Orchestra Mozart in Bologna
|
Claudio Abbado
Dirigent
|
Isabelle Faust
Violine
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Sinfonie C-Dur KV 425 «Linzer Sinfonie»
Konzert für Violine und Orchester A-Dur KV 219
Robert Schumann (1810-1856)
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Neue Orchester zu gründen und dabei junge Musikerinnen und Musiker zu Höchstleistungen anzuspornen, ist Claudio Abbados grosse Leidenschaft. Er besitze «so etwas wie den grünen Daumen der Musik», urteilte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung»: «Was immer er berührt, beginnt zu leben, gedeiht, blüht auf.» Mit seinem jüngsten «Kind», dem Orchestra Mozart aus Bologna, das er 2004 aus der Taufe hob, eröffnet der Maestro nun das Oster-Festival. Natürlich darf der Namenspatron im Programm nicht fehlen, denn gerade mit ihren Mozart-Interpretationen beschreiten Abbado und seine Schützlinge neue Wege: Obwohl sie auf modernen Instrumenten spielen, greifen sie Impulse aus der historisch informierten Aufführungspraxis auf, sei es die Phrasierung, die Artikulation oder die Transparenz des Klangbilds. Vor allem aber lodert das Feuer in ihrem vitalen und federnden Mozart-Spiel, die einzelnen Stimmen erhalten plastische Gestalt und erinnern an handelnde Personen, die ein imaginäres Bühnengeschehen darzustellen scheinen.