Berliner Philharmoniker 2

Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko | Anna Vinnitskaya

Prokofjew | Suk

Do, 02.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211326

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 320 220 150 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Berliner Philharmoniker 2

    Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko | Anna Vinnitskaya

    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Des-Dur op. 10
    Josef Suk (1874–1935)
    Pohádka léta («Ein Sommermärchen») Sinfonische Dichtung op. 29

    Josef Suk steht bei Kirill Petrenko ganz hoch im Kurs, seit er als Student die Musik des tschechischen Komponisten für sich entdeckte. Die opulente Klangwelt Suks, die Anklänge an Wagner mit der böhmischen Tradition und impressionistischen Einflüssen verbindet, schlug ihn sofort in Bann. Für den zweiten Auftritt der Berliner Philharmoniker hat Petrenko das Sommermärchen ausgesucht, das Suk nach dem Tod seiner geliebten Frau Otilie und seines Schwiegervaters Antonín Dvořák schuf. Die fünf Sätze stellen eine Reise durch den Tag dar, von der ersten Morgenstunde bis in die tiefe Nacht, und stehen für den Versuch, nach der erlittenen Tragödie zurück ins Leben zu finden. Doch dabei hat der imaginäre «Held» auch mit verrückten Trugbildern, Halluzinationen und einem Hexensabbat zu kämpfen, ehe er am Ende Frieden und Trost erlangt. Eröffnet wird das Konzert von Anna Vinnitskaya, als Virtuosin ebenso gefeiert wie als Klangpoetin, die das atemberaubende Des-Dur-Klavierkonzert spielt, mit dem der junge Sergej Prokofjew als «enfant terrible» schlagartig zur Berühmtheit aufstieg.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Berliner Philharmoniker

    1882 schlossen sich 54 ambitionierte Mu-siker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Geburtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze, der den Grundstein für die hohe Spielkultur legte. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895-1922), Wilhelm Furtwängler (1922-54) und Herbert von Karajan (1955-89), die das Klangbild entscheidend prägten und den Weltruhm begründeten. Von 1989 bis 2002 setzte Claudio Abbado neue Akzente, vor allem mit zeitgenössischen Kompositionen. Sir Simon Rattle führte von 2002 bis 2018 die Erweiterung des Repertoires fort und etablierte innovative Konzertformate. Seit 2019 ist Kirill Petrenko Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Das klassisch-romantische Repertoire, russische Musik sowie zu Unrecht in Vergessenheit geratene Komponist*innen sind Schwerpunkte seiner Arbeit. Ein wichtiges Anliegen ist Petrenko zudem das Education-Programm. In der 2009 eröffneten «Digital Concert Hall» werden die philharmonischen Konzerte live via Internet ausgestrahlt. CD- und DVD-Veröffentlichungen kommen seit 2014 auf dem eigenen Label «Berliner Philharmoniker Recordings» heraus. Einmal im Jahr präsentieren sich die Philharmoniker auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die, nach 45 Jahren in Salzburg, seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. Gefördert wird die Stiftung Berliner Philharmoniker durch das Land Berlin und den Bund sowie durch das grosszügige Engagement der Deutschen Bank als Hauptsponsor.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.

    Juli 2021


     

