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Isabelle Faust (Violine)

Isabelle Faust (Felix Broede) 

Die Geigerin Isabelle Faust, die aus Baden-Württemberg stammt, gründete bereits im Alter von elf Jahren ein Streichquartett und gewann 1987, als Fünfzehnjährige, den Leopold-Mozart-Wettbewerb. Mit Christoph Poppen, dem langjährigen Primarius des Cherubini-Quartetts, suchte sie sich einen Lehrer, für den die Kammermusik ebenfalls ein zentraler Bestandteil der musikalischen Arbeit ist. Nach ihrem Sieg beim Paganini-Wettbewerb im Jahr 1993 ging Isabelle Faust nach Frankreich, studierte intensiv die Werke Faurés und Debussys und machte mit Einspielungen der Sonaten von Bartók, Szymanowski und Janác?ek von sich reden. Neben dem klassischen und romantischen Repertoire widmet sie sich auch intensiv der Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart: Sie brachte Werke von Olivier Messiaen, Werner Egk und Jörg Widmann zur Uraufführung, hob das in Vergessenheit geratene Violinkonzert von André Jolivet zurück ins Repertoire und setzt sich nachdrücklich für das Schaffen von György Ligeti, Morton Feldman, Luigi Nono und Giacinto Scelsi ein. Seit Beginn ihrer Karriere arbeitet Isabelle Faust mit renommierten Dirigenten zusammen, darunter Claudio Abbado, Frans Brüggen, Charles Dutoit, Daniel Harding, Heinz Holliger, Mariss Jansons und James Levine. Sie war Solistin in Konzerten der Berliner und der Münchner Philharmoniker, des Boston Symphony Orchestra, des Orchestre de Paris und des Mahler Chamber Orchestra. Mit ihrem Duopartner, dem Pianisten Alexander Melnikov, spielte sie zuletzt sämtliche Beethoven-Sonaten ein und wurde dafür mit dem «Gramophone Award» und dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. Ihre ebenfalls preisgekrönte Interpretation der Violinkonzerte von Berg und Beethoven, die sie mit dem Orchestra Mozart und Claudio Abbado erarbeitete, erschien im Februar 2012. Isabelle Faust musiziert auf der «Dornröschen»-Stradivari aus dem Jahr 1704.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2009 mit Michael Jarrells … Paysages avec Figures absentes … (Nachlese IV), die sie mit dem Ensemble Contrechamps unter Leitung von Stefan Asbury interpretierte.

März 2012

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