2004
Die erste LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wurde unter der Leitung von Pierre Boulez durchgeführt und war ein grosser Erfolg. Musical America.com titelte gar: «The pace of innovation at Switzerland’s LUCERNE FESTIVAL shows no signs of slowing down» (Das Tempo der Innovationen im Schweizerischen LUCERNE FESTIVAL, zeigt kein Zeichen der Verlangsamung).
Am 29. August 2004 fiel der Startschuss zu dieser einzigartigen neuen Ausbildungsstätte. Rund 120 handverlesene Musikstudenten aus aller Welt bekamen bei diesem Gipfeltreffen der zeitgenössischen Musik die Möglichkeit, Erfahrungen auf dem Gebiet der Neuen Musik zu sammeln und ihre Kenntnis des zeitgenössischen Repertoires auszubauen. Mit Dozenten wie Pierre Boulez, zugleich künstlerischer Leiter der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, «composer-in-residence» Sir Harrison Birtwistle, «artiste étoile» Maurizio Pollini, Hanspeter Kyburz und Cliff Colnot sowie den Musiker-Dozenten des Ensemble Intercontemporain standen den Studenten erstklassige Lehrmeister zur Verfügung, mit denen sie sowohl sinfonische Werke als auch das Solo- und Kammermusikrepertoire des 20. und 21. Jahrhunderts einstudieren konnten.
Unter den zahlreichen künstlerischen Höhepunkte von LUCERNE FESTIVAL, SOMMER 2004, welches dem Thema Freiheit gewidmet war, finden sich neben den Konzerten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das mit seiner zweiten Ausgabe ein weltweites Medienecho bis nach Japan und China erreichte, die erste Residenz des Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst mit der Uraufführung von «Night’s Black Bird» von Harrison Birtwistle, Empfänger der ersten «Roche Commissions» und ebenso «composer-in-residence». Die chinesisch-amerikanische Künstlerin Chen Yi erhielt den zweiten Kompositionsauftrag der «Roche Commissions» für 2005. Der Doppeleinsatz von Mariss Jansons sowohl am Pult des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wie auch als neuer Chefdirigent des Koninklijk Concertgebouworkest, und die Residenz der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle mit u.a. der Aufführung von Messiaens «Éclairs sur l’Au-delà» lösten Elogen in der Presse aus.
Dass «Luzern konsequent auf die Moderne setzt» (Neue Zürcher Zeitung) wurde durch die starke Frequentierung der Reihe «Moderne» mit u.a. sechs Uraufführungen wiederholt deutlich.
Während der Residenz der Wiener Philharmoniker unter Valery Gergiev wurde zum dritten Mal der «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award» vergeben, der auf einer Initiative von LUCERNE FESTIVAL, den Wiener Philharmonikern, der Gesellschaft der Musikfreunde Wien sowie der Jubiläumsstiftung der CREDIT SUISSE GROUP beruht. Diesjährige Empfängerin des mit CHF 75'000 dotierten Preises war die aus Argentinien stammende Cellistin Sol Gabetta.
2003
Erste Präsentation von LUCERNE FESTIVAL in Japan mit Konzerten des GMJO und Pierre Boulez. Gründung einer Vereinigung japanischer Freunde von LUCERNE FESTIVAL mit zunächst 120 Mitgliedern. Mit 38 Festivaltagen hatte SOMMER die in der Festivalgeschichte bisher längste Dauer.
