Die Altistin Anna Larsson stammt aus einem Dorf in der mittelschwedischen Provinz Dalarnas Iän. Sie absolvierte die Musikschule «Adolf Fredrik» in Stockholm, erhielt ab ihrem 17. Lebensjahr privaten Gesangsunterricht und beschloss ihre Ausbildung an der Operahögskolan der schwedischen Hauptstadt. 1996 gab sie ihren Bühneneinstand als Muttergottes in der Oper Tokfursten von Carl Unander-Scharin. International bekannt wurde Anna Larsson, als Claudio Abbado sie 1997 für Aufführungen der Zweiten Sinfonie von Gustav Mahler mit den Berliner Philharmonikern verpflichtete. Als Interpretin der Altpartien in den Sinfonien Gustav Mahlers ist sie mittlerweile weltweit aufgetreten, so bei Aufführungen mit dem Concertgebouworkest, dem Los Angeles Philharmonic, dem Boston Symphony, den Berliner und den Wiener Philharmonikern. Ihr Konzertrepertoire reicht indes sehr viel weiter: Es erstreckt sich von Monteverdi bis ins 20. Jahrhundert. Interpretiert hat es Anna Larsson mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Simon Rattle oder Esa-Pekka Salonen. Ihre Paradepartie auf der Opernbühne ist die Erda in Wagners Nibelungen-Tetralogie; diese Rolle gestaltete sie u. a. beim Festival von Aix-en-Provence, an der Mailänder Scala, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper. Ausserdem umfasst ihr Opernrepertoire noch Wagners Waltraute und Fricka, Saint-Saëns’ Dalila, die Gaea in der Daphne von Strauss und die Geneviève in Debussys Pelléas, die sie unter Leitung Simon Rattles bei den Osterfestspielen Salzburg präsentierte. Für ihre Interpretation von Glucks Orfeo an der Königlichen Oper Stockholm wurde sie 2008 von der Zeitschrift Opera mit einem Jahrespreis geehrt.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 19. August 2003 mit Mahlers Zweiter Sinfonie unter Leitung von Claudio Abbado, der auch bei ihrem letzten Auftritt mit Mahlers Dritter am 19. August 2007 dirigierte.
29. Mai 2010