Berliner Philharmoniker 1

Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko

Weber | Schubert

Mi, 01.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211325

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 320 220 150 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Berliner Philharmoniker 1

    Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko

    Carl Maria von Weber (1786–1826)
    Ouvertüre zur romantischen Oper Oberon
    Franz Schubert (1797–1828)
    Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 Grosse C-Dur-Sinfonie

    War Franz Schubert nicht mehr ganz bei Sinnen? Ausgerechnet er, der zu seiner Zeit allein als «Liederfürst» und Miniaturist Anerkennung gefunden hatte, legte am Ende seines kurzen Lebens eine Sinfonie von gewaltigem Ausmass vor, die Grosse in C-Dur, die mit ihren insistierenden Wiederholungen einzelner Motivgruppen eine hypnotische Wirkung entfaltet. Die Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, der er das Werk widmete, sah aufgrund der Länge und des hohen Anspruchs jedoch von einer Aufführung ab, sodass Schuberts Achte erst elf Jahre nach seinem Tod erstmals erklang. Wenn Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker dieses Werk spielen, wird niemand mehr die ursprüngliche Ablehnung verstehen können. Am ersten Abend ihres Luzerner Gastspiels erweisen sie auch Schuberts Zeitgenossen Carl Maria von Weber die Reverenz: mit der zauberischen Oberon-Ouvertüre, die der Komponist nur wenige Wochen, bevor er verstarb, zu Papier brachte. Sie führt in das verrückte Reich der Elfen und stimmt schon mit dem ersten Takt, dem Ruf des Horns, auf die Traumwelt der Romantik ein.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Berliner Philharmoniker

    1882 schlossen sich 54 ambitionierte Mu-siker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Geburtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze, der den Grundstein für die hohe Spielkultur legte. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895-1922), Wilhelm Furtwängler (1922-54) und Herbert von Karajan (1955-89), die das Klangbild entscheidend prägten und den Weltruhm begründeten. Von 1989 bis 2002 setzte Claudio Abbado neue Akzente, vor allem mit zeitgenössischen Kompositionen. Sir Simon Rattle führte von 2002 bis 2018 die Erweiterung des Repertoires fort und etablierte innovative Konzertformate. Seit 2019 ist Kirill Petrenko Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Das klassisch-romantische Repertoire, russische Musik sowie zu Unrecht in Vergessenheit geratene Komponist*innen sind Schwerpunkte seiner Arbeit. Ein wichtiges Anliegen ist Petrenko zudem das Education-Programm. In der 2009 eröffneten «Digital Concert Hall» werden die philharmonischen Konzerte live via Internet ausgestrahlt. CD- und DVD-Veröffentlichungen kommen seit 2014 auf dem eigenen Label «Berliner Philharmoniker Recordings» heraus. Einmal im Jahr präsentieren sich die Philharmoniker auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die, nach 45 Jahren in Salzburg, seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. Gefördert wird die Stiftung Berliner Philharmoniker durch das Land Berlin und den Bund sowie durch das grosszügige Engagement der Deutschen Bank als Hauptsponsor.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.

    Juli 2021


     

    Weitere Termine

    Kirill Petrenko

    Kirill Petrenko ist seit August 2019 Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. 1972 im sibirischen Omsk geboren, übersiedelte er als 18-Jähriger mit seiner Familie nach Vorarlberg in Österreich. Seiner Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik in Wien folgten ab 1997 ein Engagement an der dortigen Volksoper und Positionen als Generalmusikdirektor am Meininger Theater (1999-2002), an der Komischen Oper Berlin (2002-07) und an der Bayerischen Staatsoper (2013-20). Als Gast wirkte er an Häusern wie der Wiener Staatsoper, der Dresdner Semperoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Metropolitan Opera in New York und der Opéra national de Paris. Von 2013 bis 2015 leitete er Wagners Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. Petrenko eröffnete seine Amtszeit bei den Berliner Philharmonikern mit Beethovens Neunter Sinfonie. Neben der Auseinandersetzung mit dem klassisch-romantischen Kernrepertoire widmet er sich auch zu Unrecht vernachlässigten Werken und engagiert sich für die zeitgenössische Musik. In der Saison 2021/22 interpretiert er mit dem Orchester Werke von Komponisten, die unter dem NS-Terror zu leiden hatten: wie Leone Sinigaglia, Karl Amadeus Hartmann, Erwin Schulhoff und Alexander Zemlinsky. Ausserdem präsentiert er ein breites Repertoirespektrum von Felix Mendelssohn bis Bernd Alois Zimmermann. Mit der Leitung von Konzerten der Karajan-Akademie und des Bundesjugendorchesters setzt er sich für die Ausbildung junger Musiker*innen ein, ausserdem widmet er sich Education-Projekten. Bei den Osterfestspielen in Baden-Baden dirigiert er neben Konzerten auch Opernproduktionen. Auf Tourneen mit den Berliner Philharmonikern ist Petrenko regelmässig bei den Festspielen in Salzburg und Luzern, in den europäischen Musikmetropolen und demnächst auch in Asien zu erleben. Neben Werken von John Adams und Gustav Mahler hat er Sinfonien von Beethoven, Tschaikowsky und Franz Schmidt eingespielt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2016 als er das Bayerische Staatsorchester bei einem Wagner-Strauss-Programm leitete.

    Juli 2021

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