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1937 bis 1956

1949  

1956
Gründung eines Kompositionsfonds des Festspielorchesters, der aus Erträgen der Radioübertragungen gespeist wird und die Bestellung und Uraufführung von Werken bedeutender Komponisten ermöglicht.
Herbert von Karajan dirigiert das Eröffnungskonzert mit dem Schweizerischen Festspielorchester und das Schlusskonzert mit dem Philharmonia Orchester.
Rudolf Baumgartner und Wolfgang Schneiderhan gründen aus Schülern der Meisterkurse die Festival Strings Lucerne.

1954
Das Philharmonia Orchestra London musiziert erstmals an den IMF.

1953
Walter Strebi wird Präsident des Organisationskomitees (bis 1965), künstlerische Berater sind Rolf Liebermann, Paul Sacher und Walter Schulthess (Leiter der Zürcher Konzertgesellschaft).
Gastspiel der Württembergischen Staatsoper Stuttgart mit Mozarts «Hochzeit des Figaro».

1951
Aufführung von Bachs «h-moll-Messe» mit den Wiener Symphonikern und dem Wiener Singverein unter der Leitung von Herbert von Karajan. Ferenc Fricsay dirigiert das Schweizerischer Festspielorchester.

1950
Wilhelm Furtwängler, Ernest Ansermet, Rafael Kubelik, Bruno Walter und Herbert von Karajan dirigieren das Schweizerischer Festspielorchester.
Auf Initiative von Walter Strebi wird der Begriff «International» weiter ausgelegt. Dem Festspielorchester sollen auch bedeutende Gastorchester aus dem Ausland zugesellt werden.

1949
Bruno Walter dirigiert erstmals das Schweizerische Festspielorchester.

1948
Erstmals dirigieren am 11.8. Rafael Kubelik und am 25.8. Herbert von Karajan das Schweizerische Festspielorchester.

1947
Gastspiel der English Opera Group. Benjamin Britten leitet die Aufführungen zweier seiner Opern: «The Rape of Lucretia» und «Albert Herring». Aufführung des «Deutschen Requiems» von Johannes Brahms mit dem Festwochenchor unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. Paul Hindemith dirigiert das Schweizerische Festspielorchester.

1946
Szenische Aufführung von Igor Strawinskys «L’histoire du soldat» in der Ausstattung der Uraufführung. Regie: Alfred Roulet, Musikalische Leitung: Ernest Ansermet.

1945
Fünf Sinfoniekonzerte. Solisten: Dinu Lipatti, Edwin Fischer, Marcel Dupré, Georg Kulenkampff, Pablo Casals, Paul Baumgartner, Marcel Moyse, Bronislaw Hubermann.

1944
Erstmals dirigiert Wilhelm Furtwängler in Luzern (er steht insgesamt 19 Mal am Pult des Schweizerischen Festspielorchesters: 1944, 1947–1953).
Paul Sacher leitet das Collegium Musicum Zürich bei der ersten Serenade am Löwendenkmal, die zu einem Wahrzeichen der IMF wird.

1943
Stadtpräsident Dr. Max Wey wird Präsident der Festwochen (bis 1953). Walter Strebi wird Mitglied des Organisationskomitees, dem er bis 1965 angehört. Rudolf Leuzinger übernimmt die künstlerische Organisation der Internationalen Musikalischen Festwochen (IMF).
Gründung des Schweizerischen Festspielorchesters als Eliteorchester der Schweiz. 112 Musiker aus der ganzen Schweiz treffen Mitte August für drei Wochen in Luzern zusammen, um hier miteinander in Proben und fünf Konzerten zu musizieren. Erstmals tragen und organisieren in der Schweiz ausübende Musiker eine namhafte kulturelle Manifestation selbst. Robert F. Denzler dirigiert am 26. August das erste Konzert des Festspielorchesters. Der spätere künstlerische Direktor der Festwochen und Leiter der Festival Strings Lucerne, Rudolf Baumgartner, und die legendäre ungarische Geigerin Stefi Geyer waren Mitglieder des Orchesters. Carl Schuricht leitet die Aufführung von Ludwig van Beethovens «Missa Solemnis» mit dem Festwochenchor.
Gründung der Meisterkurse (u.a. mit Edwin Fischer, Carl Flesch später auch Wolfgang Schneiderhan, Enrico Mainardi, Ernest Ansermet, Herbert von Karajan, Rafael Kubelik, Arthur Honegger und Paul Hindemith als Dozenten).
26.8.1943: Eröffnungskonzert der IMF mit dem ersten Konzert des Schweizerischen Festspielorchesters, in dem 100 hervorragende Musiker versammelt sind.
Zwischen dem 22.8. und 11.9 musiziert das Orchester 5 Sinfoniekonzerte. Geleitet werden sie von Paul Klecki, Ernest Ansermet, Carl Schuricht und Hans Münch.
4.9.1943: Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie unter der Leitung des erstmals in der Schweiz auftretenden Carl Schuricht in der Jesuitenkirche.

