Abel Selaocoe © © Mlungisi Mlungwana
Abel Selaocoe © © Mlungisi Mlungwana
Abel Selaocoe | Fred Thomas

Mitwirkende


Programm

12.15 Uhr
«Hae Ke Kae — Wo Heimat ist»
Johann Sebastian Bach, Musik aus Südafrika und Improvisationen
Dieses Konzert hat keine Pause.


Beschreibung

«Ich bin ein klassischer Musiker, habe am Royal Northern College of Music studiert», sagt der Cellist Abel Selaocoe. Und bekennt zugleich: «Ich bin auch ein afrikanischer Musiker. Also muss ich beides verbinden. Ich beziehe mich in meiner Arbeit ebenso auf ‹Papa Bach› wie auf meine Ahnen und lasse sie in einem Raum aufeinandertreffen.» Wie diese Symbiose klingt, zeigt der 1991 geborene Selaocoe mit seinem Projekt «Hae Ke Kae – Wo Heimat ist». Dabei wird er nicht nur äusserst virtuos auf seinem Cello spielen und improvisieren, sondern auch dazu singen und perkussive Effekte beisteuern. Ein Schlüsselerlebnis hatte er, als er bei sich zuhause in Südafrika Bachs Suiten für Violoncello solo übte und hörte, wie die Melodien, die er gerade einstudierte, von seiner Familie aufgenommen, ausgelegt und anverwandelt wurden. Ganz ähnlich geht er nun selbst vor und greift dazu verschiedenste Impulse auf: Rhythmen aus Botswana oder Klangfarben von Instrumenten aus Tansania und Lesotho. Heimat ist für Selaocoe nicht nur ein geographischer Begriff – sie hat zu tun mit Spiritualität, mit Ritualen und Zeremonien. Und natürlich mit den Menschen, die wir lieben.


Veranstaltungsort