Musik in Luzern - ein Naturereignis
Die «Natur» bildet den Leitgedanken für das Sommerfestival 2009 – ein in Luzern buchstäblich naheliegendes Thema: tagsüber in die Berge und abends in die «Alpensinfonie»! Landschaften, Naturlaute, Vogelstimmen, Jahreszeiten und Wetterkapriolen wurden (und werden) in Musik übersetzt. Die Natur erscheint als Muster und Massstab, sogar als Lehrmeisterin der Kunst: Sie bietet nicht allein den Stoff für Musik, sie umschliesst auch das Formgesetz, das Wunder der Verwandlung, das Gleichnis der Vergänglichkeit. Und nicht zu vergessen – das Ideal der Natürlichkeit, das seit jeher die Komponisten beschäftigte. Zwei von ihnen, Kaija Saariaho und Jörg Widmann, werden als «composers-in-residence» das Festival prägen: in Konzerten und Gesprächen, mit Ur- und Erstaufführungen. Die Sängerin Magdalena Kožená und der Pianist Yefim Bronfman stehen als «artistes étoiles» im Zentrum des Programms. Und selbstverständlich wird Claudio Abbado mit seinem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA die Saison eröffnen – in gleich fünf Aufführungen ist der italienische Maestro zu erleben. Ausserdem gibt es ein Wiedersehen mit den wegweisenden Musikern unserer Zeit, mit Martha Argerich, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, John Eliot Gardiner, Zubin Mehta, Philippe Herreweghe, Viktoria Mullova, Thomas Quasthoff oder Simon Rattle, um nur einige wenige zu nennen. Aufsehenerregende Debuts, etwa des jungen lettischen Dirigenten Andris Nelsons, der Cellistin Marie-Elisabeth Hecker oder der Geigerin Vilde Frang, bereichern das Programm: ein Versprechen auf die Zukunft.