Der französische Bratschist Antoine Tamestit, Jahrgang 1979, wurde von Jean Sulem am Pariser Conservatoire, von Jesse Levine an der Yale University und von Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin ausgebildet. Seine Karriere begann mit vier renommierten Auszeichnungen: 2000/01 gewann er den «Concours Maurice Vieux» in Paris und die «William Primrose Competition» in Chicago, 2003 dann die «Young Concert Artists Auditions» in New York, und 2004 siegte er beim ARD-Musikwettbewerb, wo ihm auch der Publikumspreis und zwei Sonderpreise zuteil wurden. Die «Victoires de la Musique» ehrten Tamestit 2007 als «Révélation instrumentale de l’Année», und 2008 wurde ihm schliesslich der hochdotierte «Credit Suisse Young Artist Award» verliehen, der auch einen Auftritt mit den Wiener Philharmonikern bei LUCERNE FESTIVAL umfasste. Antoine Tamestit, dessen Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart reicht, konzertierte als Solist mit dem DSO Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem BBC Philharmonic und dem Orchestre de Paris. 2009/10 war er «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus. Im Bereich der Kammermusik arbeitet Antoine Tamestit mit Gidon Kremer, Daishin Kashimoto, Emmanuel Pahud, Mischa Maisky, Jean-Guihen Queyras, Renaud und Gautier Capuçon sowie Natalia Gutman zusammen; mit Frank Peter Zimmerman und Christian Poltéra bildet er ein Streichtrio. Sein fester Duopartner ist der deutsche Pianist Markus Hadulla, mit dem er in Amsterdam, Wien, London, Athen, Brüssel und Paris zu Gast war – und im New York Lincoln Center, wo er als erster Bratschist in der Geschichte des renommierten Hauses ein Rezital gestaltete. Antoine Tamestit spielt ein Instrument von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1672.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL in einem Kammerkonzert am 12. August 2006 mit Werken von Brahms und Mendelssohn.
August 2011