    Weitere Termine

    Kirill Petrenko

    Kirill Petrenko ist seit August 2019 Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. 1972 im sibirischen Omsk geboren, übersiedelte er als 18-Jähriger mit seiner Familie nach Vorarlberg in Österreich. Seiner Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik in Wien folgten ab 1997 ein Engagement an der dortigen Volksoper und Positionen als Generalmusikdirektor am Meininger Theater (1999-2002), an der Komischen Oper Berlin (2002-07) und an der Bayerischen Staatsoper (2013-20). Als Gast wirkte er an Häusern wie der Wiener Staatsoper, der Dresdner Semperoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Metropolitan Opera in New York und der Opéra national de Paris. Von 2013 bis 2015 leitete er Wagners Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. Petrenko eröffnete seine Amtszeit bei den Berliner Philharmonikern mit Beethovens Neunter Sinfonie. Neben der Auseinandersetzung mit dem klassisch-romantischen Kernrepertoire widmet er sich auch zu Unrecht vernachlässigten Werken und engagiert sich für die zeitgenössische Musik. In der Saison 2021/22 interpretiert er mit dem Orchester Werke von Komponisten, die unter dem NS-Terror zu leiden hatten: wie Leone Sinigaglia, Karl Amadeus Hartmann, Erwin Schulhoff und Alexander Zemlinsky. Ausserdem präsentiert er ein breites Repertoirespektrum von Felix Mendelssohn bis Bernd Alois Zimmermann. Mit der Leitung von Konzerten der Karajan-Akademie und des Bundesjugendorchesters setzt er sich für die Ausbildung junger Musiker*innen ein, ausserdem widmet er sich Education-Projekten. Bei den Osterfestspielen in Baden-Baden dirigiert er neben Konzerten auch Opernproduktionen. Auf Tourneen mit den Berliner Philharmonikern ist Petrenko regelmässig bei den Festspielen in Salzburg und Luzern, in den europäischen Musikmetropolen und demnächst auch in Asien zu erleben. Neben Werken von John Adams und Gustav Mahler hat er Sinfonien von Beethoven, Tschaikowsky und Franz Schmidt eingespielt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2016 als er das Bayerische Staatsorchester bei einem Wagner-Strauss-Programm leitete.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Anna Vinnitskaya

    Als Tochter eines Pianistenpaars wurde Anna Vinnitskaya 1983 im russischen Noworos-sijsk geboren, einer Hafenstadt am Schwarzen Meer. Im Alter von sechs Jahren begann sie ihre Klavierausbildung bei ihrer Mutter, mit neun Jahren gab sie ihren ersten Klavierabend. Ihr Studium absolvierte Vinnitskaya dann bei Sergej Ossipenko am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow am Don und bei Evgeni Koroliov an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Dort wurde sie im Oktober 2009 selbst zur Professorin für Klavier berufen. Anna Vinnitskaya begründete ihre internationale Laufbahn 2007 mit dem Ersten Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel, 2008 wurde ihr der Leonard Bernstein Award verliehen. Seither konzertierte sie mit dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic, den Münchner Philharmonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern und dem Orchestre de la Suisse Romande. 2019 gab sie mit Prokofjews Zweitem Klavierkonzert ihren Einstand bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden und den Berliner Philharmonikern, 2020 debutierte sie mit Schostakowitschs Zweitem Klavierkonzert beim Leipziger Gewandhausorchester und mit Rachmaninows Drittem beim Orchestre Philharmonique de Radio France. Zu ihren Partner*innen am Pult zählen Iván Fischer, Alan Gilbert, Mirga Gražinytė-Tyla, Marek Janowski, Andris Nelsons, Kirill Petrenko und Krzysztof Urbański. Mit Rezitalen gastierte Vinnitskaya in den grossen Konzertsälen vieler europäischer Länder sowie in den USA, Brasilien, Japan, Korea und China. Für ihre CDs erhielt sie Preise wie den Diapason d’or und den Echo Klassik. Mit der Kremerata Baltica spielte sie die Schostakowitsch-Konzerte ein, mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester Werke von Rachmaninow, mit der Kammerakademie Potsdam Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach. Im Februar 2021 erschien ihr jüngstes Album, das den Balladen und Impromptus von Frédéric Chopin gewidmet ist.

    Debut bei Lucerne Festival am 30. August 2011 im Rahmen der «Debut»-Reihe mit Werken von Debussy, Skrjabin und Ravel.

    Juli 2021

     

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium 
    mit Susanne Stähr

    Das Auditorium öffnet 30 Minuten vor dem Beginn der Einführung. Aufgrund der aktuellen Situation sowie der Vorgaben der Covid-Verordnung des Bundes ist die Zahl der Sitzplätze eingeschränkt.