Anne-Sophie Mutter, geboren 1963 im badischen Rheinfelden, gehört seit nunmehr 35 Jahren zu den grossen Violinvirtuosen unserer Zeit. Ihre Karriere begann 1976 bei den Internationalen Musikfestwochen in Luzern; ein Jahr später trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben den Meisterwerken der Tradition immer wieder neue Werke vor – Kammermusik und das orchestrale Repertoire stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: Zu diesem Zweck hat sie 2008 die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» gegründet. Im Januar 2011 interpretierte Anne-Sophie Mutter gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle das Violinkonzert von Dvořák. Mit ihrem Ensemble Mutter’s Virtuosi, das sich aus ehemaligen und aktuellen Stipendiaten ihrer Stiftung zusammensetzt, absolvierte sie dann im Frühjahr eine Tournee durch elf europäische Städte; auf dem Programm standen konzertante Werke und Kammermusik von Vivaldi und Mendelssohn sowie zeitgenössisches Repertoire. Und mit ihrem langjährigen Klavierpartner Lambert Orkis tritt sie in Deutschland, China, Japan, Korea, Taiwan und in den USA auf. Anne-Sophie Mutters besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Violinliteratur: Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Witold Lutosławski, Wolfgang Rihm, Krzysztof Penderecki und andere haben für sie neue Werke geschrieben. Zu den Auszeichnungen, die ihr verliehen wurden, zählen neben zahlreichen Plattenpreisen der «Ernst von Siemens Musikpreis» und der Leipziger Mendelssohn-Preis. Die Geigerin ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1976 im Rahmen der Reihe «Junge Künstler» mit Werken von de Falla, Paganini und Sarasate, am Klavier Christoph Mutter.
August 2011