übernehmen wird. Das Programm bleibt unverändert.

    Ein letztes Mal kommt Sir Simon Rattle als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker nach Luzern. Zu seinem Abschied aber führt er uns ganz an den Anfang zurück und erzählt mit Joseph Haydns epochaler Schöpfung, wie die Welt entstand: wie aus dem ungestalteten, formlosen Chaos Himmel und Erde hervorgingen, wie das Licht über die Finsternis triumphierte, wie Pflanzen und Tiere den Erdball zu bevölkern begannen und wie schliesslich der Mensch ins Leben trat. Haydn war schon im Rentenalter, als er dieses Oratorium zwischen 1796 und 1798 komponierte. Es enthält einige seiner kühnsten musikalischen Ideen, weit seiner Zeit voraus, mit atemberaubenden Effekten – etwa wenn aus den verschleierten Pianissimo-Klängen der Dunkelheit das Licht mit einem gleissenden C-Dur-Akkord im Forte hervorbricht. Auf diese «moderne Musik» wird ein zeitgenössischer Komponist mit einem neuen Werk hinleiten: Die Philharmoniker haben dafür den Österreicher Georg Friedrich Haas beauftragt, der dem hiesigen Publikum als «composer-in-residence» des Jahres 2011 noch in bester Erinnerung ist.

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    Berliner Philharmoniker

    1882 schlossen sich 54 ambitionierte Musiker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Geburtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze, der den Grundstein für die hohe Spielkultur legte. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–54) und Herbert von Karajan (1955–89), die das Klangbild entscheidend prägten. Namentlich in der Ära Karajan erlangten die Berliner Philharmoniker mit Tourneen und vielen preisgekrönten Plattenaufnahmen weltweiten Ruhm. Seit Oktober 1963 residiert das Orchester in der Berliner Philharmonie, einem von Hans Scharoun entworfenen Konzertsaal mit 2.400 Plätzen. 1989, nach dem Tod Karajans, wählten die Berliner Philharmoniker Claudio Abbado zu ihrem neuen Chef: Er reicherte das Repertoire mit zeitgenössischen Werken an und präsentierte thematische Zyklen. Seit September 2002 hat Sir Simon Rattle die Chefposition inne und bringt Musik vom Barock bis zur Gegenwart zu Gehör. Zum Nachfolger Rattles, der die Philharmoniker 2018 verlässt, bestimmten die Musiker Kirill Petrenko. Das Orchester geht unkonventionelle Wege in die Zukunft: mit einem preisgekrönten Education-Programm, das sich jüngeren Publikumsschichten zuwendet, und mit der 2009 eröffneten «Digital Concert Hall», in der die Berliner Konzerte via Internet ausgestrahlt werden. Seit 2014 produzieren die Philharmoniker CDs und DVDs in Eigenregie und veröffentlichen sie auf ihrem Label «Berliner Philharmoniker Recordings». Einmal im Jahr präsentieren sie sich auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die nach 45 Jahren in Salzburg seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. 2017 musizierten die Berliner Philharmoniker dort Puccinis Tosca, 2018 steht Wagners Parsifal auf dem Programm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.

    Mai 2017


     

    Weitere Termine

    Rundfunkchor Berlin

    Der Rundfunkchor Berlin wurde 1925 gegründet und konnte sich bereits in den ersten Jahren seines Bestehens durch die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie George Szell, Otto Klemperer, Hermann Scherchen und Erich Kleiber sowie durch wichtige Uraufführungen profilieren, darunter Werke von Arthur Honegger, Ernst Krenek, Darius Milhaud und Kurt Weill. Heute gestaltet der Chor, der für seinen warmen Klang, seine Homogenität und Präzision gerühmt wird, etwa 60 Konzerte pro Jahr: an seinem Stammsitz gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, aber auch bei internationalen Gastspielen. So absolvierten die Sängerinnen und Sänger in der Saison 2016/17 eine Residenz beim White Light Festival des New Yorker Lincoln Centers; für das Frühjahr 2018 ist eine Australien-Reise mit dem Projekt human requiem geplant: einer szenischen Adaption des Brahms-Requiems mit der Compagnie Sasha Waltz & Guests. Mit seinen Community-Projekten wie dem jährlichen Mitsing-Konzert in der Berliner Philharmonie, dem Fest der Chorkulturen und der Liederbörse für Schülerinnen und Schüler möchte der Rundfunkchor möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Mit einer Akademie und einer Meisterklasse setzt er sich für den professionellen Nachwuchs ein. Seine CD-Aufnahmen wurden vielfach preisgekrönt und erhielten bereits dreimal den «Grammy». Als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter amtiert seit 2015 der 1978 geborene Niederländer Gijs Leenaars, der zuvor beim Chor des Niederländischen Rundfunks an der Spitze stand und ein engagierter Anwalt für die zeitgenössische Musik ist. Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH. Gesellschafter sind Deutschlandradio, die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin und der Rundfunk Berlin Brandenburg.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 29. August 2006 mit Werken von Weill, Schönberg und Bernstein unter Leitung von John Axelrod.

