Concentus Musicus Wien
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Arnold Schoenberg Chor
(Einstudierung: Erwin Ortner)
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Nikolaus Harnoncourt
Dirigent
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Christiane Oelze
Sopran
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Anna Prohaska
Sopran
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Elisabeth von Magnus
Alt
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Jeremy Ovenden
Tenor
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Florian Boesch
Bass
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
«Laudate pueri Dominum» HWV 237
«Silete venti» HWV 242
«Dixit Dominus» HWV 232
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Magnificat D-Dur BWV 243
Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, geboren im gleichen Jahr, im Abstand nur weniger Wochen und in derselben Region, überstrahlten als «riesige Doppelsonne», wie der Kulturhistoriker Egon Friedell es nannte, die Musik einer ganzen Epoche – des Barock. Doch hätten die beiden Komponisten verschiedener nicht sein können: Bach blieb zeitlebens seiner Heimat treu und schuf seine Werke allein zur Ehre Gottes, «Soli Deo Gloria»; Händel dagegen war ein Kosmopolit und cleverer Geschäftsmann, im Theater ebenso zuhause wie in der Kirchenmusik. Nikolaus Harnoncourt, der «Grand Old Man» der Originalklangbewegung, stellt die ungleichen Meister einander gegenüber. Er widmet sich Händels geistlichem Schaffen, darunter zwei Sakralwerke aus Händels römischer Zeit, die der Protestant für katholische Auftraggeber schuf. Und er zelebriert mit Pauken und Trompeten Bachs klangprächtiges Magnificat, das die Utopie einer höheren Gerechtigkeit feiert – wenn der Herr einst die Mächtigen vom Thron stürzt und die Hungernden beschenkt.