«räsonanz» – Stifterkonzert

Bamberger Symphoniker | Jakub Hrůša | Juliane Banse | Ilya Gringolts

Szeghy | Furrer | Srnka

Mo, 06.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211331

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 90 60 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    «räsonanz» – Stifterkonzert

    Bamberger Symphoniker | Jakub Hrůša | Juliane Banse | Ilya Gringolts

    Jakub Hrůša  Dirigent
    Iris Szeghy (*1956)
    Offertorium für Sopran und Orchester nach einem Gedicht von Emily Dickinson
    Uraufführung
    Beat Furrer (*1954)
    Konzert für Violine und Orchester
    Schweizer Erstaufführung
    Miroslav Srnka (*1975)
    move 01-04 für Orchester
    Erste Gesamtaufführung aller bestehenden Teile (move 01-03 in revidierten Fassungen, Erstaufführungen)

    Was gibt’s Neues? Im räsonanz – Stifterkonzert können Sie es herausfinden, denn hier steht aktuelle Orchestermusik auf dem Programm. Iris Szeghy stellt ihr jüngst enstandenes Offertorium vor: ein expressives Sopransolo auf Verse von Emily Dickinson. Beat Furrer hat den Corona-Stillstand dazu genutzt, ein teuflisch schwieriges Violinkonzert für Ilya Gringolts fertigzustellen. Eine «Zwanzig-Minuten-Eruption», resümierte die Süddeutsche Zeitung nach der Münchner Uraufführung im vergangenen Oktober. «Furrer reiht Klangteppiche aneinander, setzt dunkles Raunen gegen gehetztes Sologehäcksel, harte Kontraste treffen aufeinander, rasant virtuose Läufe kommen wie ein Hauch daher. Alles ist wirkungsvoll, mitreissend, komplex.» Miroslav Srnka schliesslich spürt in einer Reihe von Orchesterstücken, komponiert zwischen 2015 und 2020, nicht nur musikalischen Bewegungen nach, sondern auch ihren Voraussetzungen: den physischen Bewegungen der Musiker*innen. Für die erste Gesamtaufführung hat er move 2 noch einmal neugefasst.

    Eine Initiative der Ernst von Siemens Musikstiftung, in Kooperation mit Lucerne Festival und musica viva des Bayerischen Rundfunks

    Bamberger Symphoniker

    Die Bamberger Symphoniker feiern 2021 ihren 75. Geburtstag: Gegründet wurden sie im Frühjahr 1946, als sich ehemalige Mitglieder der Deutschen Philharmonie Prag in der historischen Stadt an der Regnitz wiedertrafen und einen neuen Klangkörper konstituierten. Erster Chefdirigent bis zu seinem Tod im Jahr 1968 war Joseph Keilberth; ihm folgten Eugen Jochum, James Loughran sowie Horst Stein, ehe Jonathan Nott im Januar 2000 für 16 Jahre die künstlerische Verantwortung übernahm. Seit der Spielzeit 2016/17 steht Jakub Hrůsa an der Spitze der Bamberger Symphoniker. Neben ihm bekleiden Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach als Ehrendirigenten eine herausgehobene Position. Im Laufe ihrer Geschichte haben die Bamberger Symphoniker mehr als 7.000 Konzerte in über sechzig Ländern gegeben. Sie traten bei den Salzburger Festspielen, beim Edinburgh Festival, bei den BBC Proms in London und im New Yorker Lincoln Center auf, bereisten Nordamerika, China, Japan und Taiwan. Jakub Hrůsa erarbeitet mit den Musiker*innen ein breites Repertoire, das auch auf die geschichtlichen Wurzeln des Orchesters Bezug nimmt und die tschechische Musik akzentuiert. Seit 2014 werden im Rahmen des «Encore»-Projekts Aufträge an zeitgenössische Komponist*innen vergeben, mit der Massgabe, «populäre» Stücke zu schreiben. Auch im Bereich der Nachwuchsförderung sind die «Bamberger» aktiv: Seit 2004 richten sie den Dirigierwettbewerb der Mahler Competition aus, seit 2010 verfügen sie über eine eigene Orchesterakademie. Für ihre Einspielungen wurden sie vielfach ausgezeichnet; 2020 erhielten sie die Bayerischen Staatspreis für Musik.

    Debut bei Lucerne Festival im Sommer 2007, als Jonathan Nott als «artiste étoile» das Orchester in drei Konzerten leitete. Ebenfalls unter Nott waren die «Bamberger» hier zuletzt am 26. August 2015 mit Verdis Falstaff zu erleben.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.bamberger-symphoniker.de.

