Die Sopranistin Julia Kleiter, die aus dem hessischen Limburg stammt und in Hamburg bei William Workman sowie in Köln bei Klesie Kelly-Moog Gesang studierte, begann ihre internationale Karriere 2004 als Pamina in einer Inszenierung der Zauberflöte von Robert Wilson an der Opéra Bastille in Paris; Marc Minkowski verpflichtete sie daraufhin in der derselben Rolle für eine von ihm dirigierte Aufführungsserie des Werkes, und Claudio Abbado engagierte sie für Produktionen in Reggio Emilia, Ferrara, Baden-Baden und Edinburgh. Auch Nikolaus Harnoncourt zählt zu den Mentoren der jungen Sängerin: 2006 erarbeitete er mit ihr in Zürich die Rolle der Serpetta in Mozarts La finta guardiniera, 2008 die Ilia (Idomeneo) bei der Styriarte in Graz. Mittlerweile war Julia Kleiter bei vielen renommierten Festivals und Bühnen zu Gast: bei den Salzburger Festspielen, wo sie ihren Einstand als Celia in Lucio Silla gab, an der Semperoper in Dresden mit der Sophie im Rosenkavalier, am Teatro La Fenice in Venedig und beim Maggio Musicale in Florenz. Vor kurzem debutierte sie – abermals als Pamina – an der Metropolitan Opera New York. Ausserdem übernahm sie bei einer Neuinszenierung in Baden-Baden erstmals die Partie des Ännchens im Freischütz; im Juni 2010 gestaltete sie die Zdenka in Strauss' Arabella an der Deutschen Oper Berlin. Regelmässig gibt Julia Kleiter Liederabende, zuweilen auch in der Duokonstellation mit ihrem Onkel, dem Tenor Christoph Prégardien, mit dem sie jüngst das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf auf CD eingespielt hat. Als Konzertsängerin arbeitet sie – neben den bereits genannten Dirigenten – auch mit Ivor Bolton, Daniel Harding, René Jacobs, Fabio Luisi, Riccardo Muti, Helmuth Rilling und Jeffrey Tate zusammen.
Bisher ein Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL: am 7. September 2006 mit Liedern von Joseph Haydn, Hugo Wolf und Richard Strauss, am Klavier begleitet von Hilko Dumno.
7. April 2010