Festival-Thema «ICH» mit den Konzertzyklen «Wanderer», «Spiegel», «Grenzen» und «Porträt». Nach 10 Jahren hat LUCERNE FESTIVAL wieder ein eigenes Orchester: Die Aufführung der 2. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA und Claudio Abbado ist ein Höhepunkt des Festivalsommers, ebenso die Schweizer Erstaufführungen des «Requiems für einen jungen Dichter» von Bernd Alois Zimmermann und des dramatischen Gedichts «Manfred» von Robert Schumann mit Heinz Holliger und Klaus Maria Brandauer und schliesslich die beiden konzertanten Aufführungen von Wolfgang Amadé Mozarts «Idomeneo» sowie Heiner Goebbels’ «Surrogate Cities» mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Simon Rattle. 31 Sinfoniekonzerte, 5 «orchestras-in-residence». Thomas Demenga und Ingo Metzmacher sind «artistes étoiles», Heiner Goebbels und Isabel Mundry die «composers-in-residence». Insgesamt 150 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts sowie18 Uraufführungen, davon 14 Auftragswerke von LUCERNE FESTIVAL (9 Aufträge an Schweizer Komponisten: Heinz Holliger, Rudolf Kelterborn, Jürg Wyttenbach, Thomas Demenga, Gérard Zinsstag, Mela Meierhans, Jacques Demierre, Bettina Skrzypczak. Durchführung der LUCERNE FESTIVAL PREVIEW ACADEMY unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez. Der Pianist Pawel Mazurkiewicz wird mit dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes ausgezeichnet.
Musiktheater «Winterreise» mit Simon Keenlyside in der Choreographie von Trisha Brown.
Koproduktion mit dem luzernertheater: «Der fliegende Holländer» von Richard Wagner.
Vereinbarung einer Kooperation mit Carnegie Hall und Vergabe der ersten Roche Commission.
Drei Konzerte von LUCERNE FESTIVAL (OSTERN und SOMMER) werden für das Fernsehen aufgezeichnet. Erstmals sind mehr als 400 Journalisten bei den drei Festivals akkreditiert
Bei PIANO steht in neun Konzerten der moderne Konzertflügel im Mittelpunkt. Das neue PIANO Off-Stage!, das Festival der Bar-Piano-Musik, hat grossen Erfolg.
2002
OSTERN: Doppeldebüt Münchner Philharmoniker und Christian Thielemann. Uraufführung des Mysterienspiels «Licht Klang Wort» von Koch-Schütz-Studer und Beni von Moos.
SOMMER: Beginn einer neuen Themen-Trilogie mit «Verführung» (Konzertzyklen «Liebe, Tanz und Leidenschaft», «Orient», Symposium, Ausstellungen, Fringe-Festival). «Artiste étoile» Alfred Brendel (Klavier). 32 Sinfoniekonzerte. 12 Uraufführungen. «Composers-in-residence» Pierre Boulez und Olga Neuwirth. 130 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Erstmals 5 orchestras-in-residence, die jeweils drei Sinfoniekonzerte musizieren (Berliner Philharmoniker, Chicago Symphony Orchestra, Koninklijk Concertgebouworkest, Los Angeles Philharmonic, Wiener Philharmoniker). Koproduktion mit dem luzernertheater: Olga Neuwirth: «Bählamms Fest».
Patricia Kopatchinskaja (Violine) erhält den Credit Suisse Group Young Artist Award.
PIANO umfasste acht Konzerte, in denen die Musik auf schwarzen und weissen Tasten in ihrer ganzen Bandbreite zu erleben war: Klassik, Jazz und Zeitgenössische Musik, Solo-Rezitals, Klavierduo sowie ein Programm mit sechs Klavieren.
2001
Im März Umbenennung der IMF in LUCERNE FESTIVAL, unter dessen Dach die drei Festivals OSTERN, SOMMER und PIANO firmieren. OSTERN: Erstaufführungen von Werken Krzysztof Pendereckis und Wolfgang Rihms. SOMMER: Eröffnung mit dem Feuerspektakel «KKL in Flammen».
Festivalthema «Schöpfung» mit Prometheus-Zyklus und Symposium. CH-Erstaufführung von Luigi Nonos «Prometeo». «Artiste étoile: Anne-Sophie Mutter (Violine). «Composers-in-residence»: Elliott Carter und Hanspeter Kyburz. 28 Sinfoniekonzerte. Erstmals ein «orchestra-in-residence»: das Chicago Symphony Orchestra aus der Sister City Luzerns spielt drei Konzer