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Bernard Haitink & Friends

Bernard Haitink dirigiert das Chamber Orchestra of Europe  

Christian Gerhaher, Sally Matthews, die Brüder Capuçon, Leonidas Kavakos – für den zweiten Teil seines grossen Brahms-Zyklus mit dem Chamber Orchestra of Europe hat Bernard Haitink eine Riege hochrangiger Solisten nach Luzern geladen. Zu Ostern stehen das Doppel- und das Violinkonzert auf dem Programm, dazu die ersten beiden Sinfonien sowie «Ein Deutsches Requiem».

Die steile Karriere der Brüder Renaud und Gautier Capuçon hat Bernard Haitink von Anbeginn verfolgt: Den Cellisten Gautier lernte er beim European Union Youth Orchestra kennen, das er von 1994 bis 2000 betreute. Und als der Geiger Renaud 2002 bei den Berliner Philharmonikern debutierte, stand Haitink ebenfalls am Pult. Aufeinander eingestimmt wie kaum zwei andere Musiker, sind die Capuçons am 9. April die ideale Besetzung für das Brahmssche Doppelkonzert, das sie 2007 bereits für CD eingespielt haben.

Auch mit Leonidas Kavakos hat Haitink schon zusammengearbeitet – man denke etwa an die beeindruckende Aufführung des Violinkonzerts von Alban Berg bei den letztjährigen Zürcher Festspielen. Am 13. April ist der griechische Geigenvirtuose mit Brahms’ D-Dur-Konzert zu erleben, das einen festen Bestandteil seines Repertoires bildet: Die «Frankfurter Rundschau» nannte Kavakos’ Interpretation eine «Offenbarung» und bescheinigte dem Geiger einen «ebenso festen wie mattierten Klang bei makelloser Intonation und atemberaubender Virtuosität im Finalsatz». Und auch die «FAZ» geriet ins Schwärmen: «Kavakos gehört zu jener Sorte Musiker, die sich ganz und gar auf die Gestaltung von Musik zu konzentrieren vermögen, weil instrumentale Technik selbst bei einem derart anspruchsvollen Musikstück für sie kein Thema ist.»

Für das «Deutsche Requiem» schliesslich, den Höhepunkt unseres vorösterlichen Brahms-Fests am 11. April, steht Haitink eine wahre Traumbesetzung zur Verfügung: Die britische Sopranistin Sally Matthews kennen die Stammgäste von LUCERNE FESTIVAL bereits, wirkte sie doch an der grandiosen Darbietung der Neunten Sinfonie mit, mit der Haitink zu Ostern 2009 seinen grossen Beethoven-Zyklus abschloss. Und dass der vielfach preisgekrönte deutsche Bariton Christian Gerhaher ein begnadeter Brahms-Interpret ist, belegt nicht zuletzt der jüngst erschienene Konzert-Mitschnitt seiner Deutung des «Deutschen Requiems» mit den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann. Schlicht «herausragend» nannte sie die «Süddeutsche Zeitung».

Übrigens: Wem das immer noch nicht genug ist, der erhält gleich zweimal Gelegenheit, sich über Brahms und die Geheimnisse seiner Interpretation zu informieren: bei einem Podiumsgespräch am 9. April und überdies beim Meisterkurs Dirigieren, den Bernard Haitink vom 15. bis zum 17. April anbietet. Zusammen mit hochtalentierten jungen Dirigenten und den Festival Strings Lucerne erarbeitet er u. a. Brahms’ Vierte Sinfonie. Es gibt also genug Gründe, 2011 zum Brahms-Liebhaber und -Kenner zu werden!
 

24 Januar 2011

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