    Juli 2017

    Sir Simon Rattle

    In Sommer 2017 dirigiert Sir Simon Rattle zum letzten Mal als Chefdirigent die Berliner Philharmoniker bei LUCERNE FESTIVAL: Nach 16 Jahren endet 2018 seine Amtszeit. Bereits im September 2017 tritt er seine neue Position als Musikdirektor beim London Symphony Orchestra an. Rattle wurde 1955 in Liverpool geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London. 1980 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, das er von 1990 bis 1998 als Music Director leitete und zu einem internationalen Spitzenensemble formte. 2002 wechselte er an die Spitze der Berliner Philharmoniker, deren Repertoire er seither sukzessive erweiterte: durch die Integration Neuer Musik, aber auch barocker Werke und musikhistorischer Raritäten. Viele der Konzerte wurden auf CD mitgeschnitten und mit Preisen ausgezeichnet. In seiner Abschiedssaison präsentiert Rattle mit den Philharmonikern u. a. Janáčeks Das schlaue Füchslein, Wagners Parsifal und Schumann Paradies und die Peri; ausserdem bringt er neue Werke von Hans Abrahamsen, Jörg Widmann, Magnus Lindberg und Brett Dean zur Uraufführung. Seit 1992 ist er dem Orchestra of the Age of Enlightenment eng verbunden, mittlerweile als «Principal Artist»; überdies dirigiert er die führenden Orchester Europas und der USA. Als Operndirigent debutierte er 1977 beim Glyndebourne Festival. Weitere Auftritte führten ihn an die Opéra de Paris, das ROH Covent Garden, die Nederlandse Opera, die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera New York. Im Frühjahr 2017 leitete er an der Berliner Staatsoper eine Neuproduktion von Berlioz’ La Damnation de Faust. 1994 wurde Simon Rattle als Knight Bachelor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben; er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der französischen Ehrenlegion. 2013 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn.

    Mai 2017

     


     

    Weitere Termine

    Elsa Dreisig

    2016 wurde Elsa Dreisig beim renommierten Gesangswettbewerb Operalia der Erste Preis für die beste Sängerin zuerkannt. Im selben Jahr war sie die „Gesangs-Entdeckung“ bei den Victoires de la musique classique und die anerkannte Fachzeitschrift "Opernwelt" verlieh ihr die begehrte Auszeichnung als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Schon 2015 hatte sie den Zweiten Preis beim Königin Sonja Wettbewerb in Oslo und den Ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Wettbewerb "Neue Stimmen" der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh erhalten. Im selben Jahr wurde sie ins Opernstudio der Staatsoper Berlin aufgenommen, wo ihr nunmehr bereits Hauptrollen wie Pamina (Die Zauberflöte) und Euridice (Orfeo ed Euridice) anvertraut werden. Weitere Verpflichtungen in der Saison 2016/17 umfassen nicht weniger als ihr Debüt an der Opéra national de Paris (Pamina), am Opernhaus Zürich (Musetta in La Boheme) und beim Festival d’Aix-en-Provence (Micaëla in Carmen). 2017/18 wird sie Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin sein und parallel dazu am Opernhaus Zürich (Pamina) und an der Opéra national de Paris (Lauretta in Gianni Schicchi) gastieren. Elsa Dreisig hat französisch-dänische Wurzeln und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris.

