Sinfoniekonzert 13

Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko | Yuja Wang

Dukas | Prokofjew | Schmidt

Do, 30.08. | 19.30 Uhr | Nr. 18323

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 13

    Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko | Yuja Wang

    Yuja Wang  Klavier

    60. Luzerner Bühnenjubiläum der Berliner Philharmoniker

    Paul Dukas (1865–1935)
    La Péri, ou La Fleur d’immortalité
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26
    Franz Schmidt (1874–1939)
    Sinfonie Nr. 4 C-Dur

    Was gibt es Schlimmeres für Eltern, als wenn das eigene Kind vor ihnen stirbt? Der österreichische Komponist Franz Schmidt, einer der letzten Romantiker, musste diese traumatische Erfahrung machen, als seine einzige Tochter Emma im März 1932 zu Tode kam. Mit seiner Vierten Sinfonie komponierte er daraufhin eine Art Requiem, das elegische Klagegesänge anstimmt, einen ausgreifenden Trauermarsch präsentiert und am Ende den Abschied zelebriert: «ein Sterben in Schönheit», wie Schmidt sagte, «wobei das ganze Leben noch einmal vorüberzieht». Kirill Petrenko wird mit den Berliner Philharmonikern dieses selten gespielte Werk aufführen. Zuvor interpretiert die chinesische Hypervirtuosin Yuja Wang Sergej Prokofjews beliebtestes Klavierkonzert, das muntere Dritte. Am Anfang aber steht ein Ausflug in die persische Märchenwelt: mit Paul Dukas’ Ballettmusik zu La Péri aus dem Jahr 1911, in der es um eine gute Fee geht, halb Engel, halb Mensch. Und dieses impressionistisch angehauchte Stück muss sich hinter Dukas’ populärem Zauberlehrling keineswegs verstecken …
     

    Podcast «Kinderszenen»: Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Radio SRF2 Kultur sendet das Konzert live.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

     

     

    Berliner Philharmoniker

    1882 schlossen sich 54 ambitionierte Musiker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Geburtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie 1887 einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze, der den Grundstein für die hohe Spielkultur legte. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–54) und Herbert von Karajan (1955–89), die das Klangbild entscheidend prägten. Namentlich in der Ära Karajan erlangten die Berliner Philharmoniker mit Tourneen und zahlreichen preisgekrönten Plattenaufnahmen weltweiten Ruhm. Seit Oktober 1963 residiert das Orchester in der Berliner Philharmonie, einem von Hans Scharoun entworfenen Konzertsaal mit 2.400 Plätzen. 1989, nach dem Tod Karajans, wählten die Berliner Philharmoniker Claudio Abbado zu ihrem neuen Chef: Er reicherte das Repertoire mit zeitgenössischen Werken an und präsentierte thematische Zy-klen. Von 2002 bis zum Sommer 2018 stand Sir Simon Rattle an der Spitze der Philharmoniker und brachte Musik vom Barock bis zur Gegenwart zu Gehör. Seit August 2019 amtiert Kirill Petrenko als Chefdirigent und wird in seiner ersten Saison sinfonische Meilensteine wie Beethovens Neunte und Mahlers Sechste dirigieren, aber auch Musik von Sergej Rachmaninow und Josef Suk. Mit seiner «Digital Concert Hall», die 2019 ihren zehnten Geburtstag feiert, erreicht das Orchester mittlerweile ein Millionenpublikum in aller Welt und strahlt jährlich 40 Konzerte live via Internet aus. Seit 2014 veröffentlicht es CDs und DVDs auf dem eigenen Label «Berliner Philharmoniker Recordings». Einmal im Jahr präsentieren sich die Philharmoniker auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. 2019 musizierten sie dort Verdis Otello, 2020 steht, unter Petrenkos Leitung,  Beethovens Fidelio auf dem Programm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.

