Die Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch, die in Brig (Wallis) geboren wurde, studierte Gesang bei Beata Heuer-Christen in Freiburg und ging 1998 aus dem Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien als Preisträgerin hervor. Erste Engagements führten sie an das Theater Bern, das Zürcher Opernhaus und das Grand Théâtre de Genève. Zu einer Schlüsselrolle avancierte für sie die Pamina in der Zauberflöte, mit der sie ihren Einstand an der Pariser Opéra Bastille, der Deutschen Oper Berlin und der Bayerischen Staatsoper feierte; auch gestaltete sie diese Partie unter Leitung von Claudio Abbado bei Aufführungen in Ferrara, Reggio Emilia und Baden-Baden. Im Jahr 2007 gab Rachel Harnisch gleich mehrere wichtige Debuts: So trat sie erstmals beim Glyndebourne Festival auf (Fiordiligi in Così fan tutte) und war an der Mailänder Scala in der Uraufführung von Fabio Vacchis Teneke zu erleben. In den letzten beiden Spielzeiten führten sie Auftritte als Amor in Glucks Orfeo ed Euridice nach Neapel, als Servilia (La clemenza di Tito) nach Turin, als Antonia (Les Contes d’Hoffmann) nach Genf und als Figaro-Gräfin an die Semperoper nach Dresden. Im Januar 2010 sang sie in Bern ihre erste Blanche in den Dialogues des Carmélites von Francis Poulenc. Als Konzertsängerin interpretiert Rachel Harnisch ein breites Repertoire, das vom Barock bis zu Luigi Nono reicht; dabei arbeitete sie mit Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood, Kent Nagano und Michel Plasson zusammen. Gemeinsam mit Abbado hat sie auch zwei CDs eingespielt: Die erste Aufnahme entstand gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und enthält Mozart-Arien, die zweite, erschienen im Herbst 2009, ist Pergolesis Stabat mater gewidmet.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 28. August 2003 mit Liedern von Wolf, Messiaen, Schubert und Holliger.
6. April 2010