Rezital 3

Arcadi Volodos

Liszt | Schumann

Do, 21.11. | 19.30 Uhr | Nr. 19509

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

16.11.-24.11. 2019

 

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    Franz Liszt (1811–1886)
    Sonetto 123 del Petrarca aus Années de pèlerinage - Deuxième année: Italie S 161 Nr. 6
    La lugubre Gondola As-Dur S 200 Nr. 2
    Saint François d’Assise: La Prédication aux oiseaux S 175 Nr. 1
    Ballade Nr. 2 h-Moll S 171
    Robert Schumann (1810–1856)
    Marsch aus Bunte Blätter op. 99
    Abendmusik aus Bunte Blätter op. 99
    Humoreske B-Dur op. 20

    Als der russische Pianist Arcadi Volodos in den 1990er Jahren ins Rampenlicht trat, mit aberwitzig virtuosen Klaviertranskriptionen, feierte ihn die Presse als «neuen Horowitz». So ehrenvoll das für ihn war, so strapaziös gestaltete sich fortan sein Alltag. «Ich bin siebzehn Jahre nur gereist. Immer nur Hotel, Flughafen, Konzertsaal, nichts anderes habe ich gesehen.» Doch Volodos zog seine Konsequenzen. Er reduzierte die Zahl der Konzerte drastisch, von 200 auf 50 im Jahr, konzentrierte sich auf Europa und verordnete sich Langsamkeit, freie Wochen, um wieder aufzutanken. Seiner Kunst ist diese Therapie bestens bekommen. Er beschäftigt sich nun mit delikaterem Repertoire, etwa mit den filigranen Miniaturen des Spaniers Federico Mompou oder dem herben Spätwerk von Johannes Brahms. Und das Ergebnis kann sich hören lassen: Sein Album Volodos Plays Brahms wurde 2018 mit dem «Gramophone Award», dem «Diapason d’or» und dem «Edison Klassiek» ausgezeichnet. Mit einem Doppelportrait der ungleichen Romantiker Liszt und Schumann kehrt Volodos jetzt, nach vierzehn Jahren Pause, zu LUCERNE FESTIVAL zurück.

    Arcadi Volodos

    Arcadi Volodos, 1972 in St. Petersburg als Sohn eines Sängerehepaars geboren, studierte zunächst Gesang und Dirigieren am dortigen Konservatorium, ehe er sich ab 1987 ganz dem Klavierspiel widmete und seine pianistische Ausbildung bei Galina Egizarowa am Moskauer Konservatorium, bei Jacques Rouvier am Pariser Conservatoire und bei Dmitri Bashkirov an der Madrider Musikhochschule «Reina Sofía» absolvierte. Ohne jemals an einem internationalen Wettbewerb teilgenommen zu haben, wurde Volodos 1996 bei einem privaten Konzert von einem Plattenmanager «entdeckt» und für ein grosses Label unter Vertrag genommen. 1997 erschien seine erste CD mit Transkriptionen, darunter auch eigene Bearbeitungen, die ebenso wie seine Live-Auftritte für Aufsehen sorgte. Rasch erhielt er daraufhin Angebote, in den wichtigsten Sälen der Welt zu konzertieren. Auch arbeitet er seitdem mit führenden Orchestern zusammen, wie etwa die Berliner Philharmoniker, das New York und das Israel Philharmonic, das Chicago und das Boston Symphony Orchestra, das Royal Concertgebouworkest, das Philharmonia Orchestra, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig. Im Zentrum seines Repertoires stehen Werke Beethovens, der Romantiker sowie russischer und spanischer Komponisten. 2019/20 tritt Arcadi Volodos u. a. im Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw, in der Berliner Philharmonie, im Londoner Barbican Centre, im Théâtre des Champs-Elysées, im Parco della Musica di Roma und im Auditorium Gulbenkian in Lissabon auf. Seine Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen ausge­zeichnet: So erhielt das Album Volodos Plays Brahms mit späten Klavierstücken des Komponisten, das er 2017 veröffentlichte, den «Diapason d’or», den «Gramophone Award» und den «Edison Award». Im November 2019 kam seine jüngste, Franz Schubert gewidmete CD heraus.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 16. August 1997 mit Rachmaninows Zweitem Klavierkonzert und dem Royal Concertgebouworkest unter Riccardo Chailly.

    Oktober 2019

    18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    Konzerteinführung mit Susanne Stähr