St. Louis Symphony
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David Robertson
Dirigent
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Christian Tetzlaff
Violine
Charles Ives (1874-1954)
«The Unanswered Question»
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Jean Sibelius (1865-1957)
Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39
Die «ewige Frage des Daseins», siebenmal intoniert von der Solo-Trompete, stellt Charles Ives in seinem kurzen Orchesterwerk «The Unanswered Question» – und vergegenwärtigt mit ungeduldigen, drängenden Einwürfen der Holzbläser die vergebliche Jagd des Menschen nach der «unsichtbaren Antwort». Vielleicht kennt sie Ludwig van Beethoven? Der zweite Satz seines Violinkonzerts, das «Larghetto», erinnerte nicht nur Yehudi Menuhin an ein Gebet. In ganz andere Glaubenswelten führt dagegen Jean Sibelius mit seiner Ersten Sinfonie, die 1898/99 in zeitlicher Nähe zur berühmten Tondichtung «Finlandia» entstand: Es ist die Suche nach einer nationalen musikalischen Identität, mit der er die Autonomiebestrebungen seines unter russischer Oberhoheit stehenden Heimatlandes stützen wollte. Ein Programm allerdings mochte Sibelius seiner Ersten, so bildhaft sie klingen mag, nicht mitgeben: «Für mich beginnt Musik da, wo das Wort aufhört. Eine Sinfonie soll zuerst und zuletzt Musik sein.» Auch das ist ein Glaubenssatz.
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