    August 2019


     

    Weitere Termine

    Kirill Petrenko

    Kirill Petrenko, seit August 2019 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wurde 1972 im sibirischen Omsk geboren. Als 18-Jähriger übersiedelte er mit seiner Familie nach Vorarlberg in Österreich. Seiner Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik in Wien folgte ab 1997 ein Engagement als Assistent und Kapellmeister an der dortigen Volksoper; anschliessend war er von 1999 bis 2002 Generalmusik-direktor am Meininger Theater. Mit seinem Dirigat von Wagners Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und der Ausstattung von Alfred Hrdlicka erregte er dort 2001 zum ersten Mal internationales Aufsehen. Von 2002 bis 2007 stand Kirill Petrenko als Generalmusikdirektor an der Spitze der Komischen Oper Berlin. Zudem gastierte er an den Staatsopern von München und Wien, an der Dresdner Semperoper, der Oper Frankfurt, am Londoner Royal Opera House, an der Metropolitan Opera New York, an der Pariser Opéra Bastille sowie beim Maggio Musicale Florenz und bei den Salzburger Festspielen. Von 2013 bis 2015 leitete er eine Neuproduktion von Wagners Ring bei den Bayreuther Festspielen. Im Herbst 2013 trat Petrenko sein Amt als Ge-neralmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, das er noch bis Ende der Spielzeit 2019/20 innehat. Auf dem Konzertpodium dirigierte er u. a. die Wiener Philharmoniker, die Staatskapellen von Berlin und Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und das Israel Philharmonic Orchestra. Bei den Berliner Philharmonikern, die ihn im Juni 2015 an ihre Spitze wählten, gab Petrenko 2006 sein Debut mit Werken von Bartók und Rachmaninow. In seiner ersten Saison als «Chef» wird er mit dem Orchester fünf Programme erarbeiten und im Mai 2020 in Israel gastieren.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2016 als er das Bayerische Staatsorchester bei einem Wagner-Strauss-Programm leitete.

    August 2019

    Weitere Termine

    Yuja Wang

    Die 1987 in Peking geborene chinesische Pianistin Yuja Wang begann ihre Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren. Sie studierte zunächst am Zentralen Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt, ging dann als 14-Jährige nach Kanada an das Mount Royal College in Calgary und ein Jahr später zu Gary Graffman an das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie 2008 ihr Konzertdiplom erhielt. Schon 2003 hatte Yuja Wang beim Tonhalle-Orchester in Zürich debutiert. Danach schlossen sich Auftritte in den USA an: beim Boston, Chicago und San Francisco Symphony, beim New York und Los Angeles Philharmonic sowie beim Philadelphia Orchestra. In Europa wiederum arbeitet Yuja Wang mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin zusammen, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Orchestre de Paris, der Filarmonica della Scala oder den St. Petersburger Philharmonikern. In der Saison 2018/19 war sie «artist-in-residence» in der New Yorker Carnegie Hall, im Wiener Konzerthaus und in der Luxemburger Philharmonie. Sie ging mit den Münchner Philharmonikern und Valery Gergiev auf Asien-Tour und bestritt eine Europareise mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Gražinytė-Tyla. Im März 2019 hob Wang mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel John Adams’ neues Klavierkonzert aus der Taufe. Mit den Wiener Philharmonikern trat sie im Juni 2019 beim legendären Sommernachtskonzert im Schlosspark Schönbrunn auf. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Yuja Wang mit dem Geiger Leonidas Kavakos; auf CD haben die beiden die Brahms-Sonaten herausgebracht. Zuletzt veröffentlichte sie das Album The Berlin Recital mit Werken u. a. von Schumann, Tschaikowsky und Prokofjew sowie eine CD mit dem Klarinettisten Andreas Ottensamer. Das Magazin Musical America wählte Yuja Wang zur «Künstlerin des Jahres» 2017.

    Debut bei LUCERNE FESTIVA im August 2009 mit Prokofjews Drittem Klavierkonzert, begleitet vom LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA unter Claudio Abbado.

    Juli 2019

     

    Yuja Wang im Interview (Musik&Theater, 01.07.2009)

    Yuja Wang im Interview (Sonntag AZ, 31.05.2009)

     


     

    Weitere Termine

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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