1942
Das Scala-Orchester ist zum zweiten Mal zu Gast bei den Musikfestwochen. Aufführung des «Jedermann» von Hugo von Hofmannsthal durch die Luzerner Spielleute.
Auf Initiative von Rudolf Leuzinger, Tonhalle-Fagottist und Musiker des Elite-Orchesters 1939, beschliesst der Schweizerische Musikerverband am 1.5.1942, dem Organisationskomitee von Luzern ein aus den besten Musikern der Schweiz zusammengesetztes Orchester für die Durchführung der Festwochen 1943 zu Verfügung zu stellen und dem gleichen Komitee die Übernahme der künstlerischen Organisation der von ihm gewünschten Konzerte zu offerieren.
In der Folge gewinnt die Idee, ein Schweizerisches Festspielorchester zu bilden, rasch an Zustimmung. Gründung des Konservatoriums (heute Musikhochschule Luzern) auf Anregung von Walter Strebi.

1941
Das in dieser Zeit nur teilweise beschäftigte Scala-Orchester aus Mailand wird für zwei Luzerner Festwochensommer verpflichtet. Victor de Sabata leitet das erste der fünf Sinfoniekonzerte.
Präsident des Organisationskomitees ist Hans Pfyffer von Altishofen.

1940
Infolge des Krieges können keine Festwochen durchgeführt werden.

1939
Arturo Toscanini leitet mehrere Konzerte, u.a. am 16. und 17. August zwei Aufführungen des «Requiems» von Giuseppe Verdi in der Jesuitenkirche mit dem eigens gegründeten Festwochenchor. 72 Radio-Stationen aus aller Welt übertragen die Programme.

1938
Ernest Ansermet dirigiert am 18. Juli ein Konzert im 500 Zuhörer fassenden Kursaal Luzern. Mitglieder des Orchestre de la Suisse Romande und das Kursaalorchester Luzern bildeten das Verstärkte Kursaalorchester. Solist ist Alfred Cortot. Diesem Konzert schliessen sich verschiedene Kammerkonzerte an.
Vor rund 1200 Zuhörern dirigiert Arturo Toscanini am 25. August im Park von Tribschen ein Festkonzert – das erste «Concert de Gala». Es musiziert ein Eliteorchester mit Mitgliedern des Busch-Quartetts, den fünf besten Streichquartetten der Schweiz und Musikern wie der Geigerin Stefi Geyer und dem Cellisten August Wenzinger. Das Konzert wird nach Amerika übertragen (80 Sender des NBC sind angeschlossen). Zwei Tage später wird das Konzert im Kunsthaus wiederholt. Weitere Orchesterkonzerte stehen unter der Leitung von Fritz Busch, Bruno Walter und Willem Mengelberg.
Die erste Festivalsaison umfasst insgesamt 10 Konzerte. Sie wird durchgeführt von der Verkehrskommission für Luzern und Umgebung.

1937
Ernest Ansermet ist für sein Orchestre de la Suisse Romande auf der Suche nach einer Sommerbetätigung und findet sie in Luzern, dem Montreux der deutschen Schweiz

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