Die schwedische Sopranistin Miah Persson studierte Rechts- und Sozialwissenschaften, ehe sie an der Operahögskolan in Stockholm ihre Stimme ausbilden liess. 1998 feierte sie als Susanna in Le nozze di Figaro ihren Bühneneinstand und wurde bald darauf in das Ensemble der Königlich Schwedischen Nationaloper aufgenommen. Ihr Debut auf dem europäischen Kontinent erfolgte im Jahr 2000 als Scarlattis Griselda an der Deutschen Staatsoper Berlin; Auftritte beim Festival von Aix-en-Provence, bei den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, am Pariser Palais Garnier, am Théâtre des Champs-Elysées und an der Wiener Staatsoper schlossen sich an. Im Sommer 2003 war Miah Persson als Solistin in Gustav Mahlers Vierter Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern erstmals bei den Salzburger Festspielen zu Gast, wo sie seither auch als Sophie im Rosenkavalier und als Sifare in Mozarts Mitridate zu erleben war. Weitere wichtige Stationen bildeten Engagements am Londoner Covent Garden, an der San Francisco Opera, der Bayerischen Staatsoper und der New Yorker Metropolitan Opera. Eng verbunden ist sie auch dem Glyndebourne Festival, das sie für Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte), Anne Trulove (The Rake’s Progress) und, im Sommer 2011, Donna Elvira (Don Giovanni) verpflichtete. Das Repertoire der gefragten Konzertinterpretin Miah Persson erstreckt sich von Bach über Mozart bis zu Britten; dabei arbeitet sie mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pierre Boulez, John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Antonio Pappano und Esa-Pekka Salonen zusammen. Ihre Platteneinspielungen umfassen u. a. ein Rezital mit Mozart-Arien, Händels Rinaldo unter René Jacobs und Haydns Jahreszeiten mit Ivor Bolton.
8. Mai 2011