Der englische Tenor Toby Spence stammt aus der Grafschaft Hertfordshire, absolvierte sein Studium am New College in Oxford und erhielt seine bühnenpraktische Ausbildung am Opernstudio der Guildhall School of Music and Drama in London. Sein Debut erfolgte 1995 als Idamante in Mozarts Idomeneo an der Welsh National Opera; schon im Jahr darauf konnte er seinen Einstand bei den Salzburger Festspielen und am Covent Garden feiern. Dem Londoner Royal Opera House ist er seither eng verbunden und gestaltete dort Partien wie den Grafen Almaviva in Rossinis Barbier, Don Ramiro in La Cenerentola, Váňa Kudrjáš in Katia Kabanová, den Schwachsinnigen in Boris Godunow oder Ferdinand in Thomas Adès’ The Tempest. Auch zur Opéra National de Paris pflegt Toby Spence eine enge Verbindung: mit Auftritten u. a. in Rameaus Les Boréades, Händels Alcina und Brittens Billy Budd. Sein Repertoire reicht von Barockopern und Werken von Gluck über die grossen lyrischen Tenorpartien bei Mozart und den Belcanto bis zu Rollen wie dem David aus Wagners Meistersingern, Tom Rakewell aus Strawinskys The Rake’s Progress und Bernsteins Candide. Toby Spence gastierte an der Bayerischen und der Hamburgischen Staatsoper, am Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie, an der Chicago Lyric Opera und der New Yorker Met; ausserdem wurde er von den Festivals in Aix-en-Provence, Edinburgh und Glyndebourne eingeladen. Bei Konzerten arbeitete er mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem San Francisco und dem London Symphony, dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie dem Chamber Orchestra of Europe zusammen – und mit Dirigenten wie Simon Rattle, Michael Tilson Thomas, Marc Minkowski, Charles Mackerras, Valery Gergiev, Colin Davis und Antonio Pappano.
Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL: am 27. März 1999 mit Mozarts Litanei KV 125 und dem Requiem, musiziert von der Academy of Ancient Music unter Paul Goodwin.
5. Dezember 2010