Rezital Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter | Lambert Orkis

Mozart | Beethoven | Franck

Di, 07.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211332

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 240 150 100 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Rezital Anne-Sophie Mutter

    Anne-Sophie Mutter | Lambert Orkis

    Lambert Orkis  Klavier
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Violinsonate e-Moll KV 304
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Violinsonate F-Dur op. 24 Frühlingssonate
    César Franck (1822–1890)
    Violinsonate A-Dur

    Wie nur wenige Klassikstars hat sich Anne-Sophie Mutter während der Corona-Pandemie für einen Neustart des Musiklebens eingesetzt. Dabei hat sie nicht nur an die Politik appelliert und in zahlreichen Interviews auf die katastrophale Situation insbesondere der Freelancer hingewiesen; sie hat auch als Überraschungsgast in Gottesdiensten gespielt und dort Spenden für notleidende Kolleg*innen gesammelt. «Musik ist ein Grundbedürfnis des Menschen», bringt sie ihr Engagement auf den Punkt. Wie sehr die Musik beglücken und beseligen kann, das beweist Anne-Sophie Mutter mit ihrem Klavierpartner Lambert Orkis bei diesem Rezital. Drei Violinsonaten hat sie ausgesucht, die allesamt tief zu Herzen gehen. Mozarts e-Moll-Sonate beginnt in aufgewühlter Stimmung und mündet in ein betörend entrücktes Finale. Beethovens Frühlingssonate verströmt eine ausgesprochen gelöste, lichte und freundliche Atmosphäre. Und César Francks leidenschaftliche A-Dur-Sonate, die er dem berühmten Virtuosen Eugène Ysaÿe zur Hochzeit schenkte, ist ohnehin eine Ikone im Violinrepertoire. 

    Mit freundlicher Unterstützung von Apricum Circle

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Anne-Sophie Mutter

    Geboren im badischen Rheinfelden, begann Anne-Sophie Mutter ihre Karriere 1976, im Alter von dreizehn Jahren, bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, wie Lucerne Festival damals hiess. Schon ein Jahr später trat sie in Salzburg mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben dem klassischen Repertoire auch immer wieder neue Werke vor: 29 Partituren hat sie mittlerweile zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn, Wolfgang Rihm und John Williams, dessen Violinkonzert sie gerade, im Juli 2021, in Tangle-wood aus der Taufe hob. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: Zu diesem Zweck hat sie 2008 die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» und das Stipendiaten-Ensemble «Mutter’s Virtuosi» gegründet, mit dem sie 2021/22 eine grosse Europa-Tournee bestreitet. Ausserdem geht sie in der kommenden Saison mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko und dem Violinkonzert von André Previn auf Gastspielreise; in Asien präsentiert sie ihr John-Williams-Projekt Across the Stars. Als Kammermusikerin tritt sie mit ihrem langjährigen Klavierpartner Lambert Orkis und dem Cellisten Maximilian Hornung auf. Anne-Sophie Mutter erhielt den Ernst von Siemens Musikpreis, den Leipziger Mendelssohn-Preis und den Polar Music Prize. Bereits viermal wurde ihr der begehrte Grammy verliehen. Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. 2013 wurde sie zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences ernannt. Seit 2021 amtiert Anne-Sophie Mutter als Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1976 in der Reihe «Junge Künstler» mit Werken von de Falla, Paganini und Sarasate, am Klavier Christoph Mutter. 

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Lambert Orkis

    Der amerikanische Pianist Lambert Orkis, geboren 1946 in Philadelphia, begann als Vierjähriger mit dem Klavierspiel und konnte schon im Alter von zwölf Jahren als Solist beim Philadelphia Orchestra debutieren. Heute gehören die Kammermusik, die Interpretation zeitgenössischer Werke und das Spiel auf historischen Instrumenten zu seinen künstlerischen Schwerpunkten. Seit 1988 ist Orkis Klavierpartner der Geigerin Anne-Sophie Mutter, mit der er in aller Welt auftritt und zahlreiche preiskrönte CDs eingespielt hat: Für ihre Gesamtaufnahme der Beethoven-Violinsonaten erhielten die beiden den Grammy. Elf Jahre lang begleitete Orkis auch den legendären Cellisten Mstislaw Rostropowitsch bei seinen Rezitalen; Rostropowitsch richtete für ihn während seiner Amtszeit als Chefdirigent des National Symphony Orchestra in Washington eigens die Position eines Ersten Tasteninstrumentalisten ein. Ausserdem musizierte Lambert Orkis mit den Cellist*innen Lynn Harrell, Anner Bylsma und Han-Na Chang, dem Geiger Julian Rachlin, dem Bratscher Steven Dann und Ensembles wie dem Emerson, dem American und dem Curtis String Quartet. Als Solist hat er mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Leonard Slatkin, Rafael Frühbeck de Burgos und Günther Herbig zusammengearbeitet. Orkis interpretiert ein breitgefächertes Repertoire für verschiedenste Besetzungen. Komponisten wie George Crumb, Richard Wernick und James Primosch haben neue Solowerke für ihn geschrieben. Diesem Engagement für die Gegenwartsmusik steht auf der anderen Seite das Interesse für die historisch informierte Aufführungspraxis gegenüber: Werke von Beethoven und Schubert hat Orkis auf einem Hammerklavier eingespielt, Klavierstücke von Louis Moreau Gottschalk auf einem 1865 gebauten Chickering-Konzertflügel. Lambert Orkis lehrt als Professor für Klavier am Boyer College of Music and Dance der Temple University in Philadelphia; dort wurde ihm der Award for Creative Achievement verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1994 bei einem Rezital mit Anne-Sophie Mutter und Werken von Strawinsky, Beethoven, Currier und Schumann.

    Juli 2021

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