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Pierre-Laurent Aimard (Klavier)

Pierre-Laurent Aimard (Felix Broede/DG) 

Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann Aimard den Messiaen-Preis in Royan und gilt heute als der berufene Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Pierre Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat er seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez (1980/84), einen Teil der Etüden von Ligeti (1993–2001) sowie Werke von Rihm, Stockhausen, Eötvös und Benjamin. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er während der letzten Jahre auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris und an der Alten Oper Frankfurt. Seit 2009 amtiert er überdies als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der laufenden Saison absolviert Aimard mit dem Cleveland Orchestra eine dreiwöchige Tournee durch die Vereinigten Staaten; er konzertiert darüber hinaus mit dem Koninklijk Concertgebouworkest, dem Chamber Orchestra of Europe, den New Yorker Philharmonikern sowie dem Mahler Chamber Orchestra und gibt Rezitale in Berlin, London, Madrid, Moskau, Paris, Tokio und Wien. 2007 wurde der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Aimard in den USA zum «Instrumentalist of the Year» gewählt, 2009 erhielt er die Ehrenurkunde des «Preises der deutschen Schallplattenkritik». Als Professor lehrt Pierre-Laurent Aimard an der Musikhochschule Köln und in Paris; 2009 hielt er überdies Vorlesungen und Meisterklassen am Collège de France.

 

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.


20. Oktober 2010

 


 

Auftritt(e)

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