Eörs Kisfaludy, geboren in Budapest, kam 1961 in die Schweiz. Nach seinem Studium an der École Romande d’Art Dramatique in Lausanne, das er 1968 mit dem Diplom abschloss, war er als Theater- und Fernsehschauspieler in Frankreich, Belgien und in der Schweiz tätig. Von 1968 bis 1970 unterrichtete Eörs Kisfaduly Schauspiel am Konservatorium von Kinshasa (Kongo). Zwischen 1985 und 1990 leitete er bei Radio Suisse Romande / Espace 2 eine Musiksendung. Gleichzeitig übernahm er immer häufiger die Sprecherrolle in musikalischen Werken, etwa in Strawinskys Oedipus Rex, in Debussys Le Martyre de Saint Sebastien oder in Prokofjews Peter und der Wolf. Kisfaduly arbeitete mit Dirigenten wie Erich Leinsdorf, Helmuth Rilling und Jesús López Cobos zusammen und war 2008 an der Mailänder Scala als Sprecher in Bartóks Herzog Blaubarts Burg unter der Leitung von Daniel Harding zu erleben – ein Werk, das er mit den Münchner Philharmonikern und James Levine auch auf CD eingespielt hat.
17. Januar 2010