    Juli 2021

    Jakub Hrůša

    Jakub Hrůša, geboren 1981 im tschechischen Brno, studierte Dirigieren u. a. bei Jiří Bělohlávek an der Akademie der musischen Künste in Prag. Seine Karriere begann er 2005 beim Prague Philharmonia, das er von 2008 bis 2015 als Chefdirigent leitete. Im Operngenre machte er zunächst bei Glyndebourne on Tour auf sich aufmerksam, wo er von 2010 bis 2013 das Amt des Musikdirektors innehatte. Später folgten Einladungen an die Wiener Staatsoper und das Opernhaus Zürich (mit Janáčeks Die Sache Makropulos), die Opéra national de Paris (mit Dvořáks Rusalka), die Oper Frankfurt (mit Puccinis Il trittico) und ans Royal Opera House nach London (mit Bizets Carmen). Seit 2016 steht Hrůša an der Spitze der Bamberger Symphoniker. Als Erster Gastdirigent war er von 2010 bis 2018 dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra verbunden; gegenwärtig nimmt er diese Position beim Philharmonia Orchestra in London und bei der Tschechischen Philharmonie ein. In den vergangenen Spielzeiten stellte sich Jakub Hrůša am Pult vieler internationaler Spitzenorchester vor, darunter das Royal Concertgebouworkest, das Leipziger Gewandhausorchester, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Mahler Chamber Orchestra, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic und das Chicago Symphony Orchestra. 2018 debutierte er bei den Berliner Philharmonikern und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 2019 folgte sein Einstand bei den Wiener Philharmonikern. Auf CD hat Hrůša mit den Bamberger Symphonikern u. a. einen vierteiligen Brahms-Dvořák-Zyklus vorgelegt. Seine Aufnahmen mit Klavierkonzerten von Dvořák und Martinů sowie ein Mitschnitt von Barbers Vanessa aus Glyndebourne wurden 2020 mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet. Jakub Hrůša ist Präsident des International Martinů Circle und der Dvořák Society. 2015 erhielt er den erstmals verliehenen Sir Charles Mackerras Prize.

    Debut bei Lucerne Festival am 27. August 2019 am Pult des Mahler Chamber Orchestra mit Werken von Mozart, Schumann und Mendelssohn.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Juliane Banse

    Die Sopranistin Juliane Banse, in Süddeutschland geboren und in Zürich aufgewachsen, studierte zunächst bei Paul Steiner und Ruth Rohner, ehe sie ihre Ausbildung bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos vervollständigte. Im Alter von nur zwanzig Jahren debutierte sie als Pamina in der Zauberflöte an der Komischen Oper in Berlin; darauf schlossen sich Engagements an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper sowie am Opernhaus Zürich an, wo sie 1998 in der Uraufführung von Holligers Schneewittchen einen grossen Erfolg feierte. Ursprünglich im lyrischen Fach beheimatet, umfasst Juliane Banses Repertoire heute auch Partien wie die Figaro-Gräfin, die sie erstmals 2006 bei den Salzburger Festspielen gestaltete, Fiordiligi in Così fan tutte, Donna Elvira in Don Giovanni, Schumanns Genoveva, Tatjana in Eugen Onegin, Grete in Schrekers Der ferne Klang und die Marschallin im Rosenkavalier. 2014 stellte sie sich als Rosalinde in der Fledermaus an der Lyric Opera Chicago vor und gab als Zdenka in Strauss’ Arabella ihren Einstand an der Metropolitan Opera New York. 2018 wirkte sie bei der Uraufführung von Holligers jüngster Oper Lunea in Zürich mit, 2019 war sie in der Titelpartie von Braunfels’ Jeanne d’Arc am Opernhaus Köln zu erleben. Juliane Banse arbeitete viele Jahre mit Claudio Abbado zusammen; überdies konzertierte sie auch mit Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Lorin Maazel, Zubin Mehta und Franz Welser-Möst. Gerühmt werden nicht zuletzt ihre Liedinterpretationen, die auf zahlreichen preisgekrönten CDs dokumentiert sind. Gleich zweimal wurde ihr der Echo Klassik zugesprochen: für Braunfels’ Jeanne d’Arc und für die Achte Mahler unter David Zinman. Seit dem Wintersemester 2020/21 lehrt Juliane Banse als Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 5. September 1996 mit dem Liedprojekt Du holde Kunst.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Ilya Gringolts

    Der 1982 geborene Geiger Ilya Gringolts studierte zunächst in seiner Heimatstadt St. Petersburg, bevor er an die New Yorker Juilliard School wechselte, wo er drei Jahre lang von Itzhak Perlman unterrichtet wurde. 1998 gewann er den Paganini-Wettbewerb in Genua, von 2001 bis 2003 war er New Generation Artist der BBC. Als Solist konzertierte er seither mit den St. Petersburger Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NHK Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Royal Liverpool Philharmonic und dem City of Birmingham Symphony Orchestra. Dabei widmete er sich nicht nur den grossen Violinkonzerten des traditionellen Repertoires, sondern auch Novitäten von Augusta Read Thomas, Michael Jarrell, Bernhard Lang, Beat Furrer und Andrej Tchaikovsky. Eine wichtige Rolle spielt für Ilya Gringolts die Kammermusik, der er sich u. a. als Primarius des Gringolts Quartet widmet. Mit seinem Quartett trat er bei den Salzburger Festspielen und beim Edinburgh Festival auf, im Amsterdamer Concertgebouw und in der Hamburger Elbphilharmonie, der Philharmonie de Luxembourg und am Teatro La Fenice in Venedig. Gringolts kann auf eine reiche Diskographie verweisen, in der sich Paganinis 24 Capricen, Strawinskys Gesamtwerk für Violine und Violinkonzerte von Weinberg, Dvořák, Korngold und John Adams finden. Seine jüngste Einspielung, die im Januar 2021 erschien, ist Locatelli-Konzerten gewidmet, die er mit dem Finnish Baroque Orchestra aufgenommen hat. 2020 gründete Gringolts zusammen mit Ilan Volkov die I&I Foundation zur Förderung zeitgenössischer Musik, die Kompositionsaufträge vergibt. Er lehrt als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste und der Accademia Chigiana. Ilya Gringolts spielt auf einer Violine von Stradivari, der «ex Prové» aus dem Jahr 1718.

    Debut bei Lucerne Festival am 31. August 2006 in der Reihe «Debut» mit Werken von Bartók, Bach und Schumann.

    Juli 2021

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium
    Iris Szeghy und Miroslav Srnka im Gespräch mit Mark Sattler

    Partner «räsonanz» – Stifterkonzert