Die Mezzosopranistin Sarah Connolly, geboren in der englischen Grafschaft County Durham, wurde am Londoner Royal College of Music in den Fächern Klavier und Gesang ausgebildet. Ihre Laufbahn begann sie als Mitglied der BBC Singers, doch Mitte der neunziger Jahre wagte sie den Wechsel zur solistischen Karriere und erlebte 1998 mit der Titelrolle in Händels Serse an der English National Opera ihren Durchbruch. Seither ist Sarah Connolly mit einem Repertoire, das Partien von Monteverdi, Händel, Purcell und Gluck ebenso umfasst wie Hosenrollen von Mozart, Bellini und Strauss oder Werke von Bartók und Britten, an international führenden Bühnen zu Gast. Am Londoner Covent Garden war sie zuletzt als Purcells Dido zu erleben, an der Mailänder Scala und am Théâtre Royal de la Monnaie interpretierte sie den Komponisten aus Strauss’ Ariadne auf Naxos. An der New Yorker Metropolitan Opera gastierte sie als Annio in Mozarts La clemenza di Tito und als Clairon in Strauss’ Capriccio, an der Bayerischen Staatsoper als Lucretia in Brittens The Rape of Lucretia, und mit der Brangäne aus Tristan und Isolde stellte sie sich beim Glyndebourne Festival als Wagner-Interpretin vor. Auch zu den Festspielen von Aix-en-Provence, Aldeburgh, Edinburgh, Salzburg und Tanglewood wurde die Sängerin bereits eingeladen. 2009 trat sie ausserdem in der legendären «Last Night of the Proms» auf. Sarah Connolly hat mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Colin Davis, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Paul McCreesh und Simon Rattle zusammengearbeitet. Als gefragte Interpretin der Moderne brachte sie Musik von Turnage, Harvey und Tavener zur Uraufführung. Für ihr Rollenportrait des Sesto in La clemenza di Tito wurde Sarah Connolly für den «Lawrence Olivier Award» nominiert; ihre Aufnahme der Mahlerschen Wunderhorn-Lieder erhielt den «Edison Award». 2010 wurde sie zum «Commander of the Order of the British Empire» ernannt.
August 2011