Die 1941 in Buenos Aires geborene Martha Argerich, die als Achtjährige bereits ihr Konzertdebut feiern konnte, kam 1955 nach Europa und setzte ihre Klavierausbildung in Wien bei Friedrich Gulda fort. 1957 gewann sie den Busoni-Wettbewerb in Bozen und die Klavierkonkurrenz von Genf; ihre sogleich einsetzende internationale Karriere unterbrach sie jedoch nach wenigen Jahren zugunsten weiterer Studien bei Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase und errang nach ihrer Rückkehr ins Musikleben 1965 den Ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau. Seitdem zählt Martha Argerich zu den besten Pianisten der Gegenwart, sie hat mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern konzertiert und dabei ein Repertoire von Bach bis Bartók zur Aufführung gebracht. In den letzten beiden Jahrzehnten nimmt vor allem die Kammermusik einen hohen Stellenwert in ihrer künstlerischen Arbeit ein. Zu ihren bevorzugten musikalischen Partnern zählen der Geiger Gidon Kremer, der Cellist Mischa Maisky und die Pianisten Nelson Freire, Alexandre Rabinovich und Lilya Zilberstein, mit denen sie im Duo spielt. Aussdem setzt sie sich für die Förderung der jungen Musikergeneration ein: Seit 1999 findet in Buenos Aires das Projekt «International Piano Competition and Festival Martha Argerich» statt, im japanischen Beppu und in Lugano führt sie ebenfalls Festivals durch, in deren Rahmen sie gemeinsam mit renommierten Kollegen und jungen Künstlern auftritt. Ihre Platteneinspielungen wurden mit zahlreichen Preisen bedacht: darunter ein Grammy für die Aufnahme mit Prokofjew- und Bartók-Konzerten (1999), der «CD Compact Award» für die Deutung des Ersten Tschaikowsky-Konzerts mit Claudio Abbado (1997) und der Prix Caecilia, der Edison Award und der Diapason d’Or für CDs mit Gidon Kremer. Im Herbst 2005 wurde Martha Argerich für ihr Lebenswerk mit dem Praemio Imperiale geehrt.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. August 1969 mit dem Dritten Klavierkonzert von Prokofjew – Charles Dutoit leitete das Schweizerische Festspielorchester. Dasselbe Werk stand auch bei ihrem letzten Luzerner Auftritt am 22. August 2001 auf dem Programm: diesmal mit dem NHK Symphony Orchestra, abermals dirigiert von Charles Dutoit.
20. Februar 2009