Wiener Philharmoniker
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Bernard Haitink
Dirigent
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Murray Perahia
Klavier
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Anton Bruckner (1824-1896)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
Edition von Leopold Nowak
In seinem Vierten Klavierkonzert weist Ludwig van Beethoven dem Pianisten eine ganz neue Rolle zu: Er verkörpert die Stimme der menschlichen Individualität und subjektiven Empfindung, er darf sich mit vokal inspirierten Kantilenen aussingen und abgrenzen gegenüber der rigiden «Objektivität» des Orchestertuttis – die ideale Aufgabe für Murray Perahia, den Meister der lyrischen Verinnerlichung. Der «Glaubenssommer» aber schliesst mit einer Sinfonie, die niemandem Geringeren als «dem lieben Gott» gewidmet sein soll: Antons Bruckners unvollendete Neunte, sein Schwanengesang, der voller religiöser Anspielungen steckt, vom Zitat des «Dresdner Amen» bis zum musikalischen Symbol des Kreuzes. Namentlich der dritte Satz, das «Adagio», erweist sich als tiefempfundenes Glaubenszeugnis: als Gebet und Bekenntnis im Angesicht des Todes, mit dem Bruckner noch einmal das Höhere und Heilige beschwört, das «mysterium tremendum et fascinosum», das erschreckend ist und beglückend zugleich.
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