Lise de la Salle, die 1988 in Cherbourg geboren wurde, stammt aus einer französisch-russischen Künstlerfamilie. Mit vier Jahren erhielt sie Klavierunterricht, als Neunjährige gab sie ihr erstes öffentliches Konzert, das live bei Radio France übertragen wurde, und mit elf wurde sie an das Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris aufgenommen, wo sie ihr Studium in der Meisterklasse von Bruno Rigutto abschloss. Nach diversen Wettbewerbserfolgen nahm sie 2004 als jüngste Teilnehmerin aller Zeiten bei den «Young Concert Artists Auditions» teil und gewann den Ersten Preis, der ihr Konzertengagements in New York, Washington und anderen amerikanischen Metropolen eintrug. Im selben Jahr noch gastierte Lise de la Salle erstmals in Japan und gab ihr Debut beim Schleswig-Holstein Musik Festival sowie in La Roque d’Anthéron. Seither ist sie in ganz Europa, in den USA sowie in Fernost aufgetreten und arbeitete mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, James Conlon, Philippe Herreweghe, Marek Janowski, Charles Mackerras und Osmo Vänska zusammen. In der Saison 2011/12 konzertiert Lise de la Salle u. a. mit den Bamberger Symphonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, dem NDR Sinfonieorchester, der Tschechischen Philharmonie sowie dem Cincinnati, dem Dallas und dem Pittsburgh Symphony Orchestra; mit den Wiener Symphonikern und Fabio Luisi tritt sie in der New Yorker Carnegie Hall auf. Ausserdem gestaltet sie Rezitale in der Londoner Wigmore Hall und in der Berliner Philharmonie, im Münchner Herkulessaal und im Auditorium du Louvre Paris, in Tokio und in Montreal. Lise de la Salle hat bereits fünf CDs veröffentlicht. Die neueste Einspielung, die Franz Liszt gewidmet ist, erschien im September 2011; sie wurde mit dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet und als «Editor’s Choice» im Magazin Gramophone prämiert.
Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL: am 19. November 2008 mit Werken von Mozart, Liszt und Prokofjew.
31. Oktober 2011