    Weitere Termine

    Mark Padmore

    Der britische Tenor Mark Padmore wurde 1961 in London geboren und wuchs in Canterbury auf. Zunächst studierte er Klarinette, wechselte aber 1979 als «Choral Scholar» an das King’s College und zur Gesangsdisziplin. 1991 begann er seine enge Zusammenarbeit mit William Christie und Les Arts Florissants, 1992 mit Philippe Herreweghe und dem Collegium Vocale Gent. Insbesondere als Evangelist und Tenorsolist in den Bachschen Chorwerken gelangte Padmore bald zu Weltruhm. Doch auch als Operninterpret trat er ab den neunziger Jahren verstärkt hervor: So war er in Peter Brooks Inszenierung des Don Giovanni in Aix-en-Provence zu erleben, gastierte als Tom Rakewell in Strawinskys The Rake’s Progress am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, gestaltete Händels Jephtha an der English National Opera und wirkte in szenischen Aufführungen der Bach-Passionen mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern mit. Beim Glyndebourne Festival war er als Captain Vere in Brittens Billy Budd zu erleben, in Aldeburgh brachte er zwei Einakter von Sir Harrison Birtwistle zur Uraufführung. In der Saison 2016/17 prägte Mark Padmore als «artist-in-residence» das Programm des BR-Symphonieorchesters, 2017/18 nimmt er dieselbe Position bei den Berliner Philharmonikern ein. Auch mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und der Britten Sinfonia verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Intensiv widmet sich Padmore dem Liedgesang: Für seine Aufnahme der Schubert-Liedzyklen mit Paul Lewis erhielt er 2010 den «Vocal Solo Award» des Magazins Gramophone, für Schumanns Dichterliebe mit Kristian Bezuidenhout 2011 den «Edison Award» und für seine Deutung von Brittens Serenade und Nocturne 2013 den «Echo Klassik». 2016 kürte ihn das Magazin Musical America zum «Vocalist of the Year». Mark Padmore ist künstlerischer Leiter des St. Endellion Summer Music Festival in Cornwall.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 31. August 1989 mit dem Hilliard Ensemble und Werken von Pärt, Holliger, Weir und Bryars.

    Juli 2017

    Weitere Termine

    Florian Boesch

    Der österreichische Bariton Florian Boesch, der aus einer Wiener Sängerfamilie stammt, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht von seiner Grossmutter Ruthilde Boesch, ehe er ab 1997 an der Wiener Universität für Musik studierte, wo er die Lied- und Oratorienklasse von Robert Holl absolvierte. Er begann seine internationale Karriere im Jahr 2003 als Papageno am Opernhaus Zürich. Seither ist Boesch Stammgast auf vielen internationalen Bühnen. In der Saison 2016/17 gastierte er als Zebul in Händels Jephtha an der Niederländischen Nationaloper, war mit Purcells The Fairy Queen am Theater an der Wien zu erleben und sang den Méphistophélès in Berlioz’ La Damnation de Faust an der Deutschen Staatsoper Berlin; 2017/18 wird er als Titelheld in Bergs Wozzeck und Händels Saul am Theater an der Wien zu erleben sein. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verband Florian Boesch mit Nikolaus Harnoncourt: Gemeinsam interpretierten sie Werke von Monteverdi, Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven, so bei Auftritten im Rahmen der styriarte, der Salzburger Festspiele und bei den Berliner Philharmonikern. Auch mit Ivor Bolton, Gustavo Dudamel, Iván Fischer, Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Sir Roger Norrington, Sir Simon Rattle und Robin Ticciati hat Florian Boesch konzertiert. In der vergangenen Spielzeit war er «artist-in-residence» am Wiener Konzerthaus, wo er Mendelssohns Elias, Beethovens Neunte Sinfonie, Bachs Johannes-Passion, Liedzyklen von Schubert und Krenek sowie ein Programm mit dem Ensemble Franui interpretierte. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist der Liedgesang: Mit Rezitalen stellte er sich bei der Schubertiade und der styriarte, beim Edinburgh Festival, in der Londoner Wigmore Hall, im Amsterdamer Concertgebouw und im Wiener Musikverein vor; für seine Einspielung mit Loewe-Balladen wurde ihm 2012 der «Edison Award» verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2006 als Poeta in Salieris Prima la musica, poi le parole unter der Leitung von David Stern.

    Juli 2017

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